Anwalt spricht von Unfall

Frankfurt: Jäger erschießt Rentnerin auf Terrasse! Ermittler machen Horror-Fund am Tatort

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Frankfurt: Jäger erschießt Renterin auf Terrasse! Ermittler finden krasse Spur am Tatort.

Frankfurt: Jäger erschießt Rentnerin auf ihrer Terrasse! Ermittler machen schockierenden Fund am Tatort

Dalberg/Bad Kreuznach - An einem Sonntagnachmittag befindet sich die 86-jährige Rentnerin Lisette W. auf ihrer Terrasse in Dalberg (Rheinland-Pfalz) als ihr von hinten in den Rücken geschossen wird. Sie verblutet. Den Schuss abgegeben, hat ein Jäger (60) bei einer angemeldeten Jagd. extratipp.com* berichtete über den Vorfall.  

Dieses Unglück ereignete sich im Winter 2018. Gegen den 60 Jahre alten Jäger wurde kurz darauf ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Der Prozess gegen den Beschuldigten begann nun vor einigen Tagen (9. August) vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach. Dort soll nun geklärt werden, ob es ein tragischer Unfall war oder doch mehr dahinter steckt. 

Jäger erschießt Rentnerin auf ihrer Terrasse - Anwalt fordert Freispruch

Laut dem ersten Prozess-Bericht von Bild.de hatte der Beschuldigte klare Anweisungen nur hangaufwärts zu schießen. „Er hatte seinen Standort oberhalb des Hauses des Opfers. Er sollte nur hangaufwärts schießen. Und nur aus zehn Metern Entfernung aufs sichtbare Schwarzwild“, wird Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann zitiert. 

Der tödliche Schuss auf die Rentnerin fiel jedoch hangabwärts. Als Erklärung gab der Anwalt des beschuldigten Jägers an, dass der 60-Jährige hangaufwärts geschossen habe, dann aber ausgerutscht sei. Dabei soll sich der tödliche Schuss gelöst haben. Er spricht von einem Unfall, plädierte auf Freispruch. 

Jäger schießt auf Rentnerin: Er wollte eigentlich ein Wildschwein treffen

Erste Erkenntnisse der Polizei ergaben bereits, dass der 60-Jährige zwar Teil einer Jagdgesellschaft war, aber zum Tatzeitpunkt alleine unterwegs gewesen ist. Ganz in der Nähe vom Wohnsitz des Opfers. 

Dort gab er laut Polizeiangaben zunächst einen Schuss auf ein Wildschwein und anschließend einen weiteren auf einen Frischling ab. Der erfahrene Jäger habe das Opfer laut Bild.de selbst entdeckt. Er setzte einen Notruf ab, leistete jedoch keine erste Hilfe.

Weitere Ermittlungen zum Verdacht der fahrlässigen Tötung

Jäger trifft Rentnerin tödlich - Statt am Unfallort zu bleiben, läuft er zu angeschossenem Wildschwein

Im Anschluss soll er die Frau dort liegen gelassen haben, um das von ihm angeschossene Wildschwein mit dem Messer zu töten. Erst dann ging er wieder zurück zum Opfer. Er stand unter Schock, sagte der Jäger. 

Bei einer heutigen Tatortsbegehung am Unfallort wurde der Vorfall jetzt noch einmal unter die Lupe genommen. Der Vorsitzende Richter Eugen Birnbaum versuchte den Tathergang zu rekonstruieren. Mit dabei waren auch einige Experten, wie Kriminalhauptkommissar Klaus W. (43), der ein Gutachter für Schusswaffen ist. Laut ihm wurde oberhalb des Opfers eine Beschädigung an einem Kirschlorbeer gefunden. Die Kirschlorbeer ist ein Rosengewächs. 

„Mindestens zwei Schüsse“: Gutachter belastet Jäger schwer

Unterhalb des Opfers wurde eine zweite Beschädigung an einem größeren Ast gefunden, die laut dem Kriminalhauptkommissar jedoch nicht von der Kugel des Jägers stammen kann, mit der er die Frau getroffen hatte. Denn hätte sie vorher ein weiches Ziel getroffen, müsste das Loch größer sein. „Wir gehen davon aus, dass mindestens zwei Schüsse in die Richtung abgegeben wurden“, sagte der Kommissar bei dem Rundgang. Zwei weitere Prozesstermine sind angesetzt.

Der Beschuldigte soll, seitdem er 16 Jahre als ist, dem Jägerhandwerk nachgehen. „15 bis 20 Drückjagden pro Jahr. Zwei bis dreimal die Woche im Hochsitz. Mich fasziniert die Natur insgesamt, die Arbeit mit den Hunden. Man muss auch nicht immer schießen, wenn man im Hochsitz sitzt“, sagte er laut Bild. de beim Prozess. Das Opfer, Lisette W. war verwitwet und hatte sieben Kinder, 13 Enkel und auch Urenkel. Die Familie hat dort, wo die Rentnerin getroffen wurde ein Gedenkkreuz errichtet. 

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