„Let’s dance“-Star über ihren Traum und linke Füße

Interview: Motsi Mabuse eröffnet Tanzschule in Eschborn

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Motsi Mabuse erfüllt sich einen Traum: In Eschborn eröffnet der „Let’s dance“-Star eine eigene Tanzschule. 

Eschborn - Motsi Mabuse gehört zu den Lieblingen der RTL-Show „Let’s dance“. Nun erfüllt sich die 36-Jährige einen Traum: In Eschborn eröffnet sie mit Ehemann Evgenij Voznyuk eine Tanzschule. Wir haben mit ihr über Tanzmuffel, Joachim Llambi und Perücken-Fotos gesprochen. Von Kristina Bräutigam

Frau Mabuse, Sie sitzen in der Jury der RTL-Show „Let’s dance“, werden für Show-Tänze gebucht, sind ein gern gesehener Gast auf dem roten Teppich. Warum jetzt noch eine eigene Tanzschule?

Mit dieser Tanzschule erfülle ich mir einen großen Traum. Ich war viel in der Welt unterwegs, habe Erfahrungen gesammelt, viele Tanzschulen gesehen. Ich wollte nicht länger davon abhängig sein, gebucht zu werden. Ich wollte ein zweites Standbein. Jetzt ist die Zeit gekommen. Die letzten Wochen waren sehr aufregend und ich freue mich, wenn es endlich losgeht.

Wieso haben Sie sich als Promi für das beschauliche Städtchen Eschborn entschieden und nicht für die Metropole Frankfurt?

Wir haben große Räume mit tollem Ausblick gesucht und genau diese in Eschborn gefunden. Es hat auch den Vorteil, dass wir nicht weit weg wohnen und Eschborn sehr gut mit dem Auto und der Bahn zu erreichen ist. Außerdem erlaubt die Lage uns auch abends Tanzpartys und Events zu feiern, ohne dass wir Anwohner stören.

Gil Ofarim gewinnt "Let's Dance"

Beim Freestyle als Avatar: Gil Ofarim. Foto: Henning Kaiser
Beim Freestyle als Avatar: Gil Ofarim. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser
Gil Ofarim und Ekaterina Leonova haben sich durchgesetzt. Foto: Henning Kaiser
Gil Ofarim und Ekaterina Leonova haben sich durchgesetzt. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser
Platz zwei für Vanessa Mai und Christian Polanc. Foto: Henning Kaiser
Platz zwei für Vanessa Mai und Christian Polanc. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser
Viele Emotionen: Model Angelina Kirsch und Massimo Sinató. Foto: Henning Kaiser
Viele Emotionen: Model Angelina Kirsch und Massimo Sinató. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser
Mit der Avatar-Performance konnten Gil Ofarim und Ekaterina Leonova punkten. Foto: Henning Kaiser
Mit der Avatar-Performance konnten Gil Ofarim und Ekaterina Leonova punkten. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser
Bei den Juroren Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi saß die Zehn diesmal locker. Foto: Henning Kaiser
Bei den Juroren Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi saß die Zehn diesmal locker. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser
Helene Fischer mit Cap. Foto: Henning Kaiser
Helene Fischer mit Cap. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser
Ein eingespieltes Team: Die Moderatoren Sylvie Meis und Daniel Hartwich. Foto: Henning Kaiser
Ein eingespieltes Team: Die Moderatoren Sylvie Meis und Daniel Hartwich. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser
Trotz verrutschter Zorro-Brille legen Vanessa Mai und Christian Polanc eine prima Performance hin. Foto: Henning Kaiser
Trotz verrutschter Zorro-Brille legen Vanessa Mai und Christian Polanc eine prima Performance hin. Foto: Henning Kaiser © Henning Kaiser

Werden Sie in Eschborn selbst unterrichten?

Ja, mein Mann und ich werden auch selbst unterrichten. Natürlich haben wir auch tolle Tanzlehrer, da wir ja nicht alle unsere angebotenen Kurse selbst unterrichten können. Aber uns ist es sehr wichtig, unsere Energie und die Leidenschaft, die wir fürs Tanzen haben, weiterzugeben.

Haben Sie als Profitänzerin eigentlich einen Lieblingstanz?

Ich würde sagen die Rumba. Der Tanz lässt genug Zeit, um Gefühle zu zeigen. Das mag ich.

Und gibt es einen Tanz, den Sie nicht mögen?

Eigentlich mag ich alle. Im Tutu sehe ich mich nicht. Ballett ist schön anzusehen, aber es ist nichts für mich.

Viele Männer sind Tanzmuffel. Kann auch ein Mann mit zwei linken Füßen ein guter Tänzer werden?

Davon bin ich hundertprozentig überzeugt! Aber die Männer müssen es wollen. Wer sagt ,Ich kann’s nicht’, bei dem wird es schwer. Es gibt auch Menschen, die schon mal getanzt und wegen einer Enttäuschung aufgehört haben. Auch diese Wiedereinsteiger wollen wir vom Spaß am Tanzen überzeugen. „Augen zu und tanzen“, das ist unser Motto.

Ihr Mann Evgenij Voznyuk, den Sie im Juli geheiratet haben und mit dem Sie die Tanzschule gemeinsam leiten werden, ist ebenfalls Profitänzer. Gab es schon mal einen Mann in Ihrem Leben, der nicht tanzen konnte?

