Halbfinale: Löwen schaffen Quali

So sieht das Siegesgebrüll von Löwe Ilya Andryukhov aus: Seine Mannschaft hat sich fürs Halbfinale qualifiziert. Foto: Hübner

Mit dem vierten Sieg gegen Crimmitschau haben sich die Löwen Frankfurt für das Playoff-Halbfinale um die Meisterschaft der Zweiten Liga qualifiziert. Von Uwe Lange

Frankfurt – Am kommenden Mittwoch (3. April 2019, 19.30 Uhr) starten die Schützlinge von Coach Matti Tiilikainen zuhause in die nächste Best-of-seven-Serie, brauchen somit erneut vier Erfolge um in die Finalspiele über die Osterfeiertage einzuziehen.

Doch das klare 4:1 (3:1/5:4/2:0/1:5/7:4) im Viertelfinale über die tapferen Eispiraten täuscht indes etwas über den tatsächlichen Ablauf der fünf Partien.

Das Team aus Crimmitschau wehrte sich zwar mit Händen und Füßen gegen den Klassenprimus vom Main, der von seiner großen Kadertiefe lebte, mit seinen vier fast gleichwertigen Reihen dem David aus den Osten immer wenn es eng wurde, jedoch dessen Grenzen aufzeigte. Die Löwen mussten nicht einmal ihr bestes Hockey abrufen, um die nächste Runde zu erreichen, die sogenannten Leistungsträger der Frankfurter blieben in den fünf Partien oft blass, dagegen zeigten die Jungspunde im Kader ihr wachsendes Potenzial.

Erschreckend besonders das Überzahlspiel gegen den Tabellenzehnten in den ersten vier Partien, eine Quote von 5,6 Prozent bedeutete Welten zu den über 20 Prozent, die ein effektives Spitzenteam erreicht. Auch in Unterzahl liegt man nur im durchschnittlichen Bereich, aber gerade in den sogenannten „Special Teams“ werden enge Meisterschaftsspiele oft entschieden.

Ebenso fällt auf, dass sich die Unterschiedsspieler und Leistungsträger der Hessen nicht einmal unter den Top 20 der Scorerliste befinden, ihre bis dato fehlende Effizienz in den fünf Begegnungen gegen die Westsachsen jedoch abgefangen werden konnte.

Der finnische Löwen-Coach gab seinen siegreichen Cracks zunächst ein paar Tage frei, will deren Köpfe vor den kommenden schwereren Aufgaben freimachen. „Jetzt ist Regeneration wichtig, denn jedes der vier Halbfinal-Teams kann auch Meister werden. Und das sollen die Löwen sein“ bleibt der Mann an der Bande bei seiner Prognose, wohl wissend dass ab sofort Kleinigkeiten den Unterschied im Kampf um den Pokal ausmachen.

Wer sein Team unter die letzten Vier begleiten wird, entscheidet sich an diesem Sonntag in den entscheidenden siebten Partien Kaufbeuren gegen Weißwasser und Meister Bietigheim gegen Dresden. Somit könnte es zu den Duellen Frankfurt gegen Dresden, alternativ Löwen gegen den Sieger aus Kaufbeuren/Weißwasser kommen, da das Team aus Mainhattan immer die am schlechtesten platzierte Mannschaft der Hauptrunde erwartet.

Youngster Max Eisenmenger (20 Jahre), eine der positiven Überraschungen der Saison weiß die kommenden Wochen einzuordnen: „Jetzt müssen wir unser bestes Hockey abrufen, dürfen keine Fehler mehr machen, denn die werden in den Playoffs gnadenlos bestraft!“

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