Fahrgastverband kritisiert Umsetzung

Deutsche Bahn will Schienennetz in Rhein-Main ausbauen

Symbolfoto
+
Symbolfoto

Frankfurt - Engpässe belasten das stark genutzte Schienennetz im Rhein-Main-Gebiet. Damit soll bald Schluss sein. Die Deutsche Bahn will die Probleme in den nächsten Jahren mit Milliarden-Investitionen beheben. Doch Kritik gibt es trotzdem. 

Für neue Gleise und Stationen will das Unternehmen 13 Milliarden Euro ausgeben. Bund, Land und Kommunen sollen die Summe gemeinsam aufbringen. Einige Großprojekte stecken aber noch in der Planungs- und Genehmigungsphase. Kritik kommt deswegen vom Fahrgastverband Pro Bahn Hessen.

Der Landesvorsitzende Thomas Kraft sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Bauprojekte in Hessen sind dringend nötig. Sie laufen aber nur schleppend. Dabei ist es wichtig, dass die Kapazitätsengpässe schnell beseitigt werden. Einige Strecken sind völlig überlastet.“

Über Jahrzehnte sei die Substanz im Schienennetz nur erhalten und nicht weiterentwickelt worden, bemängelt Pro Bahn. Lange Zeit habe ein strenges Spar-Diktat geherrscht. Für den schleppenden Verlauf von Planung und Bau macht Pro Bahn auch die Klage-Bereitschaft unter anderem von Bürgerinitiativen verantwortlich.

Große Schienenbau-Projekte in Hessen will die Bahn in diesem Jahr auf der Planungsebene vorantreiben, unter anderem auf den Linien Frankfurt-Mannheim und Hanau-Würzburg/Fulda.

Aber nicht nur auf Hessen Schienen, auch auf der Straße soll sich etwas tun. Für 600 Millionen Euro will Verkehrsminister Tarek Al-Wazir eine ganze Reihe von Autobahnkreuzen im Rhein-Main ausbauen. dpa/lhe

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare