Prozess

Limburg: Grauenhafter Fund beim Entrümpeln des Kellers in Rucksack

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Eine Frau steht in Limburg vor Gericht, weil sie ihr Baby in einem Müllsack versteckt haben soll.

Limburg: Prozessauftakt um eine junge Mutter (39), die ihr Baby in einen Müllsack gesteckt und in einem Keller versteckt haben soll.

  • Beim Entrümpeln wird eine Babyleiche gefunden
  • Die Mutter behauptet, es habe sich um eine Totgeburt gehandelt
  • Jetzt Prozessauftakt in Limburg

Limburg - Bei dieser Geschichte stellen sich einem die Nackenhaare auf. Eine junge Frau soll ihr eigenes Baby in einen Müllsack gesteckt haben. Dieses Bündel soll die damals 34-Jährige in einen Rucksack gepackt und diesen dann im Keller versteckt haben. Dafür muss sich die Beschuldigte in Limburg vor Gericht verantworten. Über den Vorfall berichtet extratipp.com*.

Limburg: Frau wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Januar 2018. In der Nähe von Limburg entrümpeln mehrere Männer und Frauen ein Kellerabteil. Sie machen einen Fund, den sie so schnell nicht vergessen werden: In einem Rucksack - eingepackt in einer Plastiktüte - eine Babyleiche. Die Mutter des toten Säuglings steht nun vor Gericht. "Ein rechtlich schwieriger Fall", sagte Joachim Herrchen, Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber fnp.de*. Denn es ist nicht zu beweisen, dass das Kind bei der Geburt noch gelebt hatte. Und so lautet die Anklage gegen die heute 39-Jährige lediglich auf versuchter Totschlag. Eine Untersuchung der Leiche ergab nur, dass es sich um einen Jungen gehandelt hat.

Polizei Limburg: Frau soll Kind in einer Wanne zur Welt gebracht haben

Von der Schwangerschaft hatte niemand im Umfeld der Frau etwas mitbekommen. Sie ist bereits dreifache Mutter, alle Kinder - so auch das tote vierte - stammen von unterschiedlichen Vätern. Der Polizei Limburg gegenüber soll sie gesagt haben, dass sie das Kind im Oktober 2015 in einer Badewanne zur Welt gebracht habe. Das Kind habe weder geschrien, noch sich bewegt. Nach weiteren etwa zehn Minuten im Wasser sei sie sicher gewesen, dass das Baby tot gewesen sei. Anschließend habe sie die Totgeburt in Müllbeutel und Rucksack gesteckt. Der Prozess gegen die 39-Jährige beginnt am 1. Oktober. Drei weitere Verhandlungstage sind angesetzt, auch eine Psychiaterin ist geladen.

*extratipp.com und fnp.de sind Teile des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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