Chefarzt der Migrationspsychiatrie Höchst im Interview

„Therapeut aus eigenem Heimatland kann besser helfen"

+
Symbolbild

Eine Abteilung eigens für Migrationspsychiatrie hat das Klinikum Höchst: Warum es für Migranten so wichtig ist, mit einem muttersprachlichen Therapeuten zu sprechen, hat Michael Grube, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, dem EXTRA TIPP erklärt. Von Janine Drusche

Wie kam es dazu, dass am Klinikum Höchst eine Migrationspsychiatrie eingerichtet wurde?

Wir übernehmen die regionale psychiatrische Versorgung für rund 200.000 Einwohner des Frankfurter Westens. Die Klinik befasst sich mit der Diagnostik und Therapie psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Da hier rund 50 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund haben, ist es wichtig, auch auf kulturelle Besonderheiten eingehen zu können. Wir müssen mit unseren Patienten sprechen und ihnen zuhören können. Es fällt leichter, das Krankheitsmodell zu verstehen, wenn die Therapeuten selbst einen Migrationshintergrund haben, die Kultur kennen und die gleiche Muttersprache sprechen können. Aus diesen Gründen können sich die Patienten oft besser mit Therapeuten aus dem Herkunftsland identifizieren.

Was genau macht den Unterschied, ob Migranten von einem Landsmann oder von einem deutschen Psychologen betreut werden?

Unsere Therapeuten mit Migrationshintergrund haben mehr Kompetenzen für ihre Landsleute als ein Arzt oder Therapeut ohne: Sie sind näher an den Patienten dran, weil sie es schaffen, ihre medizinische und psychotherapeutische Kompetenz in den jeweiligen kulturellen Kontext einzuordnen. Da sie die Kultur selbst kennen, haben sie ein Gespür für die Einstellungen der Menschen mit vergleichbarer ethnischer Zugehörigkeit. Auch Sprachbarrieren fallen weg.

Und was sind die Hauptaufgaben der Psychologen in der Migrationspsychiatrie Höchst?

Zu uns kommen Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Meistens werden die Patienten bei uns auch stationär aufgenommen. Es kommen nachts Notfälle, genau wie in der Chirurgie. Im Grunde werden die Menschen mit Migrationshintergrund, die zu uns kommen, nicht anders versorgt als Menschen ohne. Nur die Sicht auf die Schwierigkeiten, die sie haben, kann anders sein. In Süditalien glauben beispielsweise einige an den „Bösen Blick“, der die Emotionen oder Schmerzen ausgelöst haben soll. Manche Patienten denken etwa, dass Depressionen eine Strafe Gottes sind. Wir gehen individuell auf die Patienten und ihre migrationsspezifischen Erklärungsmodelle ein. So fühlen sich die Personen ernstgenommen. Wir arbeiten mit den Besonderheiten ihres Krankheitsverständnisses und nicht gegen sie, das ist der entscheidende Punkt. Sonst gäbe es keine Vertrauensbasis. Doch die braucht es, um bei einer Therapie alles berücksichtigen zu können, Stabilisierung und Gesundung zu fördern.

Fotos: So leben Frankfurts Flüchtlinge im Neckermann-Gebäude

So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Jan ine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen.
So sieht es in der Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Frankfurt aus: Im Neckermann-Gebäude leben derzeit 830 Menschen. © Janine Drusche

Welche Nationalitäten haben die Mitarbeiter?

Wir haben beispielsweise Ärzte mit türkischem, rumänischem, arabischem, polnischem, afghanischem und persischem Migrationshintergrund und entsprechenden Sprachkompetenzen. In der Pflege arbeiten aber Kollegen mit noch mehr Nationalitäten, beispielsweise aus Serbien, Kroatien und weitere, auch aus asiatischen Nationen.

Kommen denn zur Zeit auch viele Flüchtlinge zu Ihnen?

Das ist gemischt. Natürlich haben wir gerade jetzt einige Patienten, die aus Syrien geflohen und wegen des Bürgerkriegs und anderer Erlebnisse in ihrer Heimat traumatisiert sind. Trotzdem kommen auch andere Migranten, die weniger Migrationsstress gehabt haben als beispielsweise verfolgte Flüchtlinge. Jedoch ist der Flüchtlingsanteil im Frankfurter Westen im Verhältnis zu hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund relativ gering. Sie machen deshalb nur einen geringen Teil unserer Patienten aus.

