EXTRA TIPP gibt eine Prognose für die einzelnen Varianten ab – Der Ball liegt bei der Stadt Frankfurt

Multifunktionshalle für Rhein-Main: Welche Chancen die Standorte haben

So sollte es eigentlich am Kaiserlei mal aussehen. Das Bild zeigt ein Modell der geplanten Multifunktionshalle. Foto: nh

Die Debatte über eine neue Multifunktionshalle hat zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Es gibt einen neuen Investor, der an einem neuen Standort bauen will. Welche Variante ist die wahrscheinlichste?. Von Manfred Schäfer

Frankfurt – Frankfurt und seine Multifunktionshalle, eine unendliche Geschichte. Schon 1996 stand im Büro des damaligen Löwen-Bosses Gerd Schröder ein Modell für eine solche Halle. Später gab es immer wieder neue Standorte: Am Stadion, am Güterbahnhof und vor drei Jahren plötzlich an der Stadtgrenze nach Offenbach, im Kaiserleigebiet.

Vor allem Frankfurts Sportdezernent Markus Frank kämpft um diese Halle. Zwei Anbieter haben sich beworben: Lagardere und die Anschutz-Gruppe. Eigentlich sollte inzwischen schon Baubeginn sein. Aber immer wieder gab’s Verzögerungen. Zuletzt verlangte Favorit Lagardere plötzlich eine Bürgschaft der Stadt über 70 Millionen Euro.

Da spielte die Koalition im Römer aber nicht mit. Schon seit Ende Januar weiß Frank, dass es ein weiteres Angebot der kanadischen Katz-Group zum Bau einer Superhalle gibt. Die Fraktionen im Römer wurden davon nicht unterrichtet.

Jetzt wurde das Angebot über den Bau einer Megahalle am Flughafen offiziell bekannt. Die Kanadier wollen neben dem Parkhaus des Squaire den Dome für 22.000 Zuschauer bauen. Dazu eine Trainingshalle und ein Hotel. Kosten 300 Millionen Euro. Katz-Boss Jürgen Schreiber verspricht sogar: „Die Löwen und die Skyliners können dort mietfrei spielen.“

Bei den Parteien im Römer, bei Oberbürgermeister Peter Feldmann und auch bei Ministerpräsident Volker Bouffier stoßen diese Pläne auf offene Ohren. Bouffier: „Ein sehr interessante Sache und eine Bereicherung für das Rhein-main-Gebiet. Es ist jetzt eine Angelegenheit der Stadt Frankfurt, die Sache umzusetzen.“

Im Römer kracht es jetzt richtig. Aber so lange um die Projekte gestritten wird, gibt es keinen Fortschritt. Die Parteien sollten sich endlich einig werden, sonst dauert die unendliche Geschichte weitere 20 Jahre…

So sieht der EXTRA TIPP die Chancen für die neue Halle:

Die Halle steht in fünf Jahren...

a) Am Kaiserlei Wahrscheinlichkeit: 20 Prozent

b) Am Flughafen

Wahrscheinlichkeit:70 Prozent

c) Ganz woanders:

Wahrscheinlichkeit: 0 Prozent

d) Nirgendwo Wahrscheinlichkeit: 10 Prozent

Fazit: Wenn die Stadt sich endlich durchringen kann, was richtiges, ohne eigenes Risiko zu erstellen, kommt eigentlich nur der Standort am Flughafen infrage. Und das Allerbeste: Es würde die Stadt nichts kosten.

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