Das gab’s noch nie. Die Männer in meinem Leben waren alle Tänzer. Das liegt natürlich daran, dass ich mich seit vielen Jahren in der Szene bewege. Aber diese Männer geben den Frauen viel Aufmerksamkeit. Sie sind fürsorglich, einfühlsam. Vielleicht hat es damit zu tun.

Gibt es einen Promi, mit dem Sie gern mal tanzen würden?

Da fallen mir nur Frauen ein. Barbara Schöneberger oder Michelle Hunziker könnten eine Wow-Performance hinlegen. Die haben das gewisse Etwas, das man beim Tanzen braucht. Die beiden würde ich gern mal bei „Let’s dance“ sehen.

Bei „Let’s dance“ geben Sie Ihrem Jury-Kollegen Joachim Llambi immer ordentlich Contra. Wie verstehen Sie sich hinter den Kulissen?

Wir sind sehr gut befreundet. Das gilt auch für die anderen Kollegen. Wir machen „Let’s dance“ schon so viele Jahre, wir sind mittlerweile wie eine Familie. Wir vertrauen einander und jeder kann seine ehrliche Meinung sagen. Viele sagen immer, ich sei zu positiv, wenn ich die Stars beurteile. Ich will niemanden verletzen, aber ich kann auch kritisch sein, wenn die Performance nicht gut ist. Es geht darum, Menschen zu motivieren. Das will ich auch in meiner Tanzschule zeigen.

Im Juli haben Sie auf Instagram Fotos mit Afro-Frisur veröffentlicht und für einen Riesen-Wirbel gesorgt. Haben Sie damit gerechnet?

Diese Aufregung habe ich wirklich nicht verstanden. Ich bin schon früher im Fernsehen mit Afro aufgetreten. Und ein halbes Jahr später berichten alle Sender darüber, dass ich mich ohne Perücke zeige. Aber ich trage keine Perücke, sondern Extensions. Für afroamerikanische Frauen in Deutschland ist es sehr schwer, die richtigen Produkte oder einen Friseur zu finden. Aber: Wenn ich meine Haare für jeden Termin glätten müsste, würden sie mir irgendwann ausfallen. Deswegen die Extensions. Das hat nichts mit Verstecken zu tun. Nachdem ich das gepostet habe, haben sich viele schwarze Frauen bei mir bedankt, weil ich ihnen aus der Seele gesprochen habe. Am Ende hatte es also was Gutes.

Haben Sie einen Lieblingsplatz im Rhein-Main-Gebiet?

Mein Mann und ich lieben die Natur hier im Main-Taunus-Kreis. Wir wohnen am Wald und gehen viel spazieren. Die Waldgaststätte Viehweide zwischen Kelheim und Hofheim, die finden wir sehr schön.

Sie sind in Südafrika geboren und leben seit Längerem in Hessen. Mögen Sie Apfelwein?

Nein, Apfelwein ist nicht meins. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das noch.

Wenn Sie nicht Tänzerin geworden wären, was würden Sie heute machen?

Mein Vater ist Richter, ich habe Jura studiert. Das hätte ich wohl zu Ende gemacht. Aber ich liebe das Tanzen. Ohne kann ich nicht leben. Tanzen ist für mich kein Job. Es ist mein Leben.

Alle Infos zu Matsi Mabuses neuer Tanzschule

„Motsi Mabuse – Die Taunus-Tanzschule“, Düsseldorfer Straße 40, Eschborn, eröffnet am Samstag, 2. September, von elf bis 18 Uhr mit einem Tag der offenen Tür. Infos und das Kurs-Programm gibt es unter www.motsimabuse-dietanzschule.de.

Motsi Mabuse wird ab September auch öfters in Frankfurt zu sehen sein. Die Wahl-Hessin ist in diesem Jahr die offizielle Botschafterin des Frankfurter Oktoberfests

Beim Tanzen kommt die Fitness von allein

Hip-Hop und Breakdance: Peter "PetAir" Sowinski hat auf der Fibo seine Breakletics vorgestellt. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Hip-Hop und Breakdance: Peter "PetAir" Sowinski hat auf der Fibo seine Breakletics vorgestellt. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Anspruchsvolle Choreografie: Bodyjam von Les Mills wird zu Hip-Hop-Musik getanzt. Foto: Les Mills/dpa-tmn
Anspruchsvolle Choreografie: Bodyjam von Les Mills wird zu Hip-Hop-Musik getanzt. Foto: Les Mills/dpa-tmn © Les Mills
Tanzen wie in den Bollywood-Filmen: Die Choreografien von Bolly X sind aber relativ leicht zu lernen. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Tanzen wie in den Bollywood-Filmen: Die Choreografien von Bolly X sind aber relativ leicht zu lernen. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Discoatmosphäre im Fitnessstudio: Clubbercise wird im Dunkeln zu basslastiger Clubmusik getanzt. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Discoatmosphäre im Fitnessstudio: Clubbercise wird im Dunkeln zu basslastiger Clubmusik getanzt. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Phillip Mills ist Chef des Unternehmens Les Mills, die unter anderem das Workout Sh'Bam im Angebot haben. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Phillip Mills ist Chef des Unternehmens Les Mills, die unter anderem das Workout Sh'Bam im Angebot haben. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser

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