Und aus welchen Ländern stammen Ihre Patienten?

Die Nationalitäten aus der Türkei, Ex-Jugoslawien, Serbien und Kroatien, Italien, Kosovo, Polen und Rumänien sind häufig vertreten. Jetzt natürlich außerdem Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan.

Mit welchen Probleme haben diese Menschen meist zu kämpfen?

Oft mit körperlichem Unwohlsein, das von der Psyche herrühren kann, oder Verhaltensauffälligkeiten. Sie haben Psychosen, Depressionen, Manien und Persönlichkeitsstörungen. Viele leiden auch an Suchterkrankungen. Flüchtlinge haben oft traumatische Erfahrungen im Krieg oder Bürgerkrieg gemacht und leiden meist unter posttraumatischen Störungen. Aber natürlich ist das von Person zu Person unterschiedlich.

Huhn, Katze und Co.: Tiere als Co-Therapeuten

Cornelia Drees bittet die Teilnehmer einer sogenannten tiergestützten Intervention im Ella-Ehlers-Haus der AWO in Bremen in einen Stuhlkreis und stellt ihnen dann die Tiere vor. Zu manchen Teilnehmern finden die Tiere besonders schnell Vertrauen. Dieses Huhn hat es sich auf Kopf einer älteren Dame bequem gemacht. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn
Cornelia Drees bittet die Teilnehmer einer sogenannten tiergestützten Intervention im Ella-Ehlers-Haus der AWO in Bremen in einen Stuhlkreis und stellt ihnen dann die Tiere vor. Zu manchen Teilnehmern finden die Tiere besonders schnell Vertrauen. Dieses Huhn hat es sich auf Kopf einer älteren Dame bequem gemacht. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn © Ingo Wagner
Ein Hund zu Besuch im Pflegeheim Ella-Ehlers-Haus der AWO in Bremen. Der Kontakt mit Tieren kann sich bei pflegebedürftigen Menschen positiv auf das Selbstbewusstsein auswirken. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn
Ein Hund zu Besuch im Pflegeheim Ella-Ehlers-Haus der AWO in Bremen. Der Kontakt mit Tieren kann sich bei pflegebedürftigen Menschen positiv auf das Selbstbewusstsein auswirken. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn © Ingo Wagner
Ein Meerschweinchen zu streicheln und zu erleben, dass es das genießt, kann das Selbstbewusstsein stärken. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn
Ein Meerschweinchen zu streicheln und zu erleben, dass es das genießt, kann das Selbstbewusstsein stärken. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn © Ingo Wagner
Tiere können auf Menschen eine erstaunliche Wirkung haben. Bei alten und kranken Menschen verbessert sich zum Beispiel häufig die Stimmung, wenn sie Kontakt zu Tieren haben. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn
Tiere können auf Menschen eine erstaunliche Wirkung haben. Bei alten und kranken Menschen verbessert sich zum Beispiel häufig die Stimmung, wenn sie Kontakt zu Tieren haben. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn © Ingo Wagner
Cornelia Drees fährt mit ihren Tieren in Pflegeheime, Schulen oder Kindergärten. Hier ist Hahn Valentin im Ella-Ehlers-Haus der AWO in Bremen zu Gast. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn
Cornelia Drees fährt mit ihren Tieren in Pflegeheime, Schulen oder Kindergärten. Hier ist Hahn Valentin im Ella-Ehlers-Haus der AWO in Bremen zu Gast. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn © Ingo Wagner
Cornelia Drees besucht mit ihren Tieren pflegebedürftige Menschen in Pflegeheimen wie dem Ella-Ehlers-Haus der AWO in Bremen. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn
Cornelia Drees besucht mit ihren Tieren pflegebedürftige Menschen in Pflegeheimen wie dem Ella-Ehlers-Haus der AWO in Bremen. Foto: Ingo Wagner/dpa-tmn © Ingo Wagner

Welchen Ansatz wenden die Therapeuten dann zuerst an?

Wenn jemand beispielsweise an den „Bösen Blick“ glaubt, weiß der Therapeut mit vergleichbarem Hintergrunddirekt, worum es geht. Er versucht dann herauszufinden, warum der Betroffene diese Überzeugung hat und woher diese kommt. Nicht selten tritt der Therapeut auch mit Familienangehörigen des Patienten in Kontakt, spricht mit diesen und erfährt so die Mechanismen, die hinter der Projektion auf eine höhere Macht stecken. Dann wird versucht, zu erarbeiten, dass es sich um eine Konfliktsituation mit sich selbst handelt, die der Patient auf seine Hypothese des bösen Blicks projiziert. In der Therapie wird dann das eigene Schuldempfinden verringert, sodass die Projektion des Negativen nach außen abnimmt und aufgegeben werden kann.

