Bundeswehr soll helfen

Bundeswehr-Alarm in Frankfurt! Plage droht - Kann Katastrophe verhindert werden?

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Bundeswehr-Alarm! Frankfurt droht Plage, jetzt muss Einsatz Katastrophe verhindern.

Nach dem Ausfall zweier Hubschrauber gegen die Schnakenbekämpfung droht auch Frankfurt nun eine schwere Insektenplage. Menschen fürchten um ihre Gesundheit.

Frankfurt am Main - Das Rheingebiet und Teile von Hessen stehen vor einer schweren Insektenplage - muss jetzt die Bundeswehr ran? Mehrere Bürgermeister aus der Region sprechen von der schlimmsten Schnakenplage seit Jahrzehnten. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (Kabs) ist zur Bekämpfung der Schnakenplage in Baden-Württemberg bis nach Hessen zuständig. Vergangene Woche sind beide Hubschrauber zur Bekämpfung der Insekten ausgefallen. Daher droht jetzt nicht nur dem Rheingebiet, sondern auch Frankfurt und Hessen eine Insektenplage.

Das liegt vor allem an den enormen Niederschlägen und dem warmen Wetter in den vergangenen Tagen. Kabs-Sprecher Norbert Becker erklärte, dass nun höchsten 50 Prozent der Mückenpopoulation am Rhein abgetötet werden könnten. Weil die Larven der Schnaken kurz vor dem Schlüpfen sind, droht nun eine Insektenplage.

Insektenplage: Menschen fürchten um ihre Gesundheit

„Nach dem Ausfall aller Hubschrauber der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft ist die Bekämpfung der Stechmücken nur noch mit der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk und der vorhandenen Infrastruktur für Katastrophenfälle möglich“, erklärte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung. Er forderte weiter die Landesregierung auf, den Katastrophenfall auszurufen.

Durch die Niederschläge und das warme Wetter der vergangenen Tage gebe es vor allem zwischen Karlsruhe und Mannheim "optimale Entwicklungsbedingungen für die Schnaken und die gefährliche Asiatische Tigermücke, die Krankheiten wie Gelbfieber oder das Zika-Virus übertragen" können.

Die Schnaken können das Zika-Virus oder Gelbfieber übertragen.

Zika-Virus und Gelbfieber: Das droht bei Ansteckung

Das Kabs bekämpft die Insekten vor allem aus der Luft mit sogenanntem Eisgranulat. Der darin enthaltene Wirkstoff BTI zerstört den Darm der Larven und tötet sie. Durch den Einsatz des Bakteriums sei laut Angaben die Population der Rheinschnaken um 95 Prozent zurückgegangen.

Der Zika-Virus ist normalerweise beinahe harmlos und kann in schlimmeren Fällen zu Fieber und Hautausschlag führen, schwangere Frauen hingegen sind besonders gefährdet. Es könnte bei einer Ansteckung sogar zu Missbildungen bei den ungeborenen Kindern kommen.

Gelbfieber hingegen ist eine schwere Virusinfektion, bei der man meist drei bis sechs Tage nach der Infektion einen ersten Fieberschub bekommt. Weitere Fieberschübe können in den schlimmsten Fällen sogar zu schweren Leberentzündungen führen, an der rund ein Fünftel der Patienten sterben. Gegen Gelbfieber gibt es keine medikamentöse Therapie. Man kann sich jedoch im Vorfeld impfen lassen.

Wer dieses vermisste Mädchen (14) in Hessen sieht, sollte umgehend die Polizei alarmieren!

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