Friedens-Demonstration

Kommentar: Die Vernunft ist die beste Waffe!

Jesus hat sich einst getraut, die Gewaltspirale seiner Zeit zu durchbrechen. Daher stand und steht Ostern immer im Zeichen des Friedens. Doch die große Zeit des Rumlatschens und der Friedens-Demonstrationen wie in den 80ern ist vorbei. Doch genau das wäre dringend nötig. Von Axel Grysczyk

Die deutsche Öffentlichkeit müsste kund tun, dass es militärische Entwicklungen gibt, die einen erschaudern lassen. Das Mieten von Drohnen aus Israel, die geplante Stationierung neuer Nuklearpotenziale durch die Nato ab 2020 oder die Steigerung der Rüstungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung. Das wären für Deutschland 30 Milliarden Euro. Geld, das besser in Bildung, Umwelt- und Sozialpolitik investiert wäre.

Dazu gibt es zahlreiche Konflikte direkt vor der Haustür Europas: Syrien, die Ukraine oder die instabile Lage in Nordafrika, zum Beispiel in Libyen oder Tunesien. Dazu laufen die Dauer-Konflikte wie in Afghanistan, Somalia, Jemen, Sudan oder in Ostkongo weiter. Daher: Es gibt keinen Anlass, sich zurückzulehnen und zu meinen, die Bedrohungslage ist nicht mehr so ernst.

Wenn aber bedeutend weniger Menschen bereit sind, für den Frieden auf die Straße zu gehen, die Bedrohung aber ähnlich ist, dann müssen sich die Menschen geändert haben. 1983 nahmen 700.000 Aktivisten an verschiedenen Demos teil, heute sind es noch ein paar tausend. Nur wer aber lautstark kund tut, wie er sich eine friedvolle Welt vorstellt, hat die Chance, sie auch zu verändern. Denn: Mit ein bisschen Mut kann man gegen die Gewaltspirale ein Zeichen setzen.

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