Nachwuchs wird langsam flügge

Huhu, Uhu! Vögel haben Burgruine in Königstein weiter fest im Griff

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Die Uhu-Mama kommt regelmäßig vorbei, um den Nesthocker zu füttern. 

Eine Uhu-Familie hat sich in der Burgruine in Königstein eingenistet. Jetzt werden die kleinen Eulen langsam flügge. Die Stadt hat deshalb ein Hundeverbot auf der Burgruine angeordnet. Zur Sicherheit der Vierbeiner.

Königstein – Seit dem Frühjahr hält eine Uhu-Familie Königstein auf Trab. Die Tiere hatten sich in der Burgmauer im Innenhof eingenistet. Inzwischen sind drei kleine Uhus geschlüpft. Seitdem begeistern sie Vogelfreunde aus der ganzen Region. Die Stadt hatte den Bereich der Burgruine zunächst für Besucher gesperrt, vom Burgturm sowie über eine Webcam können die Tiere aber beobachtet werden. Umso größer war der Schock, als Mitte Mai mitten in der Nacht plötzlich eines der Jungtiere aus dem Nest fiel. Wohlbehalten konnten Experten den Nachwuchs aber auf dem Boden in einem Gebüsch versteckt entdecken. Hier wurde er von seinen Eltern weiter gefüttert. Wenige Tage später folgte ihm sein Bruder oder seine Schwester: Dem Anschein nach eher unfreiwillig stolperte die kleine Eule aus dem Nest. Sie verschwand zunächst im Keller direkt unter dem Nest, traute sich dann aber kurz darauf ins Freie. Hier machte es sich in aller Ruhe in Richtung Fanfarenkeller auf, wo es erst mal unelegant die Treppen runter stolperte.

Dieses Uhu-Kind ist erstmal in den Keller der Burg gestürzt und schaute dann überrascht heraus. 

Inzwischen sind die beiden Jungvögel kurz flügge geworden und flatterten vor kurzem zumindest über die Burgmauern in den Burghain. Seitdem sitzen die zwei hier im Dickicht und erkunden ihre Umgebung. Ihr Geschwisterchen dagegen ist weniger mutig: Nach wie vor macht es sich ein Nachwuchs-Uhu im Nest in der Burgmauer bequem.

Und die Eltern haben alle Schnäbel voll zu tun. Bis die drei Kleinen nämlich richtig flugfähig und damit in der Lage sind, sich selbst versorgen zu können, dauert es noch ein paar Monate. Also wollen die Jungvögel natürlich weiterhin gefüttert werden. Das bedeutet viel Arbeit für Mama- und Papa-Uhu – der Nachwuchs muss schließlich auch noch 24 Stunden am Tag bewacht werden.

Das wiederum hat zur Folge, dass mögliche Feinde sofort von den beiden Eltern angegriffen werden könnten. Die Stadt Königstein hat deshalb vorsorglich ein Hundeverbot auf der Burg angeordnet. Auch angeleint dürfen Besitzer ihre Vierbeiner nicht mit auf das Gelände bringen. Das Verbot der Stadt gilt so lange, bis alle Jungvögel die Burg und den Burghain verlassen haben. Doch damit rechnen Experten frühestens Mitte August. (jo/red)

Interessierte können die Uhu-Familie per Webcam unter www.koenigstein.de rund um die Uhr beobachten.

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