Besonderer Dank an den Initiator von „Hilfe für Eritrea"

Bischof aus Eritrea ehrt Heinz Schiedhering

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Große Ehre: Der afrikanische Bischof mit den Schiedherings.

Frankfurt - Heinz Schiedhering ist der Hilfskoordinator der „Hilfe für Eritrea“. Hunderte EXTRA TIPP-Leser haben dieser Initiative mit Sachleistungen und Geld bereits geholfen. Nun gab es einen ungewöhnlichen Dank zurück. Von Axel Grysczyk

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Insgesamt 46 Schiffs-Container mit Hilfsgütern für Eritrea hat Heinz Schiedhering in den vergangenen 20 Jahren organisiert. Dazu sammelt er jedes Jahr mindestens 20.000 Euro, um Medizin für zwei Krankenhäuser in Enghela und Feledareb zu kaufen. Außerdem ist durch sein Engagement der Bau von mehreren Ausbildungszentren für Frauen und Kitas möglich geworden. Seit mehr als drei Jahren hat der EXTRA TIPP die „Hilfe für Eritrea“ aus Heusenstamm zu seinem Partnerprojekt gemacht.

Da Eritrea zur Hälfte christlich ist, wirken auch vier Bischöfe in dem ostafrikanischen Land. „Ich hörte, dass der Bischof, der für das Gebiet Enghela zuständig ist, in Deutschland weilt, und lud ihn ein“, sagt Schiedhering. Doch Menghistab Tesfamariam hatte zu viele Termine. Da er auf seiner Durchreise kurz Station in Frankfurt-Griesheim machen werde, könnten sich beide dort kurz sehen, schlug er vor. Die dortige St. Hedwig-Gemeinde ist die Hochburg von Eritreern im Rhein-Main-Gebiet. Schiedhering: „Meine Frau und ich fuhren am vergangenen Sonntag zur Messe um 14 Uhr. Rund 400 Eritreer waren in der Kirche, wir waren die einzigen beiden Weißen.“

Weltweit deutlich weniger Menschen unterernährt

Der Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren sank von 8,2 auf 4,9 Prozent. Dennoch starben in den vergangenen 15 Jahren immer noch etwa 600.000 Menschen bei Hungersnöten. Foto: Farooq Khan
Der Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren sank von 8,2 auf 4,9 Prozent. Dennoch starben in den vergangenen 15 Jahren immer noch etwa 600.000 Menschen bei Hungersnöten. Foto: Farooq Khan © Farooq Khan
Vor allem Afrika und Südasien sind weiterhin von Hungersnöten betroffen. Foto: Unicef/Archiv
Vor allem Afrika und Südasien sind weiterhin von Hungersnöten betroffen. Foto: Unicef/Archiv © unicef
Mit Stacheldraht umrankte Einkaufswagen vor dem Reichstag: Die Aktion sollte darauf hinweisen, dass Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu Grundnahrungsmitteln haben. Foto: Lukas Schulze/Archiv
Mit Stacheldraht umrankte Einkaufswagen vor dem Reichstag: Die Aktion sollte darauf hinweisen, dass Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu Grundnahrungsmitteln haben. Foto: Lukas Schulze/Archiv © Lukas Schulze
In vielen Flüchtlingslagern rund um Syrien ist die Versorgungslage sehr schlecht. Foto: Jörg Carstensen/Archiv
In vielen Flüchtlingslagern rund um Syrien ist die Versorgungslage sehr schlecht. Foto: Jörg Carstensen/Archiv © Jörg Carstensen
Auch durch den längjährigen Konflikt im Südsudan sind viele Menschen auf der Flucht und unterversorgt. Foto: Hanbit Unit/Archiv
Auch durch den längjährigen Konflikt im Südsudan sind viele Menschen auf der Flucht und unterversorgt. Foto: Hanbit Unit/Archiv © Hanbit Unit / Handout
Wenn weltweit ein Viertel weniger Nahrungsmittel im Abfall landeten, könnten Hunderte Millionen hungernde Menschen ausreichend ernährt werden, hat die UN-Agrarorganisation berechnet. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Wenn weltweit ein Viertel weniger Nahrungsmittel im Abfall landeten, könnten Hunderte Millionen hungernde Menschen ausreichend ernährt werden, hat die UN-Agrarorganisation berechnet. Foto: Patrick Pleul/Archiv © Patrick Pleul

Der Bischof konnte zunächst mit den Schiedherings nichts anfangen. Er würde ihn nicht kennen, hatte er am Telefon gesagt. Erst als der 83-Jährige aus Heusenstamm seinen Vornamen nannte, sprudelte es aus dem Bischof heraus. „Ahh, Mister Heinz, natürlich kenne ich Sie. Sie haben schon so viel für Eritrea getan“, sagte er und zählte die vielen Unterstützungs-Leistungen auf.

Als der Bischof in die voll besetzte Kirche einzog, lächelte er Mister Heinz an. Der hatte mit dem 15-jährigen Sidon Ase einen Übersetzer dabei. Doch kurze Zeit später konnte der ihm nicht mehr helfen. Der 65-jährige Bischof bat die Schiedherings zum Altar, direkt an seine Seite. Dann richtete er eine Rede an seine (Ex-)Landsleute. Die Schiedherings verstanden nichts. 

Applaus wie im Fußballstadion 

Am Ende standen alle Eritreer, applaudierten, johlten. „Es war wie im Fußballstadion“, sagte Mister Heinz. Der Jubel hielt lange an. Der Bischof hatte erzählt, was Schiedhering und seine vielen Unterstützer für Eritrea getan haben. Und damit ging der Dank auch an alle Helfer und Spender. „Ich war sehr gerührt“, sagte Schiedhering.

Doch damit nicht genug. Nach der Messe gab es in einem abgetrennten Teil der Kirche ein Essen für die Schiedherings. 200 Eritreer nahmen teil und zollten ihnen ihren Respekt, dankten ihnen, schüttelten ihnen die Hände. Für die gläubigen Schiedherings ein nicht alltäglicher Besuch in einer Kirche.

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Der Nationalpark Mana Pools liegt im Nordwesten Simbabwes am Sambesi-Fluss. Er ist bei Touristen vor allem für seine Tierwelt bekannt, es gibt Löwen und Elefanten zu bestaunen – allerdings sind beide durch Wilderei und landwirtschaftliche Nutzung gefährdet. Grafik: dpa-infografik GmbH Foto: dpa-infografik GmbH
Der Nationalpark Mana Pools liegt im Nordwesten Simbabwes am Sambesi-Fluss. Er ist bei Touristen vor allem für seine Tierwelt bekannt, es gibt Löwen und Elefanten zu bestaunen – allerdings sind beide durch Wilderei und landwirtschaftliche Nutzung gefährdet. © dpa-infografik GmbH

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