Freitag besonders viel los / Auch Flughafen stark ausgelastet

Wegen Weihnachten: ADAC warnt vor langen Staus

Symbolfoto
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Region Rhein-Main - Auf Hessens Straßen wird in diesem Jahr vor Weihnachten besonders viel los sein. Nach Angaben des Automobilclubs ADAC werden am Freitag in Hessen lange Staus auf den Autobahnen erwartet. Auch am Flughafen geht es rund.

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In Hessen seien die A3, die A4 und A5 sowie die A7 stark belastet. Die Reisewelle habe schon Mitte der Woche begonnen und habe schließlich am Freitagnachmittag ihren Höhepunkt. Am Samstag werde es bereits wieder ruhiger, mit längeren Staus rechnet der ADAC dann nicht mehr. Auch der Flughafen Frankfurt und die Bahn gehen am Freitag von einem hohen Passagieraufkommen aus.

Das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil erwartet hingegen keinen größeren Einschränkungen auf hessischen Autobahnen. Auf der A45 zwischen dem Gambacher Kreuz und Dillenburg könne es wegen mehrerer Baustellen allerdings zu Behinderungen kommen, wenn viele Autos unterwegs seien, teilte Sprecherin Sandra Blass mit.

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist laut Sprecher Thomas Bischoff ebenfalls stark ausgelastet. Für den Freitag - ohnehin ein verkehrsreicher Tag für die Bahn - sei die Nachfrage groß. Wer einen Sitzplatz brauche, solle schnell reservieren. Mit ähnlichen Engpässen wird für den zweiten Weihnachtsfeiertag und den 2. Januar gerechnet. An den Spitzentagen setze die Bahn zusätzliche Mitarbeiter und alle verfügbaren Fahrzeuge ein, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

