Kommentar

Kleingärtner werden lieblos abgeschoben

Fußball ist ein Milliardengeschäft. Noch nie war die Dominanz größer als jetzt. Ein Kommentar von Dirk Beutel

Nicht nur Randsportarten werden in den Medien verdrängt, sogar andere Nischenvereine, die eine zum Teil sogar über 100-jährige Tradition haben, können gegen das Geschäft, das der Fußball verspricht, nur wenig ausrichten. So wie die Kleingärtner, Geflügel- und Brieftaubenzüchter in Sprendlingen. Bayern München investiert 70 Millionen Euro in ein Nachwuchszentrum

Der Deutsche Fußballbund will in Frankfurt ein Leistungszentrum für 100 Millionen Euro bauen. Da passt es ins Bild, dass Eintracht Frankfurt mit Hessen Dreieich eine Fußballakademie bauen will, Bürgermeister Dieter Zimmer das für einen Imagegewinn hält und sich eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts verspricht. Dabei übersieht er, welcher Imageschaden für die Stadt entsteht, wenn sie alteingesessene Vereine und deren Mitglieder, die sich dort über Jahrzehnte etwas aufgebaut haben, lieblos abschiebt.

Lesen Sie dazu auf den Artikel „Fußballakademie: Galgenfrist für Dreieichs Kleingärtner

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