Frankfurt: Teureres Benzin wäre ein Anfang

Von Axel Grysczyk

Die internationale Energieagentur (IEA) hat in ihrem neuesten Bericht mitgeteilt, dass der weltweite Energieverbrauch um 2,3 Prozent gestiegen ist. Besonders bitter: Der CO2-Ausstoß aus fossilen Brennstoffen ist um 1,8 Prozent auf einen neuen Rekordwert angewachsen.

Und daher ist es so extrem wichtig, dass internationale Klimaziele umgesetzt werden. Denn das Problem lässt sich nicht regional begrenzen. So sind beispielsweise die CO2-Emissionen in Europa um 1,7 Prozent gesunken – in Deutschland sogar um 4,5 Prozent. Doch so lange Betonköpfe wie Donald Trump in den USA fossile Brennstoffe finanziell mehr fördern als erneuerbare Energien, steuern wir sehend auf unwiderruflich andere Lebensverhältnisse hin. Jeder Bürger unseres Landes kann stolz sein, dass unser Land zumindest begriffen hat, dass wir etwas tun müssen. Der Ausstieg aus der Kohle ist erst der Anfang.

Wollen wir Menschen wirklich etwas ändern, müssen wir noch radikaler werden. Jede emittierte Tonne CO2 müsste Geld kosten, egal wer sie produziert hat. Mit dieser Maßnahme würden erneuerbare Energien zudem wettbewerbsfähiger. Und wenn’s erst mal an den eigenen Geldbeutel geht, sind die Bürger meist schnell sehr einsichtig.

Jahrelang haben sich die Autofahrer über zu hohe Benzinpreise aufgeregt. Wenn man sieht, welche Schäden die Auto-Emissionen anrichten, sind 1,45 Euro zu wenig. Ein Anstieg auf zwei Euro oder mehr wären ein Anfang. Nur so würde ein Umdenken einsetzen und alternative Technologien würden noch schneller umgesetzt. Es muss sich irgendwann durchsetzen, dass Erfolg in unserer Wirtschaft nicht nur am Profit gemessen wird.

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