Szene-Wirt als Hauptverdächtiger

Brutaler Mord im Niddapark: Was verheimlichen die Freunde von Jan M. und Irina A.?

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Brutaler Mord im Niddapark Frankfurt: Was verheimlichen die Freunde von Jan M. und Irina A. 

BrutalerMord im Niddapark Frankfurt: Was verheimlichen die Freunde von Jan M. und Irina A. 

  • Am vergangenen Mittwoch entdeckte ein Spaziergänger eine blutverschmierte Leiche im Niddapark. 
  • Polizei ging sofort von Mord aus - Eine Obduktion bestätigte dies.
  • Die Tote ist die 29-jährige Irina A. aus Frankfurt.
  • Sie war Angeklagte im "Sex-Mob"-Skandal im Jahr 2017.
  • Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter Jan M. festnehmen.
  • Die Tatwaffe, vermutlich ein Messer, konnten die Beamten noch nicht finden. 

Update 30.05.2018: Wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen extratipp.com sagte, laufen die Ermittlungen auch drei Wochen nach dem Mord im Niddapark weiter. Hauptverdächtiger ist weiterhin Jan M. Die Beamten sind gerade dabei, Zeugen aus dem Umfeld von Jan M. und Opfer Irina A. zu befragen. "Der Freundeskreis ist groß", so Niesen. Ob Freunde wichtige Details im Mord vom Niddapark preisgeben? Das werden die Ermittlungen zeigen. 

Update 18.05., 11.09 Uhr: Wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen gegenüber unserer Redaktion am Freitagmorgen sagte, hat sich der mutmaßliche Täter Jan M. immer noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. "Wir geben aber auch nicht jede Kleinigkeit bekannt", so die Oberstaatsanwältin. Demnach fehlt auch nach über einer Woche weiterhin jede Spur von der Tatwaffe - vermutlich ein Messer, mit dem Irina A. mehrere Male ins Gesicht gestochen wurde. 

Mord im Niddapark in Frankfurt: Bislang fehlt von der Tatwaffe, vermutlich ein Messer, jede Spur.

Update 17.05., 13.00 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, wird der für den 8. Juni geplante Prozess wegen eines erfundenen „Sex-Mobs“ auf der Freßgass nicht stattfinden. Das Verfahren wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft aufgehoben. Eigentlich hätten sich am 8. Juni Irina A. und Jan M. wegen der Vortäuschung einer Straftat vor dem Amtsgericht verantworten sollen (Mehr Infos weiter unten).

Update 15.05., 8.30 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft extratipp.com am Dienstagmorgen mitteilte, schuldete Jan M. der getöteten Irina A. eine Summe im unteren fünfstelligen Bereich. Bei Irina A. habe zudem ein Smartphone und Schmuck gefehlt, als die Ermittler die Leiche im Frankfurter Niddapark untersuchten. Bislang fehlen beide Gegenstände. Damit nicht genug: Auch die Tatwaffe, vermutlich ein Messer, ist noch nicht gefunden. 

Update 14.05., 11 Uhr: Wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen gegenüber extratipp.com am Montagvormittag bestätigte, hat sich der Tatverdächtige bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. "Derzeit laufen die Ermittlungen weiter", so Niesen. "Wir gehen davon aus, dass die Ermittlungen noch Wochen andauern werden." 

Niddapark-Mord: Jan M. schuldete Irina A. größere Mengen Geld

Update 14.05., 7.20 Uhr: Die Ermittler fügen immer mehr Teile im Puzzle des brutalen Niddapark-Mordes in Frankfurt zusammen. Wie faz.net berichtet, soll der mutmaßliche Täter Jan M. seinem Opfer eine größere Menge Geld geschuldet haben. Deswegen soll es zwischen dem Szene-Wirt und Irina A. seit Längerem Streit gegeben haben. Irina A. forderte das Geld wohl zurück, Jan M. soll der 29-Jährigen teuren Schmuck gestohlen haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt sieht deshalb das Mordmerkmal der Habgier als erfüllt an. "Tatsächlich ist dieser Aspekt aber nur ein Teil des möglichen Tatmotivs", so faz.net. Als sich Jan M. und Irina A. im Niddapark trafen, um über die Angelegenheit zu sprechen, ist die Situation wohl eskaliert. 

Irina A. soll Teilhaberin der Szene-Kneipe "First In" in Frankfurt gewesen sein. Jan M. habe ihr eine größere Menge Geld geschuldet. 

Streit zwischen Jan M. und Irina A. im Niddapark in Frankfurt eskaliert

Bei dem Streit soll es um Erlöse aus Jan M.s Bar  „First In“ gegangen sein. Die Szene-Kneipe soll schon länger nicht mehr besonders gut gelaufen sein. Irina A. soll vor zwei Jahren auf Bitten von M. als stille Teilhaberin eingestiegen sein (50 Prozent). Das berichtet eine gute Freundin der jungen Frau. "Aus Immobiliengeschäften habe sie zwar über ausreichend Kapital verfügt. Das Geld für die Teilhaberschaft habe aber ihr Vater aufgebracht. Es soll direkt von dessen Geschäftskonto an M. überwiesen worden sein", berichtet faz.net.  Um sein Lokal bekannter zu machen, soll Jan M. im August 2017 die Idee gehabt haben, sein Geschäft mit der "Sex-Mob-Lüge" bekannter zu machen. Das erzählte eine Freundin von Irina A. der F.A.Z.

