Fassungslosigkeit in Mühlheim

Angeschossen! Wer wollte Kater Sammy töten?

Sammy in der Tierklinik. Er wurde am Bauch komplett aufgeschnitten und bekam hochdosierte Antibiotika. Foto: nh
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Sammy in der Tierklinik. Er wurde am Bauch komplett aufgeschnitten und bekam hochdosierte Antibiotika. Foto: nh
  • Kristina Bräutigam
    vonKristina Bräutigam
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Sandra Bergerhausen aus Mühlheim ist fassungslos: Ein Unbekannter hat ihren Kater Sammy mit dem Luftgewehr angeschossen. Der Stubentiger überlebte schwer verletzt. Doch seine Besitzerin will wissen: Wer ist der kranke Katzenhasser?

Mühlheim – Sandra Bergerhausen liebt ihren Sammy. Seit seiner Geburt lebt der vierjährige Kater im Haus der Familie in Dietesheim. Ein lieber, verschmuster Kater, der täglich durch die Gärten der Kolpingsiedlung stromert. Doch genau hier passiert das Unfassbare: Ein Unbekannter schießt Sammy mit einem Luftgewehr an und verletzt ihn schwer. Die Tat passiert vermutlich am Sonntag. Abends verkriecht sich Sammy ins Bad; faucht, als Sandra Bergerhausen die nasse Stelle am Fell berührt. „Ich dachte, er hat sich gefetzt und braucht Ruhe“, sagt sie. Erst als die Mühl-heimerin am Montagabend von der Arbeit kommt und Sammy noch genauso apathisch auf seinem Platz liegt wie am Morgen, ist der Katzenbesitzerin klar: Hier stimmt etwas nicht. „Beim genauen Hinsehen habe ich das Loch an seiner rechten Seite entdeckt und bin sofort in die Tierklinik gefahren.“

Der Stubentiger überlebte schwer verletzt. Doch seine Besitzerin will wissen: Wer ist der kranke Katzenhasser?

Das Röntgenbild bringt die grausame Wahrheit ans Licht: Ein Projektil ist in Sammys Körper eingedrungen, hat Dünndarm und Galle verletzt und ist im Leberlappen stecken geblieben. „Wer auch immer das war, er hatte eine klare Tötungsabsicht“, sagt Sandra Bergerhausen. Drei Stunden kämpfen die Ärzte in der Tierklinik um das Leben des Katers, sein Zustand ist kritisch. Gallenflüssigkeit ist in den Bauchraum gelaufen. Es droht eine tödliche Entzündung. Sandra Bergerhausen kann bis heute nicht fassen, wer ihrem Kater das angetan hat. „Sammy ist ein friedliches Kerlchen, das keinem etwas tut. Wer keine Katzen in seinem Garten will, soll sie einfach wegjagen. Aber wer ist so kaltblütig, ein Haustier zu erschießen?“ Da der Kater eher scheu ist und sich Fremden nicht nähert, glaubt die Mühlheimerin, dass sich jemand auf die Lauer gelegt und abgedrückt hat. Das Gefühl, der Katzenhasser könnte in der unmittelbaren Nachbarschaft leben und wieder zuschlagen, lässt der Tierliebhaberin keine Ruhe.

Sie hat den Vorfall auf Facebook gepostet, um andere Katzenbesitzer zu warnen und vielleicht doch noch Hinweise zu bekommen. Bis Freitag wurde der Beitrag mehr als 57 mal geteilt.

Immerhin: Nach vier Tagen Hoffen und Bangen haben die Antibiotika endlich angeschlagen. Am Freitag konnte der Stubentiger, wenn auch noch etwas schwach, die Tierklinik verlassen. Dass allein die Operation 3000 Euro gekostet hat und der Sommerurlaub damit ausfällt, ist Sandra Bergerhausen egal. „Hauptsache Sammy lebt.“

Kristina Bräutigam

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