EXTRA TIPP-Comic-Zeichner José Martin sucht Unterstützer für sein erstes Cartoon-Buch

Jetzt kommt das Stinkefinger-Einhorn

Comic-Zeichner José Martin (links) und Autor Sascha Ehlert sind überzeugt: Ihr Stinkefinger-Einhorn hat das Zeug zur Kultfigur. Fotos: José

Mit seinen EXTRA TIPP- Cartoons sorgt José Martin jeden Sonntag für Schmunzel-Momente. Jetzt hat der Zeichner eine neue Figur: Die heißt Stinkefinger-Einhorn – und soll ganz groß rauskommen. Von Kristina Bräutigam

Region Rhein-Main – Mit dem echten Fabelwesen, das zur Zeit Shirts, Wohnaccessoires und Kosmetikprodukte ziert, hat das Stinkefinger-Einhorn nicht viel zu tun. Es ist pummelig, träge, hat eine große Klappe – und statt glitzerndem Horn einen Stinkefinger auf dem Kopf. Erfinder José ist sich trotzdem sicher: Es hat das Zeug zur Kultfigur. „Das Stinkefinger-Einhorn kommt einfach sensationell an. Ich weiß selbst nicht warum“, sagt José Martin, der im unterfränkischen Obernburg am Main lebt. Seit November 2017 erscheinen die Cartoons des gefragten Zeichners im EXTRA TIPP. Seine Spezialität: Alltagssituationen aufs Korn nehmen. Auf das Stinkefinger-Einhorn kommt er durch einen Zufall. „Ich saß 2018 auf der Leipziger Buchmesse, als eine Frau zu mir kam und mich bat, eine freche Figur zu zeichnen. Eine, die nicht süß ist, sondern irgendwie provokant“, erzählt der Cartoonist, der hauptberuflich für Verlage und Firmen als Illustrator arbeitet. Ein paar Minuten später ist das Stinkefinger-Einhorn fertig. Nicht nur vor Ort sind die Besucher begeistert. „Ich bekomme sehr viele Anfragen. Die Leute wollen Aufkleber, Tassen. Es ist verrückt“.

Der Illustrator beschließt: Das Stinkefinger-Einhorn soll ein eigenes Buch bekommen. Finanziert werden soll es über die Crowdfunding-Plattform Startnext. Noch bis zum 1. Mai können Unterstützer des Projekts Geld spenden und bekommen dafür ein Dankeschön – von der Erwähnung im Buch über das große Stinkefinger-Einhorn-Paket mit T-Shirt und Tasse bis hin zum Meet and Greet mit José Martin und Autor Sascha Ehlert. Knapp 2100 Euro wurden bislang gespendet, Ziel sind 8900 Euro. „Der Druck ist teuer und wir wollen das Buch ja auch zu einem erschwinglichen Preis anbieten“, sagt Martin.

Ganz so böse wie das „Kleine Arschloch“ aus der gleichnamigen Comicserie von Walter Moers soll das Stinkefinger-Einhorn zwar nicht sein. „Aber es meckert, ist frech und ehrlich und hält der Gesellschaft den Spiegel vor“, sagt José Martin.

Geht es nach dem Vater des neuen Anti-Fabelwesens, ist das Comic-Cartoon-Buch nur der Anfang. „Ich bin mir sicher: Wir werden das Tor zu einer neuen Stinkefinger-Einhornwelt eröffnen.“

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