Kommentar 

Griechenland zu einem Fass ohne Boden geworden

Die Renten sollen vom 1. Januar 2019 an um bis zu 18 Prozent gekürzt werden. Vom 1. Januar 2020 an soll der jährliche Steuerfreibetrag von 8636 Euro auf 5700 Euro sinken. Durchatmen – das gilt nicht für uns, sondern für die Griechen. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Insgesamt 140 Forderungen muss Griechenland erfüllen. Daran geknüpft ist die Freigabe der nächsten 8,5-Milliarden-Euro-Finanzhilfe, ansonsten wäre Griechenland – mal wieder – pleite. Die Freigabe einer weiteren Milliarden-Euro-Spritze ist keine Top-Nachricht mehr. Dass Griechenland weiter am Abgrund taumelt und tödlich abzustürzen droht, hat keine Sprengkraft mehr. 

Vor ziemlich genau zwei Jahren gab es vor der Freigabe des damaligen Hilfspakets eine Abstimmung im Bundestag. 83 von 311 CDU/CSU-Abgeordneten haben das Griechenland-Paket damals zurückgewiesen, entweder durch Ablehnung, Enthaltung oder Abwesenheit. Heute regt sich von den damaligen Bedenkenträgern niemand mehr auf. Dabei ist genau das eingetreten, was immer verhindert werden sollte: Griechenland ist zu einem Fass ohne Boden geworden. Eine Lösung des Schulden-Desasters ist außer Sichtweite.

Solange Griechenland nicht erheblich mehr als ein Prozent Wachstum vorzuweisen hat, wird das Land immer in dem gegenwärtigen komatösen Zustand bleiben. Dann liegt es allein in der Hand der Geldgeber, die lebenserhaltenden Maßnahmen aufrecht zu erhalten oder einfach einen Schlussstrich zu ziehen. Die Bundesregierung hat aber ihr Ziel erreicht: Was auch immer sie in dieser Situation machen wird – es interessiert niemanden mehr.

8,5 Milliarden Euro: Frisches Geld für Griechenland.

Urlaub auf der griechischen Insel Astypalea

Typisch griechische Kulisse: Chora ist der Hauptort auf Astypalea. Foto: Verena Wolff/dpa
Typisch griechische Kulisse: Chora ist der Hauptort auf Astypalea. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff
Bienen gibt es viele auf Astypalea - überall sieht man die blauen Kästen der Imker. Foto: Verena Wolff/dpa
Bienen gibt es viele auf Astypalea - überall sieht man die blauen Kästen der Imker. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff
Am Strand von Livadia ist nicht viel los - außer im August, wenn die Griechen selbst auf Astypalea Urlaub machen. Foto: Verena Wolff/dpa
Am Strand von Livadia ist nicht viel los - außer im August, wenn die Griechen selbst auf Astypalea Urlaub machen. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff
Klares Wasser: Astypalea lässt sich auch per Boot erkunden - auf der Suche nach der schönsten Bucht. Foto:
Klares Wasser: Astypalea lässt sich auch per Boot erkunden - auf der Suche nach der schönsten Bucht. Foto: © Verena Wolff
Giorgios stellt Käse aus Ziegenmilch nach Art seiner Vorväter her. Foto: Verena Wolff/dpa
Giorgios stellt Käse aus Ziegenmilch nach Art seiner Vorväter her. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff
Maria Kampouri ist Historikerin und zweite Bürgermeisterin auf Astypalea. Foto: Verena Wolff/dpa
Maria Kampouri ist Historikerin und zweite Bürgermeisterin auf Astypalea. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff
Wenn das Meerwasser in der Sonne verdampft, bleibt Salz zurück - was man wiederum für die Zubereitung der Speisen auf Astypalea verwendet. Foto: Verena Wolff/dpa
Wenn das Meerwasser in der Sonne verdampft, bleibt Salz zurück - was man wiederum für die Zubereitung der Speisen auf Astypalea verwendet. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff
In den Gärten auf Astypalea wachsen Granatäpfel, Weintrauben und Mandarinen. Foto: Verena Wolff/dpa
In den Gärten auf Astypalea wachsen Granatäpfel, Weintrauben und Mandarinen. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff
Die Deutsche Bettina Mohn ist ausgewandert und lebt nun auf Astypalea. Foto: Verena Wolff/dpa
Die Deutsche Bettina Mohn ist ausgewandert und lebt nun auf Astypalea. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff
Chora ist ein schmucker Ort und Zentrum von Astypalea. Foto: Verena Wolff/dpa
Chora ist ein schmucker Ort und Zentrum von Astypalea. Foto: Verena Wolff/dpa © Verena Wolff

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