19 mutige Bürger ausgezeichnet

Echte Helden ohne Superkräfte im Main-Taunus-Kreis

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Landrat Michael Cyriax (links) und Polizeidirektor Peter Liebeck (Fünfter von links) würdigten 19 Bürger, die sich durch ihren mutigen Einsatz hervorgetan haben.

Hofheim – Auf diese Menschen kann der Main-Taunus-Kreis stolz sein! Am Mittwoch sind 19 Helden des Jahres 2017 bei einer Veranstaltung des Vereins „Bürger und Polizei“ im Landratsamt geehrt worden.

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„Jeder Held ist anders. Man braucht keine Superkräfte, sondern Aufmerksamkeit und besonnenes Verhalten können in der passenden Situation bereits Gold wert sein“, fasste Landrat Michael Cyriax den Abend zusammen. 19 mutige und aufmerksame Bürger hatten der Polizei in diesem Jahr geholfen. Julia Kather und Kay Wyrwol haben wohl sogar einen Menschen vor dem Feuertod bewahrt. Die zwei jungen Kelkheimer hatten im April einen Rauchmelder bemerkt, der nachts im Nachbarhaus piepste. Schnell entdeckten sie den Qualm aus dem Unterschoss, sodass sie nach mehreren zwecklosen Klingel- und Klopfversuchen die Feuerwehr verständigten. Als diese mithilfe der Vermieters aufschloss, fanden sie sie den schlafenden Mieter auf dem Sofa im Wohnzimmer. Er hatte vergessen, den Herd abzuschalten, auf dem ein Topf mit Inhalt schmorte.

Schnelles Handeln war auch bei acht Feuerwehrmännern aus Hochheim gefragt. Sie beobachteten junge Männer, die Anfang Juli ein festinstalliertes Radarmessgerät mit Steinen bewarfen. Die Feuerwehrmänner wollten die Randalierer zur Rede stellen. Kurz vor der Flucht überwältigten sie die Männer und hielten sie bis zum Eintreffen der Polizei fest. Dabei wurden die Helfer von den Tätern beleidigt und körperlich angegriffen. „Dies zeugt nicht nur von Courage, sondern sie stellten unter Einsatz ihrer Gesundheit auch die Täter, die ohne ihr Zutun womöglich nie hätten ermittelt werden können“, erläutert Polizeidirektor Peter Liebeck.

Ein weiterer Fall von Sachbeschädigung ereignete sich in Hofheim. Die Brüder Niclas und Roman Wego verfolgten zwei Randalierer, die 14 Außenspiegel von Autos umgebogen hatten. Maximilian Frisch aus Kelkheim schritt im September ein, als ein Betrunkener den Außenspiegel eines Autos abtrat. Auch dieser Randalierer konnte sofort verhaftet werden.

Dank der Unterstützung von Vladimir Petrovic erhielt ein Junge in Hofheim nicht nur seine Busfahrkarte, sondern auch sein Mobiltelefon zurück. Petrovic hatte beobachtet, wie ein körperlich überlegener Junge nach einem Streit die Herausgabe von Handy und Wertgegenständen des Opfers forderte.

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In Kelkheim machte auch Andreas Küttner eine wichtige Beobachtung. Er stellte einen sichtlich alkoholisierten Autofahrer zur Rede, der kurz zuvor bei Rot eine Ampel überfahren und dadurch eine Fußgängerin gefährdet hatte. Mit einer Fahndung und dank der genauen Beschreibung konnte der Täter schnell ausfindig gemacht werden.

Sehr aufmerksam war auch Saidova Nalbantova im Mai. Ein älterer Herr plante, eine Zahlung von mehreren Hundert Euro auf ein Auslandskonto zu überweisen. Angeblich sollte der Kelkheimer die Überweisung tätigen, um einen Gewinn in sechsstelliger Höhe „freizuschalten“. Nalbantova reagierte geistesgegenwärtig und informierte die Polizei. In Eschborn wurde Zakaria Taadou Zeuge eines räuberischen Diebstahls. Unauffällig nahm Taadou mit dem Fahrrad die Verfolgung des zu Fuß fliehenden Täters auf und informierte eine Polizeistreife. Der 45-Jährige konnte kurze Zeit später festgenommen werden. Nur durch die präzise Beschreibung und hervorragenden Hinweise des Jungen war diese Festnahme möglich.

Peter Nicolay vom Präventionsrat Main-Taunus hob besonders die Reaktion von Jonny Hapke hervor. In einer Augustnacht kam der Mann in Flörsheim einer jungen Frau zur Hilfe, als diese von einem Mann angegriffen und mit der Faust ins Gesicht geschlagen wurde. Hapke verfolgte den Täter, stellte ihn und wurde im weiteren Verlauf ebenfalls von einem weiteren Mann ins Gesicht geschlagen. Durch sein mutiges Eingreifen konnte der Angreifer ermittelt und die Frau vor schlimmeren Schäden bewahrt werden. (red)

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