Ablenkung von der Horror-Welt

Good-News-App: Frankfurter verschicken Freude

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Julia Schlecker-von Kelterborn und ihr Mann Mario von Kelterborn.

Frankfurt – Krieg, Unfälle, Umweltkatastrophen, Trump regiert die USA: Zu viele Schreckensnachrichten, findet das Ehepaar Kelterborn. Deshalb haben die Frankfurter die App „Good News“ kreiert: Um per Nachricht Sonne in die Herzen zu bringen. Von Janine Drusche

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„Wir haben irgendwann festgestellt, dass man am Morgen nach dem Aufstehen immer nur schlechte Nachrichten zu lesen bekommt“, sagt Julia Schlecker-von Kelterborn. Der Tag habe mit dem Blick aufs Handy sofort mit Krieg und Katastrophen angefangen. Zusammen mit ihrem Mann beschließt sie, das zu ändern – und zwar nicht nur für sich selbst. „Vor etwa einem Jahr haben wir uns vorgenommen, den Tag fröhlicher beginnen zu lassen. Und zwar über Nachrichten, die täglich per App aufs Handy kommen“, erinnert sich Mario von Kelterborn an die Geburt der Idee zur Good-News-App. Und die gibt es jetzt seit Februar kostenlos herunterzuladen.

2000 Abonnenten haben die beiden schon, die sich nun jeden Tag über vier schöne, nette, erfreuliche oder auch skurril-witzige Nachrichten und einen tollen Fakt freuen dürfen. Drei bis vier Stunden arbeiten die Kommunikationsexpertin und der Unternehmer täglich an den Nachrichten, etwa zehn Software-Firmen stehen hinter dem Herzensprojekt des Frankfurter Ehepaares. „Geld wollen wir damit nicht verdienen, auch wenn die App viel gekostet hat“, sagt Mario von Kelterborn: „Sie ist eher eine riesengroße Spende fürs Wohlfühlen der Leute.“

Das Handy als Wegweiser: nützliche Apps für Autofahrer

Die App Bußgeldrechner 2016 berechnet etwaige Bußgelder, die aufgrund von Verstößen im Straßenverkehr auf den Fahrer zukommen können. Foto: Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V
Die App Bußgeldrechner 2016 berechnet etwaige Bußgelder, die aufgrund von Verstößen im Straßenverkehr auf den Fahrer zukommen können. Foto: Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V © Bürgernahe Verkehrspolitik
Tank-Apps wie clever-tanken.de zeigen auf einer Karte die günstigsten Benzinpreise im Umkreis an. Foto: clever-tanken.de
Tank-Apps wie clever-tanken.de zeigen auf einer Karte die günstigsten Benzinpreise im Umkreis an. Foto: clever-tanken.de © clever-tanken.de
Bei einem Unfall oder einer Panne können Autofahrer mit Apps wie der AvD Pannenhilfe Daten festhalten oder Untersütztung anfordern. Foto: AvD
Bei einem Unfall oder einer Panne können Autofahrer mit Apps wie der AvD Pannenhilfe Daten festhalten oder Untersütztung anfordern. Foto: AvD © AvD
Eine Navigationshilfe im Auto ist für viele Fahrer unverzichtbar. Die kostenlose App Google Maps kann eine Option sein. Screenshot: Google Foto: Google
Eine Navigationshilfe im Auto ist für viele Fahrer unverzichtbar. Die kostenlose App Google Maps kann eine Option sein. Screenshot: Google Foto: Google © Google
Wo kann ich parken? In größeren Städten helfen Apps wie Parkda bei der Parkplatzsuche. Screenshot: Seewes UG Foto: Seewes UG
Wo kann ich parken? In größeren Städten helfen Apps wie Parkda bei der Parkplatzsuche. Screenshot: Seewes UG Foto: Seewes UG © Seewes UG
Für dringend benötigte Pausen gibt es Apps wie den Toiletten Scout, in dem nahegelegene Toiletten zu sehen sind - inklusive Nutzerbewertung. Foto: Christof Lange
Für dringend benötigte Pausen gibt es Apps wie den Toiletten Scout, in dem nahegelegene Toiletten zu sehen sind - inklusive Nutzerbewertung. Foto: Christof Lange © Christof Lange
Mit Apps wie blitzer.de kann man sich auf mobile und feste Raserfallen hinweisen lassen. Foto: Eifrig Media GmbH
Mit Apps wie blitzer.de kann man sich auf mobile und feste Raserfallen hinweisen lassen. Foto: Eifrig Media GmbH © Eifrig Media GmbH

„Es geht uns viel mehr darum, die Menschen zu erreichen“, freut sich seine Frau. Deshalb schreibt das Paar seine Nachrichten auch selbst. „Die News laufen bei uns nicht automatisch ein. Sie sind handgemacht und das fühlen unsere Leser, glaube ich, auch“, sagt die 46-Jährige. Die App, deren Logo einen Hund zeigt, der gute Nachrichten erschnüffelt, lebe von der Menschlichkeit. „Wir wollen die Welt nicht besser darstellen, als sie ist. Wir sind auch in keinster Weise naiv, aber wir wollen eben nicht nur auf das Schlechte schauen“, sagt Mario von Kelterborn.

