Feiern im Schatten des Terrors

Mehr Sicherheit: Große Feste im Rhein-Main-Gebiet rüsten auf

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Trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen in diesem Jahr soll die Stimmung bei großen Festen, wie hier beim Schweizer Straßenfest 2016, ausgelassen bleiben.
  • Dirk Beutel
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Region Rhein-Main – Der Terror macht vor Deutschland nicht Halt. Das hat der Anschlag in Berlin bewiesen. Die beliebtesten Feste im Rhein-Main-Gebiet rüsten daher auf und haben ihre Sicherheitskonzepte überarbeitet. Von Dirk Beutel

Die Fest-Veranstalter in der Region rüsten auf. In Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk wurden die bisherigen Sicherheitskonzepte auf den Prüfstand gestellt und nachgebessert. Zum Teil sogar erheblich. „Seit den Vorfällen bei der Duisburger Love Parade sind die Auflagen stetig gewachsen“, erklärt Offenbachs Stadt-Sprecher Fabian El Cheikh. Hinzu kommt, dass vor allem der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt die Veranstalter in der Region zusätzlich sensibilisiert hat. Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße hat für zusätzliche Vorbereitungen etwa 30.000 Euro investiert. Dazu gehören unter anderem Betonpoller und Lkw, die an den Straßeneinfahrten zum gleichnamigen Fest aufgebaut werden, zu dem vergangenes Jahr rund 400.000 Besucher strömten. Außerdem zusätzliches Personal, das sich an den empfindlichen Punkten aufstellt. „Das sind Vorsichtsmaßnahmen, damit sich so ein Anschlag wie in Berlin nicht wiederholt“, sagt der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, Torsten Schiller. 

Veranstalter müssen in zwei Richtungen planen

Auch stromunabhängige Durchsageeinrichtungen und Fluchtwegbeleuchtungen werden je nach Veranstaltungsgröße nötig, wie das Frankfurter Ordnungsamt bestätigt. Schon vergangenes Jahr ging die Frankfurter Tourismus+Congress GmbH nach eigenen Angaben für ihre Veranstaltungen schon an die Grenze des Machbaren. 100-prozentige Sicherheit gebe es nun mal nicht. „In diesem Jahr optimieren wir unsere bisher bestehenden Konzepte“, sagt Geschäftsführer Thomas Feda. Eine in Eigenregie geführte Befragung habe ergeben, dass sichtbar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen keine abschreckende Wirkung hätten. Feda: „Im Gegenteil. Die Besucher hatten eher den Eindruck, dass man sie schützt, so gut es geht.“ Allerdings gibt Feda zu bedenken, man müsse als Veranstalter immer in zwei Richtungen denken. Zum einen an die Sicherheit, zum anderen an die Fluchtwege, die man im Ernstfall nicht verbarrikadieren dürfe. „Jede zusätzliche Sperre, kann die Einsatzzeit der Feuerwehr oder eines Notarztes verlängern“, sagt Feda.

Container als Straßensperren

Diese Gedanken haben die Veranstalter des an diesem Wochenende stattfindenden Hofheimer Kreis-Stadt-Sommers dadurch gelöst, dass die erstmals eingesetzten Container versetzt aufgestellt werden. „Dadurch können Rettungswagen problemlos auf das Festgelände“, sagt Sprecherin Iris Bernardelli. Wenn jedoch jemand wie in Berlin mit Vollgas in die Menschenmenge fahren wollte, würde ihn die Straßensperre komplett ausbremsen. Auch der Verkehrs- und Verschönerungsverein, der das Ebbelwoifest in Langen organisiert, das immerhin bis zu 30.000 Besucher anzieht, und noch bis diesen Montag läuft, hat sich auf einen Terror-Fall, wie in Berlin vorbereitet und die Zufahrten rund um das Festgeschehen durch Lkw zusätzlich gesichert. Ganz ähnlich hat die Stadt Obertshausen aufgerüstet. Dort wurden vor Kurzem 20 Wasser-Container, sogenannte Indutainer IBC angeschafft, die erstmals beim Burgfest der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt wurden. „Die mit 1200 Liter Wasser gefüllten Würfel lassen sich miteinander verbinden, sodass mit geringem Aufwand eine mobile Straßenbarrikade aufgebaut werden kann“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Schon der Frankfurter Fastnachtsumzug wurde aus Angst vor einem Anschlag besser abgesichert

Fotos: Heiße Nacht im Frankfurter Bahnhofsviertel

Schrill, bunt und heiß: Die Frankfurter Bahnhofsviertelnacht.
Schrill, bunt und heiß: Die Frankfurter Bahnhofsviertelnacht. © Borm
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