Nach Videospiele-Lounge soll auch E-Sports-Pub in Frankfurt entstehen

Nicht nur für Nerds: Neue Gamer-Treffpunkte

Frankfurts Gamer geben Gas: Covinnus-Geschäftsführer Luca Baraldi sitzt an einem seiner Racing-Simulatoren. Und Marvin Seifert ist mit dem „1337“ mitten in der Planung eines E-Sports-Pubs.

E-Sport ist in, auch in Frankfurt. Nachdem mit „Covinnus“ die erste reine Videospiele-Lounge eröffnet hat, soll mit dem „1337“ Anfang Mai ein weiterer Kult-Treffpunkt entstehen, nämlich der erste Gaming-Pub Deutschlands. Von Oliver Haas

Region Rhein-Main – In Frankfurt tut sich mächtig was in Sachen E-Sport. Im Dezember 2018 eröffnete Luca Baraldi mit seinen Geschäftspartnern an der Stiftstraße in Frankfurt Nähe Zeil die erste Videospiele-Lounge „Covinnus“.

Für die Gamerszene in Rhein-Main ist dies die erste Location dieser Art. Auf mehr als 300 Quadratmetern ist für Fans von Sport-, Strategie-, Egoshooter-Spielern und andere wohl für jeden etwas dabei. „Wir wollen in einer gechillten Atmosphäre Frankfurt noch mehr für E-Sports öffnen. Das ist einmalig hier und gibt es bisher so noch nicht“, sagt Baraldi. In dem mit bunten LED-Lampen stilvoll eingerichteten Raum stehen mehrere PS4-Pro-Konsolen bereit, zahlreiche High-End-Gaming PCs, Racing-Simulatoren und vier Virtual-Reality-Brillen. Mit Letzteren begegnet das „Covinnus-Team“ auch zugleich dem Vorurteil, dass Gamer ausschließlich sitzend Knöpfchen drücken: „Im Spiel ,Beat Saber’ kommt man gut ins Schwitzen. Vielleicht nicht ganz so, wie im Fitnessstudio, aber man muss sich schon viel bewegen“, erklärt Baraldi und lacht.

Bequemer ist´s auf den Lounge-Stühlen, auf denen Beine hochgelegt und gegeneinander oder auch alleine gezockt werden kann. Auf einer anderen Ebene stehen jeweils fünf PCs in einer Reihe nebeneinander. Dort spielt Gruppe Blau gegen Rot Team-Spiele gegeneinander. Kommuniziert wird via Headset. Auch richtige Turniere mit Zuschauertribüne sollen dort bald stattfinden.

Eine andere Richtung will Marvin Seifert mit seinem Team einschlagen. Sie wollen mit dem „1337“ Deutschlands ersten E-Sports-Pub Anfang Mai in Frankfurt aus der Taufe heben. „Das soll ein Ort werden, den ich mir als Kind immer gewünscht hätte“, sagt Seifert, dessen Spielleidenschaft 1993 mit der Wirtschaftssimulation „Siedler“ startete. Er beschreibt den neuen Zocker-Treffpunkt als normalen Pub, der auch diverse englische Speisen serviert. „Neben Snacks werden wir auch die eine oder andere Hauptspeise anbieten. Burger, Fish and Chips und anderes aus der englischen Küche wird´s geben.“ Sein Ziel: Nicht nur Hardcore-Gamer sollen sich dort wohlfühlen, sondern etwa auch die Freundin oder der Freund, die sich eigentlich gar nicht für E-Sports interessiert. „Das Thema kommt immer mehr im Mainstream an. Natürlich sind viele Klischees nicht totzukriegen. Aber Gamer sind nicht mehr nur die Nerds, die mit dem Energydrink in der Hand und der Pizzaschachtel neben der Maus einsam im Keller am PC spielen“, sagt Seifert. Im „1337“ sollen auch an den Bildschirmen E-Sports-Turniere verfolgt und darüber diskutiert werden. Allerdings stehen in einem Raum für Community-Mitglieder auch PCs und Konsolen bereit. Und: „Das Wort ,Gaming’ ist hier nicht nur auf virtuelle Spiele zu beziehen“, erklärt Seifert. Auch einen großen Raum für Brett- und Gesellschaftsspiele soll es geben. „Wir wollen dann auch tolle Spieleabende organisieren.“

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