Krasser Vorfall in Erfurt

Finch Asozial schmeißt Assi-Fan bei Konzert raus "Solche Personen gehören..."

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Finch Asozial wird zu Finch Sozial: Bei einem Konzert hat sich der Rapper klar positioniert.

Der Rapper Finch Asozial bricht in seinen Texten rücksichtslos Tabus. Ein Konzertbesucher in Erfurt sorgte aber dafür, dass ihm der Kragen platzte. Es folgte eine gnadenlose Bloßstellung.

  • Der Rapper Finch Asozial hat ein Konzert in Erfurt unterbrochen
  • Ein Zuschauer hatte etwas unfassbarer getan
  • Der Musiker stellte den Mann in der Menge bloß

Erfurt - In seinen Texten ist der Proleten-Rapper Finch Asozial (29) nicht zimperlich. Er beleidigt in alle Richtungen, jeder bekommt sein Fett weg. Hauptsache die Punchline sitzt. Doch bei einer Sache zieht auch der Rapper aus Brandenburg eine Grenze, wie kürzlich ein Besucher seines Konzerts in Erfurt zu spüren bekam.

Rapper Finsh Asozial: derbe, provokant und erfolgreich 

Der Musiker, der bürgerlich Nils Wehowsky heißt, stammt aus Frankfurt (Oder) und spielt mit dem Klischee des ostdeutschen Proleten, der seine Freizeit bei reichlich Bier und Schnaps am Fliesentisch verbringt. In den Songs des Vokuhila-Trägers Finch Asozial, der ein Technikerstudium absolviert hat, geht es viel um Alkohol, Drogen und ein asoziales Lebensgefühl.

Mit Oberlippenbärchen, Trainingsanzug und Fischerhut macht er den hässlichen Deutschen: Rückständig, übelst sexistisch und stolz darauf. Natürlich alles ironisch. Provokation mit der Brechstange. Mit seinen harten Texten hat sich Finch Asozial schnell einen Namen in der Battle-Rap-Szene gemacht, sein Youtube-Kanal hat 188.000 Abonnenten. 2018 brachte er seine erste EP „Fliesentischromantik“ heraus.

Finch Asozial unterbricht Konzert in Erfurt und weist Zuschauer zurecht

Doch trotz seiner zur Schau gestellten Derbheit, der Zeilen, die manchem Zuhörer wohl ein „Das kann der doch nicht machen!“ entlocken, kennt er bei einem Thema keinen Spaß: Ein Konzert-Zuschauer schaffte es, dass Finch Asozial der Kragen platzte.

Der Mann zeigte mitten in der Menge den Hitlergruß. Das ließ Finch Asozial ihm nicht durchgehen und unterbrach das Konzert. „Hitler ist tot, Digga. Und das ist auch gut so“, stellte er gegenüber dem Nazi von der Bühne in Erfurt klar. Doch das war erst der Anfang. 

Finch Asozial bei Konzert in Erfurt: „Es gibt Grenzen“

„Typen wie er“ seien Schuld, dass „Ossis als Nazis abgestempelt“ würden. „Finch Asozial ist international“, so der Rapper. Sein kurdischer Manager verdiene an ihm, mit seinem besten Freund, einem Libanesen, teile er alles: „Was sagt dein verschissener Hitler dazu?“, ruft er dem Zuschauer des Konzerts entgegen. 

Der Rapper musste sich selbst schon gegen Nazi-Vorwürfe wehren. Bild gegenüber erklärte Finch Asozial, warum er den Zuschauer so direkt anging: „Weil es allgemein wichtig ist, gegen solche Menschen etwas zu sagen. Gerade jetzt in der heutigen Zeit, wo die Spaltung gefühlt so groß ist wie nie zuvor. Solche Personen gehören direkt zurechtgewiesen und ich möchte allen Menschen zeigen, dass so etwas auf Konzerten nicht geht. Asozialität hin oder her – es gibt Grenzen. Und hier wurde die Grenze klar überschritten.“

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