Gärtnereien aus der Region helfen

Mit diesen Tipps gedeiht der Kräutergarten auf dem Balkon

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Ob Rosmarin, Petersilie oder Basilikum: Kräuter geben dem Essen erst die richtige Würze. Frisch schmeckt’s natürlich am besten. Wer keinen Garten hat, kann auch auf dem Balkon ein Kräuterparadies erschaffen. Im EXTRA TIPP geben Experten Anbau-Tipps.

Region Rhein-Main – Die Möglichkeiten, Kräuter zu nutzen, sind vielfältig. Wer keinen eigenen Garten hat, muss auf die praktischen Pflanzen aus eigenem Anbau aber nicht verzichten. Auch auf dem Balkon wachsen die Pflanzen prächtig. Das bestätigen die Experten Bernd und Ralf Fischer vom Pflanzen-Zentrum-Blumenau in Rodgau sowie Alexandra Bischoff von der Gärtnerei Löwer in Seligenstadt.

Vorentscheidung treffen

Alexandra Bischoff ist die Kräuter-Expertin der Gärtnerei Löwer in Seligenstadt.

„Man sollte sich vorher fragen: Welcher Kräuter-Typ bin ich?“, sagt Alexandra Bischoff. „Mag ich die mediterrane Küche, dann wären Oregano, Rosmarin, Thymian oder Lavendel zu empfehlen. Will ich heimische Kräuter, dann empfiehlt sich Bohnenkraut, Borretsch, Schnittlauch oder Beifuß. Die Experimentierfreudigen könnten Currykraut, Löwenzahn, Koriander oder Kreuzkümmel pflanzen.“

Der perfekte Kräuter-Standort

Da sind sich die Experten einig: Je mehr Sonne, umso besser! „Die Sonne sorgt dafür, dass die Mineralien in den Pflanzen überhaupt die ganzen Aromastoffe bilden“, sagt Bernd Fischer. Außerdem mögen es die meisten Kräuter trocken, deshalb sollte sich keine Staunässe bilden. „Platz sparen lässt sich, indem man schmal hochwachsende Kräuter mit hängenden dazwischen mischt“, sagt Alexandra Bischoff.

Wer mit wem?

Bernd und Ralf Fischer bieten in ihrer Gärtnerei in Rodgau auch viele Kräuter an.

Grundsätzlich können alle Kräuter miteinander kombiniert werden. „Aber eine Minze, die mit ihren großen Blättern relativ viel Wasser braucht, ist neben einem kleinblättrigen Thymian, der nicht viel Wasser braucht, natürlich nicht so gut aufgehoben“, sagt Ralf Fischer. „Mediterrane Kräuter lassen sich gut miteinander kombinieren.“ Schnittlauch und Knoblauch allerdings sollten wegen ihrer ätherischen Öle ein bisschen isoliert angebaut werden.

Dafür lassen sich Kräuter nutzen

Ob zum Würzen von Speisen, als Zutat für Getränke (Minze), pflanzliche Medizin oder Natur-Kosmetikprodukte – Kräuter sind vielseitig einsetzbar. „Rosmarin zum Beispiel schmeckt nicht nur im Essen“, sagt Alexandra Bischoff. „Man kann daraus dank der ätherischen Öle auch ein Fußbad machen oder ihn als Tee zur Unterstützung für den Kreislauf nutzen.“

Kräuter im Winter

Die meisten Kräuter sind winterfest. Im Herbst werden sie etwas zurückgeschnitten, dann treiben sie wieder aus. „Neben Thymian, Rosmarin und Lorbeer sind auch typisch deutsche Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Salbei hart im Nehmen“, sagt Ralf Fischer. „Und Waldmeister ist ein winterfester Bodendecker.“ Wer Kräuter in die Wohnung holt, sollte den Pflanzen genug Licht gönnen.

Schädlinge bekämpfen

Möchte man Mehltau und Blattläusen vorbeugen, bietet sich Brennnesselsud oder Ackerschachtelhalmextrakt an. Beides ist nicht chemisch.

Von Julia Oppenländer

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