Wegen Sperrungen: Gabriel Wojcki fühlt sich ungerecht behandelt

Frankfurt Palmengarten: Immer noch Ärger im Paradies

Gabriel Wojcki vor einer der Infotafeln, die auf die Bauarbeiten im Palmengarten hinweisen sollen. Foto: nh

Gabriel Wojcki fühlt sich vom Palmengarten hinters Licht geführt, weil er den vollen Eintrittspreis bezahlt hat, aber einige Bereiche des Gartens gesperrt gewesen seien. Er ist nicht der Erste, der sich deshalb beschwert. Von Christian Reinartz

Dabei hat der Palmengarten nach einem EXTRA TIPP-Bericht im November Besserung gelobt.

Frankfurt – „Hätte man uns an der Kasse mitgeteilt, dass teilweise die Häuser geschlossen sind, dann hätten wir möglicherweise trotzdem den vollen Eintritt bezahlt. Aber die Sperrungen nicht zu erwähnen und den Hinweis unscheinbar anzubringen ist eine Frechheit“, sagt der Frankfurter Gabriel Wojcki.

Als er dann zuhause auf den EXTRA TIPP-Artikel aus dem vergangenen Herbst stößt, wird seine Wut nur noch größer. Denn schon damals hatten sich Leser über die vielen geschlossenen Bereiche beschwert. Im zuständigen Dezernat von Stadträtin Rosemarie Heilig sagte Referentin Alexandra Chmielewski damals, dass man das Kassenpersonal anweisen wolle, die Besucher vor dem Kartenkauf mündlich über Sperrungen zu informieren. Und weiter: „Wir wollen niemanden verschaukeln und haben auch schon darüber diskutiert, die Eintrittspreise während solcher Bauarbeitsphasen vorübergehend zu senken.“

Eine Aussage, die Gabriel Wojcki endgültig auf die Palme bringt. „Wir wurden an der Kasse überhaupt nicht informiert. Das Verhalten des Palmengartens ist einfach nur unehrlich und wirft ein schlechtes Licht auf die Stadt Frankfurt. Bürgerfreundlichkeit und Kundenfreundlichkeit sieht anders aus.“

Der EXTRA TIPP hakt daraufhin erneut beim Palmengarten nach. Dort rechtfertigt Verwaltungsleiter Bernd Ochs die Situation so: „Wir haben nach dem Bericht im vergangenen Jahr überall große Schilder aufgestellt, die die Besucher schon vorab darauf hinweisen.“ Die Besucher vor dem Kartenkauf vorher mündlich auf die Sperrungen hinzuweisen, habe man wegen der vielen Besucher in den Sommermonaten eingestellt. „Außerdem ist die Anzahl der Sperrungen mit denen im vergangenen Herbst überhaupt nicht zu vergleichen.“

Für Gabriel Wojcki sind das nur Ausreden. „Die Schilder stehen dort zwar im Eingangsbereich, wirken aber mehr wie eine Hinweistafel, auf der der Palmengarten erklärt, wie er modernisiert. Ich vermisse da einen klaren Hinweis auf gesperrte Bereiche bei gleichbleibendem Eintrittspreis“, sagt der Frankfurter: „Das liest kein Mensch, bevor er in den Palmengarten geht. Und das sollten auch die Verantwortlichen wissen.“

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