Mehr Kosten durch Nitrat im Wasser?

Was auf den Taunus zukommt! Das sagen die Versorger

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Region Rhein-Main – Bei einem Drittel des deutschen Grundwassers wurden, laut Umweltbundesamt, zu hohe Nitratwerte gemessen. Schuld sei die Landwirtschaft. Die Aufbereitung könnte Leitungswasser teurer machen. Der Taunus bleibt wohl verschont – obwohl auch Nitrat im Wasser ist. Von Janine Drusche

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Trinkwasser könnte in Rhein-Main wegen der hohen Nitratbelastung durch die Landwirtschaft deutlich teurer werden. Verbraucher müssen sich laut Umweltbundesamt (UBA) darauf einstellen, dass der Wasserpreis um bis zu 45 Prozent steigen werde, wenn nicht bald weniger Dünger auf die Felder gebracht werde, so die Experten. Sollte die Belastung mit Nitrat, das im menschlichen Körper zu Nitrit werden und krebserregend sein kann, nicht bald sinken, müssten die Wasserversorger zu teueren Reinigungs- und Aufbereitungsmethoden greifen. Auf eine vierköpfige Familie kämen Mehrkosten von bis zu 134 Euro im Jahr zu, berechnete das UBA in einer Studie.

Im Taunus brauchen sich die Verbraucher aber offenbar keine Sorgen zu machen. Große Teile des Taunus’ werden eigentlich vom Lieferanten Hessenwasser mit Grundwasser versorgt, der es an die örtlichen Versorger liefert. „Unsere Nitratwerte liegen alle deutlich unterhalb des Grenzwerts von 50 Milligramm pro Liter“, beteuert Sprecher Hubert Schreiber: „Da die Werte alle so gering sind, rechnen wir auch erst mal nicht mit einer Preissteigerung aufgrund einer nötigen Aufbereitung wegen zu hoher Nitratwerte.“ 

Auf genaue Zahlen will sich aber niemand festlegen. Einen Durchschnittswert des Nitratgehalts im Wasser des Lieferanten könne man für den Taunus kaum nennen, da es aus verschiedenen Quellen stamme. Es liege aber nicht über 21 Milligramm, sagt Schreiber. Dazu kommt: Selbst wenn das Hessenwasser sauber ist, bevor es beim Verbraucher ankommt, mischen örtliche Versorger noch anderes Wasser hinzu, etwa aus den gemeindeeigenen Brunnen. Wie viel Nitrat also letztendlich im Wasser ist, haben die Kommunen in der Hand. In Bad Soden etwa liegt der Nitratwert bei unter 0,5 Milligramm pro Liter, dafür kostet der Kubikmeter stolze 4,57 Euro. Ändern soll sich dieser Preis nicht. Zugrunde liegt auch nicht die jeweilige Schadstoffbelastung, sondern andere Kostenpunkte, heißt es bei den Wasserwerken. Deren Leiter Stefan Halberstadt verspricht: „Bei solchen Werten muss man sich nicht verrückt machen.

Preise sollen stabil bleiben

Wir sind lieber zu vorsichtig, als zu riskieren, dass einmal etwas passieren könnte.“ Im Vergleich liegt der hessische Durchschnittswert für Leitungswasser aber nur bei 2,03 Euro pro Kubikmeter. Flörsheim wiederum weist einen Nitratwert von 2,7 Milligramm pro Kubikmeter auf. Auch dort sollen die Preise stabil bleiben. „Die Kosten von 2,52 Euro pro Kubikmeter werden sich in Zukunft wohl nicht ändern“, sagt Carina Böcher von den Stadtwerken. Auch in Kronberg sieht man sich quasi als nitratfreie Zone. „Bei uns ist der Wert so gering, dass nichts nachweisbar ist“, sagt Wassermeister Bernd Kapp. 

