Heuschnupfenhelfer und Hustenstiller: Imker Hermann Grennerth sagt, was das Naturprodukt kann

Deshalb ist Honig ein Wundermittel

Hobby-Imker Hermann Grennerth vom Bienenzuchtverein Dreieich schwört auf die heilende Kraft des Honigs. Foto: kb

Honig hat fast jeder im Haus. Kein Wunder, schließlich schmeckt das Naturprodukt lecker und ist das perfekte Süßungsmittel. Doch das ist längst nicht alles. Imker Hermann Grennerth verrät, warum Honig ein wahres Wundermittel ist. Von Kristina Bräutigam

Dreieich – Auf dem Brot, im Tee oder im Salatdressing: Aus der Küche ist Honig nicht wegzudenken. Doch nicht nur zum Süßen taugt das Naturprodukt. „Für mich ist Honig ein Alleskönner“, sagt der geprüfte Hobby-Imker Hermann Grennerth aus Dreieich. Im EXTRA TIPP erklärt er, welche Heilkräfte im Bienenprodukt stecken.

Honig macht glücklich

Je nachdem, zu welcher Jahreszeit und bei welcher Pflanze die Biene den Nektar sammelt, enthält Honig über 30 verschiedene Zuckerarten, die das Hormon Serotonin freisetzen. Das erzeugt Glücksgefühle, beruhigt und entspannt. „Nicht umsonst gilt die heiße Milch mit Honig vor dem Schlafen als altes Hausmittel“, sagt Grennerth. Weil in vielen Sorten Mehrfachzucker steckt, lässt Honig den Blutzuckerspiegel außerdem langsam ansteigen. „Die positive Wirkung hält also lange an.“

Honig hilft beim Abnehmen

Weil der höhere Blutzuckerspiegel nach dem Honiggenuss über längere Zeit konstant bleibt, wird auch weniger Insulin ausgeschüttet. „Es kommt nicht zu Heißhungergefühlen, wie etwa nach dem Genuss von Schokolade, wir sind früher satt und weniger süchtig“, sagt der Hobbyimker. Wer abnehmen will, sollte aber beachten, dass Honig bis zu 85 Prozent Zucker enthält und damit trotz der wertvollen Inhaltsstoffe eine Kalorienbombe ist. „Es wird empfohlen, dass ein gesunder Mensch ohne Diabetes zwei Esslöffel Honig pro Tag zu sich nimmt“, rät Grennerth.

Honig hilft bei der Wundheilung

Die im Honig enthaltenen Substanzen wirken wahre Wunder gegen Keime und Bakterien. „Bei der Wundheilung schwöre ich auf Honig“, sagt Hermann Grennerth. Er schützt die Wunde gegen neue Bakterien, außerdem fördert sein hoher Zuckergehalt die Bildung von säuberndem Wundsekret. Keimen entzieht die zuckrige Masse Wasser, so dass sie sich nicht mehr vermehren können. „Propolis-Allergiker sollten auf Honig als Wundheilungs-Mittel allerdings verzichten“, so der Imker.

Honig ist ein Virenkiller

Studien belegen: Honig stärkt das Immunsystem. Durch seine antibakterielle Wirkung lindert er akuten Reizhusten und wirkt bei aufkeimender Erkältung vorbeugend. Wer den Honig in den Tee einrührt, sollte ihn allerdings nicht in kochend heißes Wasser geben. „Ab 40 Grad gehen die wertvollen Inhaltsstoffe kaputt. Deshalb sollte man den Tee kurz stehen lassen oder den Honig pur zu sich nehmen“, sagt Imker Grennerth. Für Säuglinge im ersten Lebensjahr ist das süße Gold jedoch tabu: Honig ist ein Naturstoff, der immer auch Bakterien aus der Umwelt enthalten kann. Diese können für Babys gefährlich werden.

Honig hilft gegen Allergien

Wer an Heuschnupfen leidet, kann durch Honig und die darin enthaltenen Pollen den Körper vor der Heuschnupfenzeit sanft desensibilisieren. „Man sollte aber zum regionalen Honig greifen, denn nur dieser enthält auch die Pollen, die in der Umgebung wachsen“, sagt der Hobby-Imker. Studien belegen, dass die Beschwerden von Heuschnupfengeplagten um bis zu 70 Prozent gemindert werden können.

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