Der Playoff-Halbfinaleinzug beschert den Löwen Frankfurt ein paar Tage frei

Löwen Frankfurt: Ab jetzt entscheiden Details

Überzeugt mit seiner Leistung: Youngster Maximilian Eisenmenger (rechts), hier gegen Patrick McNally von den Eispiraten Crimmitschau. Foto: Hübner

Noch mussten die Löwen Frankfurt nicht ihr bestes Eishockey abrufen. Doch spätestens jetzt im Playoff-Halbfinale ist der Schongang vorbei. Von Uwe Lange

Frankfurt – Mit dem vierten Sieg gegen Crimmitschau haben sich die Löwen Frankfurt für das Playoff-Halbfinale um die Meisterschaft der Zweiten Liga qualifiziert. Am Mittwoch, 3. April, 19.30 Uhr starten die Schützlinge von Coach Matti Tiillikainen zuhause in die nächste Best-of-seven-Serie, brauchen somit erneut vier Erfolge, um in die Finalspiele über die Osterfeiertage einzuziehen.

Doch das klare 4:1 (3:1/5:4/2:0/1:5/7:4) im Viertelfinale über die Eispiraten täuscht über den tatsächlichen Ablauf der fünf Partien hinweg. Das Team aus Crimmitschau wehrte sich zwar mit Händen und Füßen gegen den Klassenprimus vom Main, der von seiner großen Kadertiefe lebte, mit seinen vier fast gleichwertigen Reihen dem David aus den Osten immer, wenn es eng wurde, jedoch die Grenzen aufzeigte.

Die Löwen mussten nicht einmal ihr bestes Hockey abrufen, um die nächste Runde zu erreichen, die sogenannten Leistungsträger der Frankfurter blieben in den fünf Partien oft blass, dagegen zeigten die Jungspunde im Kader ihr wachsendes Potenzial.

Erschreckend das Überzahlspiel gegen den Tabellenzehnten, eine Quote von 5,6 Prozent sind Welten von den über 20 Prozent entfernt, die ein effektives Spitzenteam erreicht. Auch in Unterzahl liegt man nur im durchschnittlichen Bereich, aber gerade in den sogenannten „special teams“ werden enge Meisterschaftsspiele oft entschieden. Ebenso fällt auf, dass sich die Unterschiedsspieler und Leistungsträger der Hessen nicht einmal unter den Top 20 der Scorerliste befinden, ihre bis dato fehlende Effizienz in den fünf Begegnungen gegen die Westsachsen jedoch abgefangen werden konnte. Der Löwen-Coach gab seinen siegreichen Cracks zunächst ein paar Tage frei, will die Köpfe vor den kommenden schwereren Aufgaben freimachen. „Jetzt ist Regeneration wichtig, denn jedes der vier Halbfinal-Teams kann auch Meister werden“, sagt er, wissend, dass ab sofort Kleinigkeiten den Unterschied im Kampf um den Pokal ausmachen.

Wer sein Team unter die letzten Vier begleiten wird, entscheidet sich an diesem Wochenende in den Partien Weißwasser gegen Kaufbeuren und Dresden gegen Meister Bietigheim. Sollten die Matches wie geplant laufen, käme es zu den Duellen Frankfurt gegen Weißwasser und Bietigheim gegen Ravensburg, da die Letztgenannten sich gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim in nur vier Partien locker durchsetzten. Der 20-jährige Max Eisenmenger, eine der positiven Überraschungen der Saison, weiß die kommenden Wochen einzuordnen: „Wir müssen unser bestes Hockey abrufen und dürfen keine Fehler mehr machen, denn die werden in den Playoffs gnadenlos bestraft!“

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