Urteil vor dem Frankfurter Amtsgericht

Betrug: Flughafen-Mitarbeiter reichen geklaute Belege ein

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Frankfurt - Zwei Mitarbeiter des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport haben es mit der Ehrlichkeit nicht so genau genommen. Einkaufsbelege von ausländischen Touristen gaben sie kurzerhand als ihre eigenen aus und ließen sich die Mehrwertsteuer zurückerstatten. Nun fiel das Urteil. 

Die beiden Männer müssen wegen Betruges jeweils 1.000 Euro Geldbuße zahlen. Im Gegenzug wurde das Strafverfahren gegen die 32 und 36 Jahre alten Angeklagten am Montag vom Amtsgericht Frankfurt eingestellt. 

Die Fraport-Mitarbeiter hatten in 16 Fällen Belege aus einem speziellen Briefkasten gefischt, die von Touristen aus dem Ausland zur Rückzahlung geleisteter Mehrwertsteuer bei Einkäufen eingeworfen wurden. Normalerweise bekommen die Touristen die Steuern von bestimmten Taxfree-Unternehmen später zurücküberwiesen. Die beiden Angeklagten aber reichten die Belege auf eigenen Namen ein und kassierten so rund 2.700 Euro zu Unrecht.

Vor Gericht legte einer der Männer ein Teilgeständnis ab, belastete aber vor allem den zweiten Angeklagten, der wiederum keine Aussage machte. Weil die Taten bereits vier Jahre zurückliegen und eine gerichtliche Aufklärung längere Zeit in Anspruch genommen hätte, verständigten sich Gericht und Staatsanwaltschaft schließlich darauf, das Verfahren einzustellen. dpa/lhe

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