Projekt an Goethe-Uni sahnt ab 

Frankfurter Papier-Pilze erhalten Umweltpreis

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Die Papier-Pilze an der Goethe-Uni: Michelle Weber, Louisa Jahn, Christin Fuks, Nadya Abbood, Stefanie Thiele und Zoë Lange.

Frankfurt – Engagement für die Umwelt zahlt sich aus: Das durfte die zwei Jahre alte Studenteninitiative „Papier-Pilze“ erleben. An der Goethe-Uni sammeln sie einseitig beschriebenes Papier und verwandeln es in Blöcke. Jetzt bekamen sie dafür einen Preis. Von Janine Drusche

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Sie sammeln einseitig bedrucktes Papier und binden es zu neuen Blöcken: Für ihr Recycling-Projekt hatte sich die studentische Gruppe „Papier-Pilze“ auf den Bruno-H.-Schubert-Preis für Natur- und Umweltschutz beworben – und gewonnen: „Dass wir jetzt ausgezeichnet werden, hat eigentlich keiner erwartet“, sagt Mitglied Nadya Abbood. Umso größer ist die Freude: „Wir freuen uns, dass wir in der dritten Kategorie, also für junge Menschen und deren Leistungen für die Umwelt, gewonnen haben.“ 2500 Euro bekommen die Studenten für die Auszeichnung. 

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„Das Geld investieren wir in die Blöcke“, sagt Abbood: „So können wir sie weiterhin kostenlos anbieten.“ Die rund 15-köpfige Studenten-Gruppe wurde vorher vom Deutschlandstipendium unterstützt, hat sich aber gerade davon gelöst. „Die finanzielle Unterstützung ist also sehr gut für uns, denn wir müssen ja Schneidemaschinen, Spiralen für Blöcke und auch unsere Homepage bezahlen“, sagt Abbood. Es gäbe also noch viel zu investieren – vor allem auch Zeit: „Wegen des Datenschutzes müssen wir jedes Blatt sichten, damit keine privaten Daten an die Öffentlichkeit geraten“, sagt die Studentin. 

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Die Arbeit habe sich bisher aber auf jeden Fall gelohnt: Insgesamt 25.000 einseitig bedruckte Blätter haben die Umweltschützer bereits durchgesehen und daraus 650 Blöcke gebunden. In diesem Jahr haben im ersten Semester zwei Aktionstage zum Selbstbinden der Blöcke stattgefunden. „Der nächste wird im November sein. Wann genau, wissen wir noch nicht. Sicher ist aber, dass im nächsten Monat wieder gebunden wird“, freut sich Nadya Abbood.

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