Mieter bekommen falsches Konto übermittelt / Kripo ermittelt

Frankfurt: Versuchter Massen-Betrug an Mietern der ABG

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Ist das Schreiben echt oder ein Betrug? Die Mieter der ABG kamen da echt ins Zweifeln

Region Rhein-Main – Betrüger haben Anschreiben der Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG gefälscht und die Mieter aufgefordert, künftige Zahlungen an dubiose Konten zu tätigen. Das Kuriose: Die Briefe waren nahezu perfekte Kopien der original ABG-Anschreiben.

Riesenschreck bei den Mietern der ABG. Verteilt über das Rhein-Main-Gebiet hatten sie vergangene Woche auf einmal Post von ihrer Wohnungsbaugesellschaft im Briefkasten. Darin bittet angeblich die ABG darum, zukünftige Zahlungen an das Unternehmen ausschließlich an ein Konto der Deutschen Bank zu tätigen. Die Begründung: Man wolle den Wettbewerb zwischen den Banken fördern und habe deshalb den Wechsel veranlasst.

Briefe vom Original nicht zu unterscheiden

Das Perfide dabei: Selbst bei genauem Hinsehen war nicht zu erkennen, dass es sich bei den Schreiben um Fälschungen handelte. Sogar die Briefumschläge waren im typischen ABG-Design und vom Original kaum zu unterscheiden. Dennoch regte sich schnell Misstrauen bei den Mietern etwa der Hafeninsel in Offenbach. Sie informierten sofort die ABG. Deren Geschäftsführer Frank Junker fiel aus allen Wolken: „Wir wussten seit Montagmorgen von dem Vorfall und haben sofort reagiert. Es handelt sich natürlich um eine Fälschung. Wir würden den Wechsel einer Bankverbindung niemals auf diese Weise mit unseren Mietern kommunizieren.“

Dieses angebliche Schreiben der ABG wurde massenhaft verschickt

 Auch Junker ist geschockt, wie gut die Fälschungen gemacht waren: „Da hat jemand richtig viel Aufwand betrieben“, sagt er. „Sogar die Bankverbindung im Kleingedruckten wurde perfekt abgeändert.“ Und sogar Namen von Mitarbeitern seien in den Briefen angegeben worden.

Anzeige gegen unbekannt

Was keiner bisher begreifen kann: „Es wurden als Zielkonten ein Konto der Deutschen Bank in Essen, eines der Sparkasse Fulda und eines einer Bank in Helsinki angegeben. Wir haben natürlich sofort die Banken darüber informiert und Anzeige bei der Polizei erstattet.“ Die ermittelt unterdessen gegen unbekannt. Wie schnell die Täter ermittelt werden können, vermag niemand zu sagen. Laut Polizei stehen die Chancen aufgrund der verschiedenen Konten aber gar nicht so schlecht. Die ABG jedenfalls rät ihren Mietern nun in einem Anschreiben zur Vorsicht und klärt den Betrug auf. Junkers Appell an seine Mieter: „Überweisen Sie auf keinen Fall Geld an ein solches Konto.

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