Das liege wohl an der wenigen Landwirtschaft im näheren Umfeld, vermutet er. Und der Kubikmeter kostet nur 2,50 Euro. Bei den sieben Brunnen in Königstein liegt der Nitratwert schon höher: Rund 7,8 Milligramm pro Liter zeigen die Messgeräte. Beim Wasserbeschaffungsverband (WBV) Taunus liegt der Zähler bei 6,8 Milligram. Der Verband liefert das Wasser für die Städte Bad Homburg, Friedrichsdorf, Königstein, Kronberg, Oberursel, Steinbach und Eschborn. Eine Preissteigerung plant wegen der geringen Werte zur Zeit also kein Versorger. Ausdrücklich ausschließen, will eine Erhöhung aber auch niemand.

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Fotos und Umfrage zum Äppler-Bier: Schmeckt das wirklich?!

„Leicht auf jeden Fall und ziemlich easy zu trinken“, sagt Meron Tekeste aus Frankfurt.
„Leicht auf jeden Fall und ziemlich easy zu trinken“, sagt Meron Tekeste aus Frankfurt. © Janine Drusche
„Ja, doch, schmeckt gut. Ist relativ leicht. Würde ich kaufen“, so Adrian Grünewald aus Frankfurt.
„Ja, doch, schmeckt gut. Ist relativ leicht. Würde ich kaufen“, so Adrian Grünewald aus Frankfurt. © Janine Drusche
„Denen fällt nix mehr ein. Wem’s schmeckt. Mir nicht. Entweder Apfelwein oder Bier! Ich bleib beim Abbelwein, denn Bier mit Apfelwein ist wie Urlaub in Offenbach!“, meint Ulknudel und Stadtverordneter Bäppi la Belle alias Thomas Bäppler-Wolf.
„Denen fällt nix mehr ein. Wem’s schmeckt. Mir nicht. Entweder Apfelwein oder Bier! Ich bleib beim Abbelwein, denn Bier mit Apfelwein ist wie Urlaub in Offenbach!“, meint Ulknudel und Stadtverordneter Bäppi la Belle alias Thomas Bäppler-Wolf. © Janine Drusche
„Interessant, eher Richtung gut tatsächlich“, findet Birgit Liepelt. Ihr Mann Michael sagt: „Es kommt sehr das Bier raus, aber nicht schlecht. Man kann’s trinken„ 
„Interessant, eher Richtung gut tatsächlich“, findet Birgit Liepelt. Ihr Mann Michael sagt: „Es kommt sehr das Bier raus, aber nicht schlecht. Man kann’s trinken„  © Janine Drusche
„Schmeckt gut, sehr erfrischend. Würde ich mir auch kaufen“, freut sich auch Lisa Kibnowski aus Frankfurt. 
„Schmeckt gut, sehr erfrischend. Würde ich mir auch kaufen“, freut sich auch Lisa Kibnowski aus Frankfurt.  © Janine Drusche
„Ja, schmeckt in Ordnung, ist ok. Man schmeckt halt den Äppler mehr als das Bier“, sagt Jerome Schomara aus Frankfurt.
„Ja, schmeckt in Ordnung, ist ok. Man schmeckt halt den Äppler mehr als das Bier“, sagt Jerome Schomara aus Frankfurt. © Janine Drusche
Marie Brüß aus Neu-Isenburg schmeckt‚s: „Doch, ich finde es gut. Also es schmeckt besser als Bier.“
Marie Brüß aus Neu-Isenburg schmeckt‚s: „Doch, ich finde es gut. Also es schmeckt besser als Bier.“ © Janine Drusche
„Um Gottes Willen, pfui! Aber gut, ich probiere. Also gewöhnungsbedürftig, aber ich hab’s mir schlimmer vorgestellt!“, sagt Damar Dag Dolphin aus Frankfurt.
„Um Gottes Willen, pfui! Aber gut, ich probiere. Also gewöhnungsbedürftig, aber ich hab’s mir schlimmer vorgestellt!“, sagt Damar Dag Dolphin aus Frankfurt. © Janine Drusche

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