Katzenklo für Menschen mit Blumen drauf

Eine der liebsten Nachrichten Julia Schlecker-von Kelterborns ist die über eine Bibliothek der Dinge in Tel-Aviv: „Da kann man sich Alltagsgegenstände wie einen Föhn oder eine Bohrmaschine ausleihen. Das ist doch mal eine wirklich nette Geschichte.“ Ihr Mann Mario mag die Geschichte von einer öffentlichen Toilette in Paris: „Die haben da quasi ein Katzenklo für Menschen mit Blumen drauf aufgestellt“, erzählt der 47-Jährige.

Einmaleins der Smartphone-Hüllen

Flipcases bieten neben Schutz für das Telefon auch Platz für Kreditkarten oder ähnliches. Foto: Franziska Gabbert
Flipcases bieten neben Schutz für das Telefon auch Platz für Kreditkarten oder ähnliches. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert
Smartphone im freien Fall: Damit es keine bleibenden Schäden gibt, sollte es in einer schützenden Hülle stecken. Foto: Franziska Gabbert
Smartphone im freien Fall: Damit es keine bleibenden Schäden gibt, sollte es in einer schützenden Hülle stecken. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert
Ob bunte Plastikhülle, stabiler Bumber, Gummihülle oder Flipcase aus Leder - Schutz für das Smartphone hat viele Formen. Foto: Karolin Krämer
Ob bunte Plastikhülle, stabiler Bumber, Gummihülle oder Flipcase aus Leder - Schutz für das Smartphone hat viele Formen. Foto: Karolin Krämer © Karolin Krämer
Manche Hüllen schützen die Kanten, andere machen das Telefon einfach nur griffiger oder schützen vor Kratzern. Foto: Karolin Krämer
Manche Hüllen schützen die Kanten, andere machen das Telefon einfach nur griffiger oder schützen vor Kratzern. Foto: Karolin Krämer © Karolin Krämer
Wenn es dann doch mal fällt, ist es gut, wenn das Smartphone in einer stabilen Hülle steckt. Foto: Franziska Gabbert
Wenn es dann doch mal fällt, ist es gut, wenn das Smartphone in einer stabilen Hülle steckt. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert

Etwa eine Minute dauert es, eine Good News zu lesen. „Wir wollen die großen Medien nicht ersetzen, sondern ein Zusatz sein, der Spaß macht“, sagt Julia Schlecker-von Kelterborn. „Es geht darum, die Dinge ins rechte Licht rücken, zu zeigen, dass es immer zwei Seiten einer Nachricht gibt. Dresden zum Beispiel ist noch lange kein brauner Sumpf, nur weil da ein paar Rechte auf die Straße gehen“, sagt ihr Mann. 

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SOS vom Smartphone: Das Mobiltelefon als Nothelfer

Nach dem Alarm sollen bei "Mein Notruf" Mitarbeiter in der Rettungszentrale anhand des lokalisierten Standorts und persönlicher Daten passende Hilfe organisieren können. Foto: Mein-Notruf GmbH
Nach dem Alarm sollen bei "Mein Notruf" Mitarbeiter in der Rettungszentrale anhand des lokalisierten Standorts und persönlicher Daten passende Hilfe organisieren können. Foto: Mein-Notruf GmbH © Mein-Notruf GmbH
Mit einem Klick auf den roten Alarm-Button setzt man bei der App "Mein Notruf" einen Notruf ab, ohne dass man sprechen muss. Foto: Mein-Notruf GmbH
Mit einem Klick auf den roten Alarm-Button setzt man bei der App "Mein Notruf" einen Notruf ab, ohne dass man sprechen muss. Foto: Mein-Notruf GmbH © Mein-Notruf GmbH
Einige Notfall-Apps wie etwa der Schweizer Anbieter "Uepaa!" leiten Notrufe an eine eigene Rettungszentrale weiter. Foto: Uepaa AG
Einige Notfall-Apps wie etwa der Schweizer Anbieter "Uepaa!" leiten Notrufe an eine eigene Rettungszentrale weiter. Foto: Uepaa AG © Uepaa AG
Die App "Protegon SOS" löst bei Alarm die Kamera des Smartphones aus und schickt das Foto an die interne Rettungszentrale. Foto: Protegon SOS
Die App "Protegon SOS" löst bei Alarm die Kamera des Smartphones aus und schickt das Foto an die interne Rettungszentrale. Foto: Protegon SOS © Protegon SOS
Mit der "Uepaa!"-App kann man seinen Weg nachverfolgen. Nutzer können eigenständig Wegmarken setzen - und anhand der Punkte ihre Orientierung zurückgewinnen. Foto: Uepaa AG
Mit der "Uepaa!"-App kann man seinen Weg nachverfolgen. Nutzer können eigenständig Wegmarken setzen - und anhand der Punkte ihre Orientierung zurückgewinnen. Foto: Uepaa AG © Uepaa AG

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