Als Jan M. Ende 2017 das "First In" in der Hochstraße verkaufte, begann der Streit. Nach Angaben der Ermittler in Frankfurt dauern die Ermittlungen weiter an. 

Update 13.05., 8 Uhr: Immer mehr grausame Details zum brutalen Mord im Niddapark im Frankfurt kommen ans Licht. Wie faz.net enthüllt, soll nun auch das Tatmotiv bekannt sein: Jan M. soll Irina A. aus Habgier getötet haben. Der Szene-Wirt soll seinem Opfer Schmuck geraubt haben. Die Hinweise, dass es sich bei dem 50-Jährigen um den Mörder handelt, verdichten sich weiter. Die Polizei hat sein Smartphone ausgewertet und mit den Daten ein Bewegungsprofil erstellt. Die Erkenntnis: Zum Zeitpunkt des Todes von Irina A. soll das Handy von Jan M. in der Funkzelle nahe dem Tatort eingeloggt gewesen sein. 

Auf Irinas Seite bei Facebook wurde der "In Erinnerung an"-Modus aktiviert.

Besonders brutal: Der Täter ist mit größter Brutalität vorgegangen. Das Gesicht von Irina A. soll nicht wiederzuerkennen gewesen sein.

Blut von Jan M. am Tatort im Niddapark gefunden

Update 12.05., 8.30 Uhr: Wie die bild.de berichtet, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den Szene-Gastronomen Jan M (50). Die Ermittler fingen den Wirt demnach am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr vor seinem Lokal ab, als er dieses gerade aufsperren wollte. Jan M. soll danach über Stunden von den Beamten verhört worden sein - bis tief in die Nacht. "Zeitgleich wird sein Handy ausgewertet, ein Bewegungsmuster erstellt, Beweismittel gesichtet, mehrere Hausdurchsuchungen veranlasst", so bild.de. Demnach soll sich der Tatverdacht gegen den 50-Jährigen erhärtet haben. Wie "hr-info" berichtet, soll Blut von Jan M. am Tatort gefunden worden sein. Der Wirt soll am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden, er steht unter Mordverdacht.

Jan M. und Irina A. zusammen vor der Kamera für einen TV-Beitrag nach den erfundenen Sex-Mob-Vorwürfen an Silvester. 

Jan M. war gemeinsam mit der Toten Irina A. in einem "Sex-Mob-Skandal" angeklagt (Infos unten).  Im Frankfurter Nachtleben war Irina A. als schillernde Persönlichkeit bekannt: Sie hatte eigene Immobilien- und Schmuck-Geschäfte. Zudem soll Irina A. auch Kontakte ins Rotlicht- und Rockermilieu gehabt haben.

Frauenleiche in Frankfurter Park entdeckt: Bilder

Frauenleiche in Frankfurter Park entdeckt: Bilder
Ein Spaziergänger hatte die Frauenleiche in einem Frankfurter Park entdeckt. © dpa
Frauenleiche in Frankfurter Park entdeckt: Bilder
Ein Spaziergänger hatte die Frauenleiche in einem Frankfurter Park entdeckt. © dpa
Frauenleiche in Frankfurter Park entdeckt: Bilder
Ein Spaziergänger hatte die Frauenleiche in einem Frankfurter Park entdeckt. © dpa
Frauenleiche in Frankfurter Park entdeckt: Bilder
Ein Spaziergänger hatte die Frauenleiche in einem Frankfurter Park entdeckt. © dpa
Frauenleiche in Frankfurter Park entdeckt: Bilder
Ein Spaziergänger hatte die Frauenleiche in einem Frankfurter Park entdeckt. © dpa
Frauenleiche in Frankfurter Park entdeckt: Bilder
Ein Spaziergänger hatte die Frauenleiche in einem Frankfurter Park entdeckt. © dpa
Frauenleiche Frankfurt
Blumen, Grablichter und Porträts der Getöteten stehen an der Stelle im Niddapark, wo in der vergangenen Woche die Leiche einer jungen Frau gefunden worden war. Die 29-jährige Mutter von zwei Kindern war erstochen worden. Die Polizei hat inzwischen einen Frankfurter Szene-Gastronom unter dringendem Tatverdacht festgenommen. © dpa
Frauenleiche Frankfurt
Blumen, Grablichter und Porträts der Getöteten stehen an der Stelle im Niddapark, wo in der vergangenen Woche die Leiche einer jungen Frau gefunden worden war. Die 29-jährige Mutter von zwei Kindern war erstochen worden. Die Polizei hat inzwischen einen Frankfurter Szene-Gastronom unter dringendem Tatverdacht festgenommen. © dpa
Frauenleiche Frankfurt
Blumen, Grablichter und Porträts der Getöteten stehen an der Stelle im Niddapark, wo in der vergangenen Woche die Leiche einer jungen Frau gefunden worden war. Die 29-jährige Mutter von zwei Kindern war erstochen worden. Die Polizei hat inzwischen einen Frankfurter Szene-Gastronom unter dringendem Tatverdacht festgenommen. © dpa

