Wird er zum Problem?

Biber breitet sich in Hessen aus - Hier lest Ihr, wo die meisten Nager leben

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Einst ausgerottet, vermehrt sich der Biber in Hessen rasant.

Mitte des 19. Jahrhunderts galt er als ausgerottet, jetzt breitet sich der Biber in Hessen immer weiter aus. Laut Schätzungen des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt lebten 2017 etwa 700 Biber in Hessen - wesentlich mehr als noch 2015.

Rhein-Main - Zu den 179 bekannten Biber-Revieren aus dem Jahr 2016 sind im vergangenen Jahr 37 Reviere in Hessen neu hinzugekommen. Die meisten Biber leben laut Regierungspräsidium im Main-Kinzig-Kreis. Hier gibt es aktuell 77 Reviere. Auch in Frankfurt ist der Nager heimisch und hat Reviere bei Bonames und Harheim an der Nidda sowie ein Revier am Mainufer im Bereich des Fechenheimer Mainbogens.

Biber: Vernünftige Lösung finden

Laut Christoph Süß, Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt, nehmen die Schadensmeldungen seit 2017 zu. „Unser Bestreben als Obere Naturschutzbehörde ist, im Rahmen eines Konfliktmanagements für alle ,Beteiligten’, also Biber und davon Betroffene, akzeptable und vernünftige Lösungen zu finden.“ Voraussetzung sei, dass die Biber bei ihrer Ausbreitung begleitet werden. „Dies leisten ehrenamtlich tätige Personen, die als Biberbetreuer vor Ort die Behörden unterstützen“, sagt Süß. 

Behörde finanziert Biber-Maßnahmen

Präventions- und Gegenmaßnahmen werden mit dem Artenschutz-Etat des RPs finanziert. Im Einzelfall würden auch individuelle Lösungen gesucht, und gegebenenfalls im Verbund mit Dritten, wie dem Amt für Bodenmanagement, Uferstreifen für die Renaturierung gekauft. 

Kristina Bräutigam

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