Fraport zieht Pläne vor

Frankfurt: Neuer Flugsteig für Billigflieger kommt früher

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Frankfurt - Um stärker vom Boom der Billigflieger zu profitieren, will der Frankfurter Flughafen deutlich schneller Platz für zusätzliche Fluggäste schaffen. Bei den Planungen drückt Flughafenbetreiber Fraport deshalb deutlich auf die Tube. 

Der sogenannte Flugsteig G für die Low-Cost-Airlines solle bereits Anfang 2020 und damit drei Jahre früher als geplant in Betrieb gehen, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte der „Welt“. „Wir werden die Eröffnung des Flugsteigs G also vorziehen.“ Der Flugsteig ist in den bisherigen Planungen für vier bis sechs Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt.

Schulte hatte bereits im Mai auf der Hauptversammlung des MDax-Konzerns angekündigt, der neue Flugsteig könne in Leichtbauweise bereits deutlich vor der bislang für 2023 geplanten Inbetriebnahme des Abfertigungsgebäudes separat zur Verfügung stehen.

Passagierzahlen sollen um bis zu sechs Millionen steigen

Schulte rechnet auch wegen der Öffnung des größten deutschen Flughafens für Billigflieger wie Ryanair für dieses Jahr mit einem Aufkommen von etwa 64 Millionen Passagieren. „Im Jahr 2020 könnten es einschließlich Low-Cost-Segment um die 68 bis zu 70 Millionen Passagiere sein“, sagte der Fraport-Chef.

Der Flughafen will auch davon profitieren, dass Ryanair noch im Laufe dieses Jahres Umsteigeverbindungen für die spanische Fluglinie Air Europa nach Nord- und Südamerika plant. Großkunde Lufthansa, der für rund 60 Prozent der Fraport-Passagiere verantwortlich ist, hatte vor allem die neue Praxis des Flughafens kritisiert, mit Rabatten neue Kunden wie Ryanair nach Frankfurt zu locken.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) schlägt derweil wegen eines anderen Themas Alarm: Immer öfter gefährden Drohnen den Luftverkehr. 2017 könnte ein trauriger Rekord aufgestellt werden. dpa

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