Update 13:32 Uhr: Wie Poliziesprecher André Sturmeit gegenüber extratipp.com sagte, ist die gelbe Handtasche mittlerweile gefunden worden. Sie galt zunächst als fehlend. Welche Rolle die Handtasche bei der Aufklärung des Mordes spielen könnte, bleibt zunächst unklar. "Näheres dazu werden wir aber nicht öffentlich bekannt geben im Moment", so der Polizeisprecher weiter. "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen, werden bei neuen Erkenntnissen eine Mitteilung dazu herausgeben." 

Update 10.40 Uhr: Nun gibt es neue Details zum grausamen Mord im Niddapark in Frankfurt: Demnach wurde Irina A. mit mehreren Messerstichen in Kopf und Körper getötet. Die Hintergründe sind weiter unklar.

Irina A. wurde mit mehren Stichen in Kopf und Körper getötet, wie bild.de berichtet.

Update vom 11.05 um 7:03 Uhr:  Die Identität der Toten konnte laut Polizei festgestellt werden. Es handelt sich um die 29-jährige Irina A. aus Frankfurt. Vergangenes Jahr stand sie im Zentrum eines Falschaussagen-Skandals wie bild.de berichtet: Zusammen mit dem damaligen Betreiber der Bar "First In" behauptete sie, sie habe in der Silvesternacht einen "Sex-Mob" miterleben müssen.

Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass dies nicht der Wahrheit entsprach - Irinia A. war zum angeblichen Tatzeitpunkt gar nicht in Frankfurt (extratipp.com berichtete).

Motiv und Grund für Mord sind weiter unklar

Die Obduktion bestätigte, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt. Zu der Art der Gewalteinwirkung wird aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angabe gemacht. Aktuell können zudem keine Angaben zu der möglichen Motivlage gemacht werden. Die Ermittlungen diesbezüglich laufen.

Mitten auf der Wiese lag die 29-jährige Irina. A - ein Passant entdeckte sie. 

Wie bild.de berichtet, trug die Frau eine schwarze Latzhose, ein schwarzes Oberteil und Sneakers mit Nieten. Das Auto der 29-jährigen Frankfurterin wurde in der Nähe des Leichenfundortes auf einem Parkplatz gefunden. Dabei handelt es sich um einen weißen Mercedes SUV (GLE 350d) mit dem Kennzeichen F-IR 88. 

Polizei bittet weiterhin um Hinweise

Wer hat das Auto am Dienstag gesehen oder kann weitere Hinweise zu diesem geben? Außerdem fehlt eine gelbe Handtasche der 29-Jährigen. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 069/755-53110 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Bericht vom 9. Mai: Grauenhafter Fund im Niddapark: Spaziergänger entdeckt blutverschmierte Leiche 

Frankfurt/Main - Nach dem Fund einer Frauenleiche in einer Frankfurter Grünanlage geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus. Ein Passant habe am frühen Mittwochmorgen, gegen 6:30 Uhr, beim Gassigehen mit seinem Hund den leblosen Körper auf einer Wiese im Volkspark Niddatal liegen sehen, sagte ein Sprecher der Polizei. 

Wie bild.de berichtet, waren kurze Zeit später schon Polizei und Mordkommission anwesend. Ein Hubschrauber flog über den Fundort, um Übersichtsaufnahmen zu machen. Aktuell ist der Fundort großräumig abgesperrt und die Spurensicherung der Kriminalpolizei läuft.

Alles deutet auf Mord hin

Das Opfer war nach Polizeiangaben vollständig bekleidet, blutverschmiert und habe schwere Stichverletzungen am Arm gehabt. "Die äußeren Umstände deuten auf ein Tötungsdelikt hin", sagte der Polizeisprecher. Zur Todesursache werde ermittelt. Wohl sei die tote Frau Anfang 20 - Identität sowie Hintergründe sind noch aber völlig unklar. 

Polizei steht noch vor Rätsel

Sie war normal bekleidet und hatte blonde Haare, die zu einem Zopf gebunden sind. Wie faz.net berichtet, soll die Frau weder Tasche noch Geldbeutel oder Handy dabei gehabt haben. Derzeit werden Vermissten-Meldungen durchsucht. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass die Frau erst noch als vermisst gemeldet werden muss - vielleicht war ihr Verschwinden ja bisher noch nicht aufgefallen.

Die Kriminalpolizei bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 069 - 755 53111.

Mehr Infos folgen in Kürze.

Auch hier bittet die Polizei in #Frankfurt um Hilfe:  Video-Fahndung: Polizei Frankfurt jagt diese brutalen Diebe vom Hauptbahnhof

dpa / Natascha Berger / Matthias Kernstock

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