Kultband kurios

Nach Onkelz-Konzert: Anwohner sind stinksauer - aus diesem Grund

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Laut: Onkelz-Frontmann Kevin Russell beim Matapaloz-Festival.

Samstagabend, Balkon, Ruhe genießen: In Leipzig war das nicht möglich. Der Grund: Die Böhsen Onkelz spielten im Norden der Stadt. Der Wind trug den Lärm bis in den Süden - das gefiel nicht allen Leipzigern.

Frankfurt - Gehasst, verdammt, vergöttert - so sehen sich die Böhsen Onkelz. Doch aktuell ist die Frankfurter Kultband vor allem eins: Gehasst.

Der Grund: Die Böhsen Onkelz spielten zwei Tage lang in Leipzig beim Matapaloz-Festival. Doch viele Leipziger sind sauer über den Auftritt. Weil der Wind unglücklich stand, bekam die halbe Stadt die Mucke zu hören. Die Polizei bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass sich Anwohner über den Lärm beschwert hätten.

Böhse Onkelz: Anwohner sind sauer

Kurios: Das Festival fand auf dem Leipziger Messegelände statt. Das liegt im Norden der Stadt. Der Wind trug Lieder wie "Ein guter Freund" oder "Leere Worte" jedoch deutlich hörbar bis in den Süden der sächsischen Metropole. Den Fans war's egal. 80.000 kamen und feierten bei kühlen Temperaturen um die 15 Grad.

Die Böhsen Onkelz bei einem Konzert auf dem Hockenheimring im Jahr 2015.

 

Böhse Onkelz: Polizei warnte die Fans

Vor dem Festival war bekannt geworden, dass die Polizei die Fans wegen mangelnder Parkmöglichkeiten gewarnt hatte. Es blieb an dem Festival-Wochenende aus Polizei-Sicht komplett ruhig. Das Matapaloz-Festival fand zum ersten Mal in Leipzig statt. Vorher war es am legendären Hockenheimring (Baden-Württemberg). Die Böhsen Onkelz gelten bis heute als umstrittene Band. Kritiker werden Kevin Russell und Co. Nähe zum Rechtsextremismus vor. 

Matthias Hoffmann

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