Neue Regeln und Joker

Wer wird Millionär? (RTL): Corona-Editon von Günther Jauch-Show - DAS ist neu

Das Coronavirus machte auch vor "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch keinen Halt. Auf RTL läuft daher nun die Corona-Edition mit neuen Jokern und Regeln.

  • Seit 1999 wird die "Wer wird Millionär" auf RTL ausgestrahlt
  • Von Anfang an ist Günther Jauch als Moderator dabei
  • Durch Corona kommt es jetzt zu Veränderungen im Spielablauf 

Auch nach 20 Jahren wird "Wer wird Millionär?" nicht langweilig. Der aktuelle Anlass hat jedoch einen ernsten Hintergrund: Wegen der Corona-Krise ist eine sowieso schon mit viel Aufwand verbundene TV-Produktion wie  "Wer wird Millionär?"  noch schwerer umzusetzen. Doch das Team um Günther Jauch hat alles gegeben, um trotz der Corona-Regeln eine spannende Sendung zu bieten.

"Wer wird Millionär?" (RTL): Das Spiel um die Million mit Günther Jauch

Acht Kandidaten sitzen halbkreisförmig im "Wer wird Millionär?"- Studios. Um zu Showmaster Günther Jauch zu kommen, müssen die Kandidaten die "Auswahlrunde" gewinnen. Aufgabe dabei ist es, vier Antworten zu einer Frage in die richtige Reihenfolge zu bringen. Aus den richtigen Antworten ermittelt ein Computer den schnellsten Kandidaten, der eine Runde weiter kommt und gegenüber von Günther Jauch Platz nehmen darf - dann beginnt das eigentliche Spiel von "Wer wird Millionär?". 

Der Kandidat muss nun nacheinander 15 zufällig ausgewählte Fragen zu verschiedenen Wissensgebieten zu beantworten. Diese werden von Stufe zu Stufe entsprechend dem jeweils möglichen Geldgewinn schwieriger. Dabei kann der "Wer wird Millionär?"-Kandidat aus drei Joker wählen, die ihm bei der Beantwortung der Fragen helfen können, wie nordbuzz.de* berichtet.

Sechzehnmal lösten Kandidaten die Millionenfrage, davon drei Prominente in den Prominenten-Specials von "Wer wird Millionär?", darunter auch Oliver Pocher* im Jahr 2008. Der erste Gewinner war der Historiker Eckard Freise. 2000 gewann er noch 1. Million D-Mark bei Günther Jauch. Die erste Euro-Million gewann 2002 der Musik- und Philosophiestudent Gerhard Krammer.

"Wer wird Millionär?" (RTL): Virus trifft TV-Show - jetzt gibt es die Corona-Folgen

Für Günther Jauch ist "Wer wird Millionär?" in Corona-Zeiten eine ganz neue Erfahrung, denn sitzt kein Publikum im Zuschauerraum. Dort nehmen lediglich die drei ehemaligen Gewinner Leon Windscheid, Jan Stroh und Ronald Tenholte als Joker Platz. Für alle anschließenden Aufzeichnungen wurden zahlreiche Corona-Maßnahmen zum Schutz von Kandidaten und Produktionsmitarbeitern getroffen. Das hat für "Wer wird Millionär?" natürlich weitreichende Folgen: Nur sechs Kandidaten dürfen an der Auswahlrunde teilnehmen.

Das Produktionsteam um Moderator Günther Jauch und die Kandidaten dürfen sich am Set ebenfalls nicht zu nahekommen. Separate Wege, alternative Treppen und Räume, sowie getrennte Toiletten stehen dafür bereit. Das Produktionsteam ist zudem auf ein Minimum reduziert, alles, was nicht vor Ort erledigt werden muss, erfolgt elektronisch oder per Telefon.

Eigentlich lebt eine Sendung wie "Wer wird Millionär?" durch die Interaktion vom Moderator mit den Kandidaten und dem Publikum. Wegen der Corona-Krise mussten aber auch die Joker angepasst werden: Die drei ehemaligen"Wer wird Millionär?" -Gewinner bilden das Publikum und können als Millionärs-Joker befragt werden - wer die Frage beantworten kann, steht auf. Der Kandidat kann dann einen der Stehenden auswählen. In der Corona-Variante von ist auch der Begleitpersonenjoker neu: Die Begleitperson des Kandidaten agiert direkt als Joker und der Kandidat kann sich mit ihr oder ihm beraten. Der 50/50 und der Telefonjoker bleiben weiterhin bestehen.

Auf seiner Webseite betonte RTL, dass man sich der Corona-Gefahr bewusst sei. "Die aktuelle Lage wird daher ständig geprüft, sodass ein Abbruch bzw. eine Verschiebung der Aufzeichnung erfolgt, wenn die Gesundheit aller Beteiligten nicht zu 100 % gewährleistet werden kann", betonte der Sender.

"Wer wird Millionär?" (RTL): SO war die Corona-Folge für Günther Jauch

"Am spärlichen Applaus haben Sie es schon gemerkt: Corona hat auch uns schon erreicht", erklärte Jauch den TV-Zuschauern die Abwesenheit von Live-Publikum im "Wer wird Millionär?"-Studio. In einem Interview mit RTL erzählte der Moderator wie sich die erste Corona-Aufzeichnung anfühlte: "Ach, eigentlich war's 'ne lustige Sendung." Der Ablauf sei wie bei den anderen Ausgaben, außer dass "nur Begleitpersonen und unsere drei Zusatzjoker, unsere Millionäre" geklatscht haben.

Das Coronavirus machte auch vor "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch keinen Halt. Auf RTL läuft daher nun die Corona-Edition mit neuen Jokern und Regeln.

Akustisch war es "natürlich ein anderes Feeling. Das stimmt schon", erklärte Jauch. Auf die für ihn so wichtige Reaktionen des Publikums musste Jauch nun in der ersten "Wer wird Millionär?"-Corona-Folge verzichten. Er merke sofort, was den Leuten gefallen habe, worauf sie gar nicht reagieren, worüber sie lachen oder keine Miene verziehen, erklärte der Moderator bei RTL. "Und wenn man vom Publikum entsprechend getragen wird, dann setzt man vielleicht auch nochmal einen drauf", fügte er hinzu. Das Coronavirus traf auch "Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show" , wo sich Jauch einen Fauxpas erlaubte. Bei einer anderen TV-Sendung des Moderators ist jetzt alles anders: Die RTL-Show "5 gegen Jauch" mit Günther Jauch bekam einen neuen Sendeplatz. Darüber berichtet msl24.de*.

Quelle: nordbuzz.de

*nordbuzz.de und msl24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © TVNOW/Stefan Gregorowius/picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Montage

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