10 Dinge, die im Stau richtig teuer werden können

Ein Stau setzt nicht automatisch Verkehrsregeln außer Kraft. Autofahrer und Motorradfahrer sollten einiges beachten, sonst drohen Bußgeld und Punkte. Der ADAC hat die Spielregeln bei Autobahnstaus zusammengestellt.
Ein Stau setzt nicht automatisch Verkehrsregeln außer Kraft. Autofahrer und Motorradfahrer sollten einiges beachten, sonst drohen Bußgeld und Punkte. Der ADAC hat die Spielregeln bei Autobahnstaus zusammengestellt. © dpa
1. Die wichtigste Maßnahme im Stau ist die Bildung einer Rettungsgasse. Wer sich nicht daran hält, dem droht ein Verwarnungsgeld von 20 Euro.
1. Die wichtigste Maßnahme im Stau ist die Bildung einer Rettungsgasse. Wer sich nicht daran hält, dem droht ein Verwarnungsgeld von 20 Euro. © dpa
2. Ohne Stau ist das Halten auf der Autobahn und auf dem Standstreifen verboten. Wer dagegen verstößt, muss ein Verwarnungsgeld von 30 Euro zahlen. Wer sogar parkt, riskiert ein Bußgeld von 70 Euro und einen Punkt.
2. Ohne Stau ist das Halten auf der Autobahn und auf dem Standstreifen verboten. Wer dagegen verstößt, muss ein Verwarnungsgeld von 30 Euro zahlen. Wer sogar parkt, riskiert ein Bußgeld von 70 Euro und einen Punkt. © dpa
3. Auch während eines Staus ist das Telefonieren ohne Freisprechanlage strikt verboten, sofern der Motor nicht ausgeschaltet ist. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt geahndet.
3. Auch während eines Staus ist das Telefonieren ohne Freisprechanlage strikt verboten, sofern der Motor nicht ausgeschaltet ist. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt geahndet. © dpa
4. Wer im Stau steht, darf die Fahrbahn grundsätzlich nicht betreten. Weder ein "menschliches Bedürfnis" noch das Wickeln eines Kindes stellen einen vom Gesetzgeber anerkannten Notfall dar. In solchen Fällen heißt es, bis zum nächsten Park- oder Rastplatz weiterzufahren. Laut StVO ist das Betreten nur zur Unfallsicherung erlaubt. Bei Zuwiderhandlung drohen 10 Euro Verwarnungsgeld.
4. Wer im Stau steht, darf die Fahrbahn grundsätzlich nicht betreten. Weder ein "menschliches Bedürfnis" noch das Wickeln eines Kindes stellen einen vom Gesetzgeber anerkannten Notfall dar. In solchen Fällen heißt es, bis zum nächsten Park- oder Rastplatz weiterzufahren. Laut StVO ist das Betreten nur zur Unfallsicherung erlaubt. Bei Zuwiderhandlung drohen 10 Euro Verwarnungsgeld. © dpa
5. Steht der Verkehr auf der Autobahn bei einer Vollsperrung für lange Zeit, wird die Polizei bei einem kurzen Aussteigen und "Sich-die-Beine-Vertreten" auf eine Anzeige verzichten. Dabei dürfen Rettungskräfte nicht behindert werden.
5. Steht der Verkehr auf der Autobahn bei einer Vollsperrung für lange Zeit, wird die Polizei bei einem kurzen Aussteigen und "Sich-die-Beine-Vertreten" auf eine Anzeige verzichten. Dabei dürfen Rettungskräfte nicht behindert werden. © dpa
6. Rechts überholen ist nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder mit höchstens 60 km/h fährt. Bei stehendem Verkehr darf man rechts mit maximal 20 km/h fahren. Ist der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen in Bewegung, darf rechts mit einer Differenzgeschwindigkeit von höchstens 20 km/h überholt werden. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldbuße von 100 Euro sowie einen Punkt. © dpa
7. Der Seitenstreifen darf nicht dazu genutzt werden, um schneller zum Rastplatz oder zur Autobahnausfahrt zu gelangen. Wer´s dennoch macht, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt.
7. Der Seitenstreifen darf nicht dazu genutzt werden, um schneller zum Rastplatz oder zur Autobahnausfahrt zu gelangen. Wer´s dennoch macht, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt. © dpa
8. Rückwärtsfahren oder gar wenden ist natürlich auch im Stau tabu, es sei denn, die Polizei fordert dazu auf. Sonst droht neben Geldbuße und Punkten auch ein Fahrverbot.
8. Rückwärtsfahren oder gar wenden ist natürlich auch im Stau tabu, es sei denn, die Polizei fordert dazu auf. Sonst droht neben Geldbuße und Punkten auch ein Fahrverbot. © dpa
9. Das Hindurchschlängeln von Motorrädern ist verboten und wird mit einer Geldbuße von 100 Euro und einem Punkt geahndet. Links überholen ist zwar erlaubt, in den meisten Fällen bleibt dem Motorradfahrer jedoch nicht genug Platz, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zur Fahrzeugkolonne einzuhalten.
9. Das Hindurchschlängeln von Motorrädern ist verboten und wird mit einer Geldbuße von 100 Euro und einem Punkt geahndet. Links überholen ist zwar erlaubt, in den meisten Fällen bleibt dem Motorradfahrer jedoch nicht genug Platz, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zur Fahrzeugkolonne einzuhalten. © dpa
10. Ist die Stau-Ursache eine Baustelle und ein Fahrstreifen fällt weg, ist das Reißverschlussverfahren anzuwenden. Dabei darf der Übergang vom endenden Fahrstreifen auf den durchgehenden erst unmittelbar vor Beginn der Verengung erfolgen. Wer anderen das Einordnen auf den durchgehenden Fahrstreifen nicht ermöglicht, dem droht ein Verwarnungsgeld von 20 Euro.
10. Ist die Stau-Ursache eine Baustelle und ein Fahrstreifen fällt weg, ist das Reißverschlussverfahren anzuwenden. Dabei darf der Übergang vom endenden Fahrstreifen auf den durchgehenden erst unmittelbar vor Beginn der Verengung erfolgen. Wer anderen das Einordnen auf den durchgehenden Fahrstreifen nicht ermöglicht, dem droht ein Verwarnungsgeld von 20 Euro. © dpa

Bischoff rät dazu, auch nach Verbindungen mit Regionalzügen zu schauen: „Im hessischen Regionalverkehr erwarten wir keine hohe Belastung“. Für kürzere Fahrten zum Familienbesuch gebe es gute Alternativen zum ICE, die nicht viel länger dauerten. Lieber drei Stunden sitzen als zwei Stunden stehen, sagte Bischoff.

Sicherheitsmaßnahmen am Flufhafen

Auch der Flughafen in Frankfurt rechnet vor Weihnachten mit zahlreichen Passagieren. Am Freitag werden rund 167.000 Passagiere bei mehr als 1200 Starts und Landungen erwartet. An den Weihnachtsfeiertagen selbst dürfte es vergleichsweise ruhig werden, am ersten Weihnachtsfeiertag am Sonntag, 25. Dezember,  sollen es etwa 70.000 Passagiere bei gut 600 Starts und Landungen werden.

Nach dem Anschlag in Berlin und der öffentlichen Fahndung nach dem Verdächtigen Anis Amri gilt auch am Flughafen erhöhte Wachsamkeit. „Unsere Sicherheitskräfte sind weiterhin sensibilisiert“, sagte ein Fraport-Sprecher. Bundespolizei-Sprecher Christian Altenhofen sagte, am Airport zeige die Polizei nach wie vor verstärkte Präsenz. dpa

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Fotos: So gefährlich ist der Job auf der Autobahn

Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer  Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
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