Von unplattbaren Reifen bis zum Schloss per Smartphone

High-Tech fürs Fahrrad: Das sind die besten Systeme

Carsten Wolf, stellvertretender Filialleiter des Fahrradhändlers B.O.C in Frankfurt, zeigt ein Fahrrad-Navigationssystem.
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Carsten Wolf, stellvertretender Filialleiter des Fahrradhändlers B.O.C in Frankfurt, zeigt ein Fahrrad-Navigationssystem.

Region Rhein-Main - Der Sommer ist in vollem Gange, die Fahrrad-Saison brummt. Doch der normale Drahtesel tut's schon lange nicht mehr. Fahrradfahren funktioniert heute mit High-Tech-Unterstützung. Der EXTRA TIPP stellt die besten Systeme vor. Von Chiara Kaldenbach

Cobi-System

Freisprechfunktion, Navigationssystem, Klingel, Lichtsensor sowie eine integrierte Alarmanlage – und das alles in einem System. Hört sich unglaublich an, ist aber wahr. Carsten Wolf, stellvertretender Filialleiter vom Fahrradhändler B.O.C in Frankfurt, stell das sogenannte „Cobi“ vor. Zur Nutzung benötigt man ausschließlich ein Smartphone. Dieses wird in einer Halterung am Lenker befestigt und via Bluetooth mit der Cobi-Station verbunden. Der Funktionsumfang wird dadurch erweitert. So kann man sowohl Musik als auch das Navigationssystem mit Wettervorhersagen, Herzfrequenz-, Geschwindigkeits-, und Streckenmessung nutzen. 

Das neue Gerät soll Radfahrern in Zukunft mehr Sicherheit und Komfort bieten. Auch bei Fahrrad Denfeld in Bad Homburg ist man von dem System begeistert. Marc Denfeld sagt: „Es ist vor allem für Menschen gedacht, die neuer Elektronik offen gegenüber stehen.“ Der Preis liegt zwischen 280 und 350 Euro je nach Ausstattung.

Alleskönner: Das Cobi-System kombiniert Freisprechfunktion, Navi, Klingel, Lichtsensor und Alarmanlage.

Unplattbare Reifen

Ob Scherben oder Nägel – die unplattbaren Reifen halten so gut wie allem stand. Obwohl sie nicht wortwörtlich unplattbar sind, sind sie doch extrem widerstandsfähig. Sie bestehen aus einem Pannenschutzgürtel mit Spezialkautschuk. Carsten Wolf von B.O.C empfielt, grundsätzlich ein paar Euro mehr dafür auszugeben, statt flicken zu müssen. Ein Reifen mit High-Tech-Kautschuk kostet zwischen 30 und 40 Euro.

Sitzbreitenmesser

 Das Gerät kommt beim Sattelkauf zum Einsatz. Es vermisst den Po und die Stellung der Sitzknochen. Aufgrund der Werte kann dann ein perfekt abgestimmter Sattel gewählt werden. Wolf sagt: „Das ist besonders bei langen Radtouren wichtig.“

Reine Fahrrad-Navigationssysteme

Diese Outdoor-Navis kann man fürs Fahrradfahren, aber auch für das Skifahren, Segeln und Wandern nutzen. Carsten Wolfs Liebling ist das „Tahuna Navigationssystem“. Es sei besonders gut für lange Radtouren geeignet. Auch bei Zweirad Stadler in Frankfurt empfiehlt Niederlassungsleiter Jürgen Welz gerne diese Navigationslösungen. Solche Navis speichern gefahrene Routen und können sogar den Fitnesszustand während der Fahrt überprüfen. Zwischen 129 und 300 Euro kostet ein solches Fahrrad-Navi.

Smart-Lock-Schloss

Keine Schlüsselsuche und keine vergessenen Zahlencodes mehr – sogenannte Smart-Lock-Schlösser lassen sich einfach mit dem Smartphone per Funk entriegeln. Die Hightech-Schlösser sind ab 100 Euro erhältlich.

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Fotos: Das gehört zum Fahrrad-Frühjahrscheck

Als erstes sollte man sein Fahrrad ganz grob von Staub und Dreck säubern. Entweder schnappt man sich einen Lappen mit Spüli oder speziellen Fahrrad-Reiniger oder man braust das Rad mit einem normalen Gartenschlauch ab. Aufgepasst! Niemals darf man dafür einen Hochdruckreiniger verwenden. Denn sonst wird das Fett aus den Kugellagern heraus geschwemmt und das Fahrrad ist defekt. © oh
Dann werden alle Schraubverbindungen geprüft und nachgezogen. Wichtig sind vor allem die Lenkerschrauben. Das kann sonst beim Fahren eine böse Überraschung geben. Anschließend die Bremsen aushängen und die Klötze auf Verschleiß prüfen und gegebenenfalls austauschen. © oh
Wenn eine Lichtanlage angebracht ist, dann muss diese ebenfalls auf Defekte überprüft werden. © oh
Ganz wichtig ist nach der langen Winterpause auch eine Kettenpflege des Fahrrades. Die Kette muss zunächst gründlich mit einem Lappen gesäubert werden. © oh
Dafür gibt es im Fachhandel speziellen Kettenreiniger. Allerdings kann auch normales Spüli verwendet werden. © oh
Nach dem Reinigen muss die Kette aber auf jeden Fall wieder eingeölt werden, damit sie durch Regen und Feuchtigkeit nicht anfängt zu rosten. © oh
Brems- oder Schaltzügel kontrollieren, indem man kurz die Bremse oder den Gang betätigt und guckt, ob der Schaltzug oder der Hebel sich entlastet und wieder in die Ausgangsposition zurückgeht oder, ob er anfängt zu haken. Auch ob die Leitungen gerissen oder porös sind, sollte man inspizieren. © oh
Zum Schluss: Luftdruck. Beim Trecking Rad sollte er zwischen 3,5 und vier und bei einem Mountainbike zwischen 2,5 bis drei Bar sein. © oh

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