Haarsträubende Verhältnisse

Polizei kontrolliert Shisha-Bar - und macht sofort alles dicht

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In Frankfurt-Sachsenhausen haben Polizei und Ordnungsamt einige Kneipen zugemacht, darunter eine Shisha-Bar.

Eine ganze Reihe Kneipen wurden jetzt in Frankfurt-Sachsenhausen kontrolliert. Dabei kamen haarsträubende Verhältnisse ans Licht.

Frankfurt - Da staunten Polizei und Ordnungsamt der Stadt Frankfurt nicht schlecht: Bei einer gemeinsamen Gaststätten-Kontrolle im Stadtteil Sachsenhausen am vergangenen Wochenende nahmen sie eine ganze Reihe Kneipen unter die Lupe. In den meisten Fällen waren die hygienischen Verhältnisse erschreckend schlecht, oft gab es starken Befall von Ungeziefer. Eine Shisha-Bar musste sogar umgehend dichtgemacht werden - es drohte tödliche Gefahr.

Kontrollen in Frankfurt: Leidensfähigkeit der Beamten war gefordert 

Im Verlauf der Überprüfung besuchten die Kontrolleure insgesamt elf Gaststätten in dem Frankfurter Stadtteil. Bei lediglich drei Kneipen hatten sie keine oder nur geringe Beanstandungen. In den meisten Lokalitäten mussten sie vermutlich ein gewisses Maß an Leidensfähigkeit mitbringen, wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von Ordnungsamt und Polizei der Stadt Frankfurt hervorgeht. Bereits bei der ersten Kontrolle gegen 21 Uhr musste ein Betrieb dichtgemacht werden. Vorsichtig ausgedrückt, ließ die Reinlichkeit im Etablissement zu wünschen übrig. Nichts dagegen hatte offenkundig nur das häufig angetroffene Ungeziefer.

Frankfurter Kneipen überprüft: Zwei Fälle von Betrugsverdacht

In zwei anderen Betrieben bestand Verdacht auf Betrug. In einem Fall hatte wohl billiger Wodka auf geheimnisvollen Weise den Weg in die Flaschen teurerer Marken gefunden, in einem anderen floss Billigbier aus dem Zapfhahn, der den Gästen eigentlich teures Markenbier verhieß. Polizei und Ordnungsamt der Stadt Frankfurt stießen auf diverse weitere Ungereimtheiten. In der Gaststätte mit dem billigen Wodka wurde ein Mitarbeiter angetroffen, der sich illegal in Deutschland aufhielt. In anderen Lokalen ging es um fehlende Aushänge, beispielsweise zum Jugendschutzgesetz, oder um Verstöße gegen das Nichtrauchergesetz.

Kontrolle in Shisha-Bar in Frankfurt: Messgerät kommt an seine Grenzen

Richtig heftig war es in einer Shisha-Bar im Ziegelhüttenweg von Frankfurt-Sachsenhausen. Die Kontrolleure bemerkten sofort, dass das Kohlenmonoxid-Messgerät ausschlug, als sie die Lokalität betraten. Der Ausschlag war so stark, dass der Aufenthalt in den Räumlichkeiten als gesundheitsgefährdend eingestuft wurde. Folge: Alle Gäste mussten die Bar sofort verlassen. Im Außenbereich waren die Werte sogar so extrem, dass das Messgerät sie nicht einmal mehr erfassen konnte.

Die geschlossene Shisha-Bar war nicht allein aus diesem Grund der Horror-Höhepunkt des Abends. Die Gaststätte wies außerdem erhebliche Hygienemängel auf, zudem stellte das Ordnungsamt drei Geldspielautomaten sicher, die abgelaufen waren. All das und die „Uneinsichtigkeit des Betreibers“ (O-Ton Polizeibericht) bedeuteten schließlich nichts Gutes: Die Behördenvertreter leiteten ein Gewerbeuntersagungsverfahren ein.

Frankfurter Gaststätten: Tödliche Gefahr ist unsichtbar

Kohlenmonoxid ist ein sehr gefährliches Gas, das geruch- und farblos ist. Wird es eingeatmet, kann es bereits in sehr geringen Konzentrationen zu schwerwiegenden Vergiftungssymptomen und innerhalb kurzer Zeit sogar zum Tod führen. Je nachdem, wie viel Kohlenmonoxid  eingeatmet wurde, können Symptome von Kopfschmerzen über Schwindel und grippeähnliche Beschwerden auftreten. Höhere Mengen Kohlenmonoxid wirken als Atemgift. Das Kohlenmonoxid wirkt auf das Zentralnervensystem und das Herz ein und führt letztlich zum Erstickungstod.

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