Deutschlandweite Abzocke

Trickbetrüger geben sich als Oberstaatsanwältin aus

Oberstaatsanwältin Nadja Niesen (links) warnt vor den Betrügern, die sich als sie ausgeben.
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Oberstaatsanwältin Nadja Niesen (links) warnt vor den Betrügern, die sich als sie ausgeben.

Frankfurt - Unbekannte Trickbetrüger haben sich als Frankfurter Oberstaatsanwältin ausgegeben und so versucht, von Rentnern in ganz Deutschland Geld zu erbeuten. Wie die echte Nadja Niesen am Mittwoch mitteilte, waren sie mit der Masche erfolgreich.

Ein Mann aus der Nähe von Stuttgart überwies mindestens tausend Euro auf ein Auslandskonto der Ganoven. Diese bringen nach ersten Ermittlungen ihre Opfer dazu, eine Frankfurter Telefonnummer anzurufen. Dort meldet sich eine Frau unter dem Namen der Oberstaatsanwältin. Sie fordert die Anrufer zu einer Geldzahlung auf - angeblich um ein strafrechtliches Vollstreckungsverfahren abzuwenden. Die Staatsanwaltschaft warnte vor der Masche. Derartige Anrufe seien grundsätzlich fingiert.

Der Fall erinnert an Trickbetrüger, die sich Anfang des Jahres bei Anrufen in Offenbach, Langen und Dreieich als Oberstaatsanwalt ausgabendpa/lhe/skk

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Tipps: So fallen sie nicht auf den Enkeltrick rein!

Enkeltrickbetrüger gehen immer gleich vor: Sie suchen sich ihre Opfer aus dem Telefonbuch. Deshalb: Eintrag entfernen lassen!
Enkeltrickbetrüger gehen immer gleich vor: Sie suchen sich ihre Opfer aus dem Telefonbuch. Deshalb: Eintrag entfernen lassen! © dpa
Die Geldforderung ist immer dringend. Nicht unter Druck setzen lassen! Lieber ein weiteres Telefonat ausmachen und die Situation überdenken – das schreckt die meisten Betrüger schon ab.
Die Geldforderung ist immer dringend. Nicht unter Druck setzen lassen! Lieber ein weiteres Telefonat ausmachen und die Situation überdenken – das schreckt die meisten Betrüger schon ab. © dpa
Ältere Menschen sollten sich am Telefon nicht ausfragen lassen. Auch niemals Namen nennen!
Ältere Menschen sollten sich am Telefon nicht ausfragen lassen. Auch niemals Namen nennen! © dpa
Bevor sie auf die Forderungen eingehen, immer erst die Verwandtschaft kontaktieren. Hilfreich ist dafür eine Telefon-Liste mit den wichtigsten Nummern. Auch die Polizei steht telefonisch helfend zur Seite. Notrufnummer: 110.
Bevor sie auf die Forderungen eingehen, immer erst die Verwandtschaft kontaktieren. Hilfreich ist dafür eine Telefon-Liste mit den wichtigsten Nummern. Auch die Polizei steht telefonisch helfend zur Seite. Notrufnummer: 110. © dpa
Auch Nachfragen, die Misstrauen zeigen, schrecken Betrüger schnell ab.
Auch Nachfragen, die Misstrauen zeigen, schrecken Betrüger schnell ab. © fotolia.com
Auch ein Gespräch mit den Bank-Angestellten kann Schlimmeres verhindern. Geben Sie den Angestellten die Erlaubnis, die Familie zu kontaktieren, wenn ein größerer Geldbetrag abgehoben werden soll.
Auch ein Gespräch mit den Bank-Angestellten kann Schlimmeres verhindern. Geben Sie den Angestellten die Erlaubnis, die Familie zu kontaktieren, wenn ein größerer Geldbetrag abgehoben werden soll. © dpa
Und wenn Senioren im Bekannten- oder im Verwandtschaftskreis trotzdem den Enkeltrickbetrügern zum Opfer fallen, ist es wichtig ihnen im Nachhinein keine Vorwürfe zu machen und sie ernst zu nehmen.
Und wenn Senioren im Bekannten- oder im Verwandtschaftskreis trotzdem den Enkeltrickbetrügern zum Opfer fallen, ist es wichtig ihnen im Nachhinein keine Vorwürfe zu machen und sie ernst zu nehmen. © dpa

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