Sie erklären den Patienten also die westliche Sicht auf die Dinge und behandeln dann die Psyche?

Jeder Fall ist individuell, das kommt immer auf die Sachlage an. Aber natürlich müssen wir das westliche Krankheitsverständnis fördern. Das wollen die Patienten ja auch, schließlich möchten sie hier im medizinischen Bereich gut versorgt werden. Die meisten unserer Patienten sind bereits gut über die hiesigen Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt.

Nehmen viele Migranten das Angebot der Therapeuten aus dem eigenen Heimatland an?

Grundsätzlich ja, obwohl es auch Flüchtlinge gibt, die von ihren Landsleuten im Heimatland gefoltert oder politisch verfolgt wurden, ihnen gegenüber deshalb sehr misstrauisch geworden sind und dann einen Therapeuten ohne Migrationshintergrund vorziehen.

23 Tage auf der Flucht: Jetzt lebt Iraner Amin in Frankfurt.

UN: Zahl der Syrien-Flüchtlinge übersteigt 5-Millionen-Marke

Eine verwüstete Straße in Aleppo. Die Stadt liegt nach dem mehrere Jahre andauernden Krieg fast vollständig in Trümmern. Foto: Hassan Ammar / Archiv
Eine verwüstete Straße in Aleppo. Die Stadt liegt nach dem mehrere Jahre andauernden Krieg fast vollständig in Trümmern. Foto: Hassan Ammar / Archiv © Hassan Ammar
Syrische Flüchtlinge im Lager des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen in Azraq. Foto: Rainer Jensen
Syrische Flüchtlinge im Lager des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen in Azraq. Foto: Rainer Jensen © Rainer Jensen
Eine russische Suchoi Su-34 wirft über Syrien ihre Bombenlast ab. Foto: Russisches Verteidigungsministerium/Archiv
Eine russische Suchoi Su-34 wirft über Syrien ihre Bombenlast ab. Foto: Russisches Verteidigungsministerium/Archiv © Russian Defence Ministry Press S
Hunderttausende Syrer sind auf der Flucht. Foto: Swen Pförtner
Hunderttausende Syrer sind auf der Flucht. Foto: Swen Pförtner © Swen Pförtner
Nach einem Luftangriff sitzt ein verletzter Junge in einem Krankenhaus im syrischen Douma. Foto: Mohammed Badra/Archiv
Nach einem Luftangriff sitzt ein verletzter Junge in einem Krankenhaus im syrischen Douma. Foto: Mohammed Badra/Archiv © Mohammed Badra
Eine Straße im östlichen Stadtteil Salaheddine der vom Krieg zerstörten Stadt Aleppo. Foto: Hassan Ammar
Eine Straße im östlichen Stadtteil Salaheddine der vom Krieg zerstörten Stadt Aleppo. Foto: Hassan Ammar © Hassan Ammar
Viele Kinder in Syrien leiden unter dem Bürgerkrieg. Foto: Khudr Al-Issa/Unicef/AP
Viele Kinder in Syrien leiden unter dem Bürgerkrieg. Foto: Khudr Al-Issa/Unicef/AP © Khudr Al-Issa
Nach einem Luftangriff in Aleppo versuchen Helfer Opfer aus den Trümmern eines Hauses zu bergen. Bei dem Angriff im vergangenen April wurde auch ein Krankenhaus schwer getroffen. Foto: Hadi Alabdallah
Nach einem Luftangriff in Aleppo versuchen Helfer Opfer aus den Trümmern eines Hauses zu bergen. Bei dem Angriff im vergangenen April wurde auch ein Krankenhaus schwer getroffen. Foto: Hadi Alabdallah © Hadi Alabdallah
Blick auf einen zerstörten Straßenzug in Aleppo: Bei einem Luftangriff auf eine Moschee in der Nähe der syrischen Stadt sind dutzende Menschen getötet worden. Foto: SANA/Archiv
Blick auf einen zerstörten Straßenzug in Aleppo: Bei einem Luftangriff auf eine Moschee in der Nähe der syrischen Stadt sind dutzende Menschen getötet worden. Foto: SANA/Archiv © Sana / Handout

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare