Behörden greifen durch

Kinderschänder tarnt sich als Babysitter - dringende Warnung

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Marburg: Ein Babysitter hat sich an einem Kind vergangen.

Marburg: Ein verurteilter Kinderschänder arbeitet als Babysitter - erst jetzt wird das ganze Ausmaß des Grauens bekannt.

  • Ein 21-Jähriger aus Marburg vergeht sich an einem Kind
  • Trotzdem bewirbt er sich als Babysitter
  • Die Staatsanwaltschaft greift zu einem ungewöhnlichen Mittel

Marburg - Horror-Vorstellung für alle Eltern: Eine Familie stellt einen Kinderschänder als Babysitter ein - jetzt wird das ganze Ausmaß des Grauens bekannt. Über den Vorfall aus Marburg berichtet extratipp.com*.

Landgericht Marburg spricht Urteil gegen Kinderschänder

Im Juni 2019 endete vor dem Landgericht Marburg ein Prozess gegen einen 21-Jährigen. Dieser wurde verurteilt, weil er sich als Babysitter an einem Kind vergangen hatte. Auf seinem Rechner wurde ebenfalls einschlägiges Bild- und Videomaterial gefunden. Das Gericht verurteilte den Mann zu acht Monaten Haft. 

Weil er jedoch bereits mehr als ein Jahr eingesessen hatte, ist die Strafe abgegolten. Problematisch: Das Urteil ist Medienberichten zufolge noch nicht rechtskräftig - es steht also nichts dergleichen im Führungszeugnis des Mannes. Nun wird das ganze Ausmaß des Grauens bekannt.

Marburg: Staatsanwaltschaft mit ungewöhnlicher Methode

Die Staatsanwaltschaft Marburg hat sich mit einer ungewöhnlichen Methode an die Öffentlichkeit gewendet, um vor dem Kinderschänder zu warnen. Wie giessener-allgemeine.de* berichtet, ging ein Schreiben an Fachstellen in Marburg und Umgebung, in dem vor dem 21-Jährigen gewarnt wird. Denn: Der Beschuldigte gilt als potenzieller Wiederholungstäter - das bescheinigte ihm ein Sachverständiger vor Gericht. Pikant: Der Kinderschänder soll sich in einer Kita auf ein Praktikum beworben und sich im Netz sowie an schwarzen Brettern als Babysitter angeboten haben.

21-Jahre alter Marburger darf sich Kindern nicht nähern

Wohl deshalb verschickte die Staatsanwaltschaft in Marburg das Schreiben an gleich mehrere Stellen, diese informierten Kitas und Schulen. In der Anordnung heißt es: "Werden in einem Strafverfahren Tatsachen bekannt, deren Kenntnis aus der Sicht der übermittelnden Stelle zur Abwehr einer erheblichen Gefährdung von Minderjährigen erforderlich ist, sind diese der zuständigen öffentlichen Stelle mitzuteilen." Bei dem 21-Jährigen wurde eine sogenannte Intelligenzminderung festgestellt. Darunter versteht man einen IQ von weniger als 69. Der Mann darf sich Kindern unter zehn Jahren nicht nähern.

Bei Gießen wird ein 14-jähriges Mädchen vermisst. Sania verschwand im Landkreis Marburg - der Fund ihres Handys wirft viele Fragen auf.

*extratipp.com und giessener-allgemeine.de sind Teile des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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