Brand in Rüsselsheim

Aus Angst vor Feuer: 39-Jähriger springt in den Tod

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Polizei und Feuerwehr sind am Ort eines Brandes im Einsatz. Ein 39-Jähriger ist in Rüsselsheim mutmaßlich aus Angst vor einem Brand aus dem dritten Stock eines Hauses gesprungen und gestorben

Rüsselsheim - Ein 39-Jähriger ist in Rüsselsheim mutmaßlich aus Angst vor einem Brand aus dem dritten Stock eines Hauses gesprungen und gestorben.

Ein Toter und sechs verletzte Menschen - so lautet die Bilanz eines verheerenden Hausbrandes in Rüsselsheim. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war zunächst noch völlig unklar, wieso das Mehrfamilienhauses am Vorabend in Brand geriet. Ersten Ermittlungen zufolge brach das Feuer im ersten Stock des Gebäudes aus.

Ein 39 Jahre alter Bewohner aus dem dritten Stockwerk war mutmaßlich aus Angst vor der Rauchentwicklung aus einem Fenster gesprungen. Wiederbelebungsversuche konnten ihn nicht mehr retten. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat eine rechtsmedizinische Untersuchung bei dem Mann veranlasst, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

In der Wohnung, in der das Feuer ausbrach, lebte demnach eine 33 Jahre alte Frau gemeinsam mit ihren drei Kindern im Alter von drei, sechs und neun Jahren. Alle drei Kinder - ein Junge und zwei Mädchen - erlitten Rauchgasvergiftungen. Das neun Jahre alte Mädchen war deshalb zunächst in Lebensgefahr und am Freitag laut Polizei noch in ärztlicher Behandlung, die Mutter habe einen Schock erlitten. Außerdem hätten zwei weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses Rauchgasvergiftungen erlitten.

SOS vom Smartphone: Das Mobiltelefon als Nothelfer

Nach dem Alarm sollen bei "Mein Notruf" Mitarbeiter in der Rettungszentrale anhand des lokalisierten Standorts und persönlicher Daten passende Hilfe organisieren können. Foto: Mein-Notruf GmbH
Nach dem Alarm sollen bei "Mein Notruf" Mitarbeiter in der Rettungszentrale anhand des lokalisierten Standorts und persönlicher Daten passende Hilfe organisieren können. Foto: Mein-Notruf GmbH © Mein-Notruf GmbH
Mit einem Klick auf den roten Alarm-Button setzt man bei der App "Mein Notruf" einen Notruf ab, ohne dass man sprechen muss. Foto: Mein-Notruf GmbH
Mit einem Klick auf den roten Alarm-Button setzt man bei der App "Mein Notruf" einen Notruf ab, ohne dass man sprechen muss. Foto: Mein-Notruf GmbH © Mein-Notruf GmbH
Einige Notfall-Apps wie etwa der Schweizer Anbieter "Uepaa!" leiten Notrufe an eine eigene Rettungszentrale weiter. Foto: Uepaa AG
Einige Notfall-Apps wie etwa der Schweizer Anbieter "Uepaa!" leiten Notrufe an eine eigene Rettungszentrale weiter. Foto: Uepaa AG © Uepaa AG
Die App "Protegon SOS" löst bei Alarm die Kamera des Smartphones aus und schickt das Foto an die interne Rettungszentrale. Foto: Protegon SOS
Die App "Protegon SOS" löst bei Alarm die Kamera des Smartphones aus und schickt das Foto an die interne Rettungszentrale. Foto: Protegon SOS © Protegon SOS
Mit der "Uepaa!"-App kann man seinen Weg nachverfolgen. Nutzer können eigenständig Wegmarken setzen - und anhand der Punkte ihre Orientierung zurückgewinnen. Foto: Uepaa AG
Mit der "Uepaa!"-App kann man seinen Weg nachverfolgen. Nutzer können eigenständig Wegmarken setzen - und anhand der Punkte ihre Orientierung zurückgewinnen. Foto: Uepaa AG © Uepaa AG

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Das Haus werde aktuell als Tatort behandelt, hieß es. Gutachter und Beamte der Kriminalpolizei würden voraussichtlich auch noch in den kommenden Tagen Spuren sichern und auswerten. Das Gebäude war zunächst unbewohnbar, allerdings bestand keine Einsturzgefahr, wie der Polizeisprecher weiter sagte.

Während des Brandes hatten sich mehrere Schaulustige vor dem Haus versammelt. Manche hätten mit Mobilfunktelefonen Fotos geschossen oder die dramatischen Szenen gefilmt, hieß es bei der Polizei. Darüber hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Zwar seien die Löscharbeiten dadurch nicht maßgeblich gestört worden, dennoch habe die Polizei den Bereich weiträumig absperren müssen. "Wir kennen solche Situationen bereits aus der Vergangenheit. Es ist immer wieder befremdlich", fügte der Polizeisprecher hinzu. (dpa)

Quelle: op-online.de

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