Radium-Trinkapparat

Darmstadt: Radioaktiv! Polizei warnt vor DIESEM Gegenstand

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Warnung! Wer diesen vermeintlichen Becher findet, muss sofort handeln.

Warnung wegen Radioaktivität! Wenn Sie diesen verseuchten Gegenstand sehen, müssen Sie sofort reagieren.

  • Das Regierungspräsidium in Darmstadt hat eine Warnung für die Bevölkerung
  • Wer diesen Gegenstand irgendwo sieht, sollte sofort reagieren
  • Der Trinkbecher kann gefährlich sein!

Darmstadt - Wer etwas auf einem Flohmarkt ergattert, hat im Nachhinein meist große Freude damit. Doch der Fund einer Frau aus dem Wiesbadener Raum sorgt nun für eine Warnung seitens des Regierungspräsidiums. Über den Vorfall berichtet extratipp.com*.

Darmstadt: Warnung! Dieser Gegenstand ist nicht zu Deko-Zwecken geeignet

Die Frau hatte vor einigen Tagen auf einem Flohmarkt im Wiesbadener Raum eine vermeintliche Lampe gekauft. Doch schnell wurde ihr klar: Es handelte sich nicht um eine Lampe oder ein Dekorationsgegenstand, sondern um einen Radium-Trinkbecher. Sofort alarmierte sie die Strahlenschutz-Behörde des Regierungspräsidiums und ließ den mit radioaktiven Stoffen bestückten Becher sicherstellen. Wie das Regierungspräsidium Darmstadt nun warnt, handelt es sich bei Radium-Trinkbecher um ein Gerät, das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hergestellt wurde - und das Radium 226 enthält. Beim Zerfall von Radium 226 entsteht das radioaktive Edelgas Radon, was sich früher im Wasser lösen sollte und dann getrunken wurde. Damals waren die Menschen noch der Auffassung, das versuchte Wasser sei gesundheitsfördernd, weshalb der Becher in den verschiedensten Ausführungen in großen Mengen hergestellt wurde. Heute weiß man: Die Anwendung ist gesundheitsschädlich! Schon alleine für den Besitz eines solchen Gegenstandes braucht man heute eine strahlenschutzrechtliche Genehmigung.

Weder Lampe noch Deko: Dieser Gegenstand kann sehr gefährlich werden!

Regierungspräsidium Darmstadt warnt vor Radioaktivität! 

Die Gefahr: Sind die Radium-Trinkbecher in einem guten Zustand, machen sie einen optisch wertvollen Eindruck. Oft werden sie also als Deko im Haus aufgestellt, auf eBay oder auf Flohmärkten verkauft. Davor warnt das Regierungspräsidium Darmstadt nun aber dringend: „Auch wenn die Geräte über 100 Jahre alt sind, enthalten sie aufgrund der Halbwertszeit von 1600 Jahren für Radium-226 auch heute noch rund 95 Prozent ihrer ursprünglichen Radioaktivität.“ Sie sind also immer noch gefährlich, vor allem wenn das radioaktive Edelgas Radon-222 aus dem Gerät entweicht oder wenn das Radium 226 durch ein Defekt am Gerät freigesetzt wird. Das Berühren des Geräts kann dann zu Radioaktivität an Händen führen, was durch die Mahlzeiten schnell im Körper aufgenommen wird. „Dies kann zu einer erheblichen Strahlenbelastung führen“, warnt das Regierungspräsidium Darmstadt.

Darmstadt: Wer diesen Gegenstand sieht, sollte sofort handeln!

Wer solch einen verseuchten Gegenstand also sieht oder bei sich im Keller sowie Dachboden findet, muss sofort reagieren und den Fund beim zuständigen Regierungspräsidium melden. Die Entsorgung durch die Strahlenschutz-Fachkräfte ist für den Finder natürlich kostenlos. Nur sollten diese Gegenstände unter keinen Umständen auf einem Recyclinghof oder im Hausmüll landen. Damit könnten Mitmenschen gefährdet werden!

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