Konzert in den USA

Taylor-Swift-Skandal: Fans sind sauer

Taylor Swift: Sie überwachte bei einem Konzert ihrer „Reputation Stadium Tour“ ihre Fans.  
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Taylor Swift: Sie überwachte bei einem Konzert ihrer „Reputation Stadium Tour“ ihre Fans.  

Taylor Swift ist der Inbegriff eines Lebens im Rampenlicht. Nach ihrer diesjährigen „Reputation Stadium Tour“ sind Fans von einem Taylor Swift Skandal geschockt.

Pasadena - Taylor Swift (Taylor Swift: Schluss mit Musik? Sängerin will neues Kapitel beginnen), bekannt für ihre einzigartige Stimme und Songs wie „We Are Never Ever Getting Back Together“ oder „Shake It Off“, sorgt nach ihrer bereits abgelaufenen „Reputation Stadium Tour“ nachträglich in den Medien für einen Eklat. Seit dem 8. Mai war die Sängerin unterwegs und gab insgesamt 53 Konzerte. Die Tour endete am 21. November. Laut dem Rolling Stone ist Swifts „Reputation“-Tour die umsatzstärkste und erfolgreichste Tournee aller Zeiten in den USA. Ihr ausverkauftes Abschlusskonzert in Tokyo besuchten allein 60.000 Menschen. Der Taylor Swift Skandal betrifft dabei ihr Konzert in Pasadena am 18. Mai 2018.

Taylor Swift Skandal: Sie filmte ihre eigenen Fans und diese wussten gar nichts davon

Als Taylor Swift, die sich auch für politische Themen einsetzt, die Bühne in Pasadena betreten hatte, schrien und kreischten ihr knapp 60.000 Menschen entgegen. Es war das allererste Konzert ihrer Karriere im Rose-Bowl-Stadium in Kalifornien. Mehr als ein halbes Jahr später gerät sie nun wegen dieses Konzertes in Kritik. Der Taylor Swift Skandal dreht sich dabei gar nicht einmal um das Konzert, ihre Stimme oder ihr Outfit an sich. Vielmehr geht es um Kameras, die die Fans gefilmt haben sollen. 

Wie der Rolling Stone berichtete, sollen auf einem Bildschirm vor dem Konzert Aufnahmen von Swifts Konzertproben gezeigt worden sein, um die Fans während des Wartens zu unterhalten und auf das Konzert einzustimmen. Was die Menschen aber nicht wussten: Jedes Gesicht, das in Richtung des Bildschirms gesehen hatte, wurde erfasst und soll laut Rolling Stone einmal quer durch die USA zu einem „Kommandoposten“ in Nashville übertragen worden sein. In einer Datenbank, auf der Taylor Swifts Stalker gespeichert sind, sollen die Daten abgeglichen worden sein. Der Taylor Swift Skandal beschäftigt so aber nicht nur Taylor Swift Fans, sondern aufgrund des Themas noch viele weitere Menschen - auch in Deutschland. 

Taylor Swift Skandal: Das war der Grund der Aufnahmen

Der Grund dieses Taylor Swift Skandals ist dabei weitaus dringender als irgendwelche Aufnahmen von irgendwelchen Menschen zu machen. Taylor, die sich auch für politische Themen einsetzt, ging es nämlich nicht die Überwachung ihrer Fans im Allgemeinen. Nein, sie wollte bereits bekannte Stalker, die sich unter die Fanmenge gemischt hatten, identifizieren. In einer Datenbank, auf der Taylor Swifts Stalker gespeichert sind, sollen die Daten laut Rolling Stone abgeglichen worden sein. 

Immer im Rampenlicht: Taylor Swift 2018 bei den American Music Awards.

So ein bisschen kann man die 29-Jährige schon verstehen. Taylor Swift muss aufgrund ihrer Erfolge seit sie mit 14 Jahren entdeckt wurde ein Leben vollkommen in der Öffentlichkeit aushalten. Privatsphäre? Ein Fremdwort für Taylor, wo gerade auch im Zeitalter digitaler Medien Social Media Kanäle ihr Star-Dasein noch verstärken und sie eigentlich immer von Bodyguards umgeben ist. Noch dazu musste sie sich immer wieder vor Stalkern schützen, die nicht einmal davon abschreckten in ihr Haus einzubrechen. Im April 2018 war ein mutmaßlicher Stalker wieder auf freien Fuß gesetzt worden, kurz darauf erhielt Taylor Swift einen Anruf der Polizei, um sie vor einem bewaffneten Fan zu warnen

Taylor Swift Skandal: Überwachung - Ist das überhaupt legal?

Auch wenn aus Taylor Swifts Sicht die Gesichtserkennung als Notwehrmaßnahme nachvollziehbar ist, mag sie moralisch dennoch fragwürdig sein. Schließlich gingen nicht nur die Daten der Stalker in der Datenbank ein, sondern vielmehr die der 60.000 anwesenden Fans. In den USA ist die Aktion des Stars, auch ohne das Wissen ihrer Fans Gesichtserkennung zu nutzen, legal. Trotzdem: Der Taylor Swift Skandal wirft natürlich fragen auf: Waren die Kameras auch bei anderen Konzerten im Einsatz? Wie lange bleiben die Aufnahmen gespeichert? Gab es überhaupt Treffer?

Auch in Deutschland wird die Gesichtserkennung bereits genutzt, so beispielsweise am Berliner Bahnhof Südkreuz. In anderen Ländern wie China, wo künstliche Intelligenz eine erhebliche Rolle spielt,  sind solche Verfahren ebenfalls beliebt. 

Taylor Swift Skandal: Sie filmte ihr eigenen Fans ohne, dass diese es wussten.

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