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Musically heißt jetzt Tik Tok: Das ändert sich jetzt für Fans der Musik-App

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Musically ist tot und heißt jetzt Tik Tok: Doch warum? Das ändert sich jetzt für Fans der Musik-App.

Musically ist tot und heißt jetzt Tik Tok: Doch warum? Das ändert sich jetzt für Fans der Musik-App.

Los Angeles - Schock für Millionen User der Musik-App Musically: Plötzlich heißt die Anwendung Tik Tok. Doch warum? Im November 2017 wurde Musically für eine Milliarde US-Dollar an den chinesischen Internetriesen Bytedance verkauft. Jetzt fusioniert die Karaoke-App mit dem asiatischen Pendant Tik Tok. Damit ist der so beliebte und bekannte Name Musically tot und seit dem 2.August 2018 verschwunden. In Zukunft finden Fans der Musik-App nur noch den Namen Tik Tok im App- oder Google Play Store.

2014 wurde Musically von Luyu Yang und Alex Zhu in Los Angeles gegründet. In der Social-Media-App konnten die User Karaoke-Videos aufnehmen und posten. Am Anfang betrug die Dauer der sog. "Musical.lys" nur 15 Sekunden. In Deutschland gehören die Zwillingsschwestern Lena und Lisa, die bei Musically über 30 Millionen Fans hatten, zu den bekanntesten Nutzern der App.

Musically heißt jetzt Tik Tok: Das ändert sich jetzt für Fans der Musik-App

Tik Tok wurde 2016 gegründet und ist im asiatischen Raum ("Douyin") sehr beliebt. Die Video-App gehört ebenfalls zu Bytedance und jetzt, nachdem Musically und Tik Tok zu einer App verbunden wurden, nutzen jedes Monat ca. 200 Millionen Nutzer die Mitsing-Anwendung. Tik Tok war im ersten Quartal 2018 die meistgeladene App. Das große Ziel: Noch mehr User generieren und auch ein älteres Zielpublikum ansprechen. Schon in den letzten Monaten hatten die neuen Chefs bei Musically begonnen, die App zu verändern. Das hat sich bereits geändert:

  • Videos können jetzt fünf Minuten lang sein. Vorher waren es nur wenige Sekunden
  • Zu den Themen wie Tanzen und Singen wurden nun Kategorien wie Beauty, Sport oder Reisen hinzugefügt
  • User können mit 3D-Masken, ähnlich wie Snapchat, ihren Look in Echtzeit ändern
  • Es gibt neue Spezialeffekte für Videos
  • User können sich mit Creators mit Fans über ein Live-Streaming verbinden

Im App-Store beschreibt Bytedance Tik Tok so: "Tik Tok ist eine globale Video Community (...). Tik Tok ist speziell auf dich zugeschnitten, basierend auf Inhalte, die du magst." Ob Tik Tok nach der Übernahme von Musically nun immer mehr zu einer Social-Media-Plattform wie Facebook wird? Zuletzt musste Musically viel Kritik einstecken.

Musically heißt jetzt Tik Tok: Heftige Kritik für Musically vor der Übernahme

Unter den Millionen Usern gab es auch schwarze Schafe. Pädophile nutzen die Plattform, um Kontakte zu Minderjährigen zu knüpfen. In Amerika warnte die Polizei sogar davor, dass die App nicht so harmlos sei, wie es scheint. 

Ein Erfolgsfaktor von Tik Tok ist der jugendliche Stil der App mit Effekten, Filtern, Stickern und allerlei Zusatzfunktionen.

Zwar wurden nur wenige Fälle aktenkundig, aber: Viele Kommentare unter den Videos von meist sehr jungen, wenig bekleideten Mädchen sprechen eine andere Sprache. Tik Tok soll sicherer werden als Musically. Machine Learning ist das Stichwort: Anstößige Inhalte sollen jetzt schneller gefiltert und entfernt werden. 

Musically heißt jetzt Tik Tok: So reagieren die User auf die Übernahme

Im App-Store reagieren Tausende User auf die Namensänderung. JessiYoo_97 schreibt: "Seit dem neuen Update kann ich keine Videos mehr posten." Und Alesa kommentiert: "Ich hatte Tik Tok ungefähr ein Jahr lang. Aber jetzt nach dem neuen Update komme ich gar nicht mehr rein." Userin Lina ist total enttäuscht von Tik Tok: "Seit dem Update geht gar nichts mehr." Es scheint, dass es nach der Umbenennung noch einige technische Probleme mit Tik Tok gibt. Im App-Store finden sich viele Kommentare von enttäuschten Musically-Usern, die jetzt mit Tik Tok zu kämpfen haben.

Seit dem 2.August 2018 ist Musically verschwunden. Die App heißt jetzt Tik Tok. 

Musically heißt jetzt Tik Tok: Was passiert mit den Accounts der User?

Wer einen Musically-Account besitzt, muss sich nun die Tik-Tok-App herunterladen oder die bestehende App einfach updaten. Danach müssen sich die User einfach mit den bestehenden Zugangsdaten einloggen. Tik Tok gibt es auf der Homepage direkt zum downloaden - für alle Android- und Apple-Nutzer. Musically war kostenlos - das soll sich auch unter dem neuen Namen nicht ändern. 

Matthias Kernstock 

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