Hessen Mobil: „Vollsperrung ist während der Arbeiten nicht zu vermeiden“

Sanierung der Limesbrücke sorgt für Frust bei Autofahrern

Während der Bauarbeiten ist die Limesbrücke komplett gesperrt. Foto: jo

Die Ankündigung dieser Baustelle beschäftigt Autofahrer der Region: Noch in diesem Jahr wird die Limesbrücke bei Hanau saniert. Rund drei Monate ist sie deshalb voll gesperrt. Der EXTRA TIPP hat alle Infos zu den Arbeiten. Von Julia Oppenländer

Region Rhein-Main – Ab Anfang Oktober ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Seligenstadt, Hainburg sowie Klein-Auheim und den auf der anderen Mainseite gelegenen Gemeinden Großkrotzenburg, Kahl und dem Hanauer Stadtteil Großauheim unterbrochen. Der Grund: Die Limesbrücke ist wegen Bauarbeiten komplett gesperrt – voraussichtlich bis Ende des Jahres.

Täglich nutzen mehrere tausend Autos, Busse und Lkw die Brücke. Bei ihnen ist der Frust über die Sperrung dementsprechend groß. Die nächste Möglichkeit für sie, den Main zu überqueren, ist mehr als vier Kilometer entfernt. Richtung Bayern sind es sogar mehr als 13 Kilometer. Erst auf der A45 bei Kleinostheim ist der Fluss kein Hindernis mehr. Das wiederum bedeutet lange, teilweise zeitintensive Umwege für die Fahrten zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen.

„Leider ist diese Vollsperrung nicht vermeidbar“, sagt Cornelia Höhl. Sie ist Sprecherin des Regionalbüros Mittelhessen von Hessen Mobil. Vor rund 34 Jahren ist die Limesbrücke offiziell eröffnet worden. Nun ist das Bauwerk in die Jahre gekommen. „Schadhafte Teile der Übergangskonstruktion müssen erstmals ausgetauscht werden, weil sie sich abgenutzt haben“, so Höhl weiter. Diese Übergangskonstruktionen der Limesbrücke sind zwar äußerst unscheinbar, aber extrem wichtige Teile. Sie gleichen unter anderem Längenänderungen durch Temperaturschwankungen am Bauwerk aus. Ohne sie würde eine Brücke auseinanderbrechen.

„Auch wenn die Arbeiten hauptsächlich unter der Brücke stattfinden, geht es nicht ohne Vollsperrung“, sagt die Hessen-Mobil-Sprecherin. „Die Instandsetzung ist nämlich nur im unbelasteten Zustand möglich.“ Radfahrer und Fußgänger können die Brücke während der Arbeiten weiter benutzen, müssen aber mit Einschränkungen rechnen. Rund 220.000 Euro kostet die Sanierung – als Straßenbaulastträger der K859 kommt der Main-Kinzig-Kreis dafür auf. Dass sich der Baustart von ursprünglich Anfang Juni, auf Anfang August und jetzt auf Anfang Oktober verzögert hat, hat laut Hessen Mobil mehrere Gründe. „Im Vorfeld einer Baumaßnahme muss die Verkehrsführung mit allen Beteiligten abgestimmt werden, also Gemeinden, Polizei, Verkehrsbehörde, Busunternehmen und natürlich mit uns, Hessen Mobil“, sagt Höhl. „Außerdem müssen auch Fristen bei Ausschreibungs- und Vergabeverfahren eingehalten werden – das kann dauern.“ Verläuft aber nach Baustart im Oktober alles nach Plan, sind die Arbeiten und damit die Vollsperrung Ende des Jahres vorbei.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare