Lokalpolitik

Altenstadt: Schöne CDU-Frau will NPD-Nazi ablösen!

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Tatjana Cyrulnikov will Neonazi Stefan Jagsch als Ortsvorsteher in Altenstadt-Waldsiedlung ablösen.

Nach dem NPD-Skandal in Altenstadt (Hessen) will die schöne CDU-Nachwuchspolitikerin Tatjana Cyrulnikov den Neonazi Stefan Jagsch ablösen.

Altenstadt (Hessen) - Es war ein Skandal, der Polit-Deutschland erschütterte: In dem 2650-Einwohner-Örtchen Altenstadt-Waldsiedlung in Hessen wurde der NPD-Politiker Stefan Jagsch (33) zum Ortsvorsteher gewählt. Nachdem die Berufung des Rechtsextremen durch alle Medien gegangen war, zog sich das Beben der Entrüstung bis in die Spitzen der Bundesparteien. Auch die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (57) und der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (41) kritisierten die einstimmige Wahl gleichermaßen. Jetzt schickt sich eine junge CDU-Frau an, den NPD-Mann Stefan Jagsch abzulösen.

Altenstadt (Hessen): Nach NPD-Skandal - schöne CDU-Frau will Ort retten

Tatjana Cyrulnikov (22) heißt die schöne Nachwuchspolitikerin, die sich mehreren Medienberichten zufolge zur Wahl stellt. Sie studiert und engagiert sich bei der Jungen Union Wetterau, der Jugendorganisation der CDU. Seit September 2018 ist sie Teil des Ortsbeirats. Bei der Abstimmung, bei der Neonazi einstimmig gewählt wurde, fehlte Tatjana Cyrulnikov entschuldigt. Stefan Jagsch, der auf Landesebene stellvertretender Vorsitzender der NPD ist, soll in Altenstadt-Waldsiedlung schleunigst abgesägt werden. Ein Termin für die nächste Sitzung des Ortsbeirats steht allerdings noch nicht fest. 

Neonazi Stefan Jagsch in Altenstadt-Waldsiedlung zum Ortsvorsteher gewählt

Bei Facebook zeigte sich Tatjana Cyrulnikov zwei Tage nach der Wahl von Stefan Jagsch entsetzt. Sie schrieb: "Ich distanziere mich von der Wahl zum Ortsvorsteher. Ich bin empört. Ich bin traurig. Ich heiße es nicht gut. [...] Diese Wahl werde ich nicht akzeptieren." Der Plan in Altenstadt-Waldsiedlung ist folgender: Die CDU-Frau soll in einer außerordentlichen Sitzung des Ortsbeirats gewählt werden. 

Dazu muss das NPD-Mitglied jedoch zunächst abgewählt werden. Dem Rechtsextremisten wurden entsprechende Unterlagen per Mail und auch postalisch zugeschickt. Stefan Jagsch kündigte bereits an, den Antrag juristisch prüfen zu lassen. 

Rechtsextremistische NPD holte in Hessen 0,2 Prozent

Die NPD - die Abkürzung steht für Nationaldemokratische Partei Deutschlands - wurde im Jahr 1964 gegründet. Der aktuelle Vorsitzende ist Frank Franz (40). In Hessen hat die laut Verfassungsschutz rechtsextremistische Partei rund 250 Mitglieder. Bei den Landtagswahlen 2018 holte die NPD dort 0,2 Prozent der Stimmen. Das Bundesverfassungsgericht nannte die Partei "verfassungsfeindlich" und "wesensverwandt mit der NSDAP". 

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