Warnung an alle Frauen

Hübsche Frau macht ein Video beim Feiern - und rettet sich damit selbst das Leben

Eine junge Frau hält eine ausgelassene Feier mit ihrer Kamera fest. Doch was erst nach Spaß am Leben aussieht, schockiert schnell das ganze Netz - und zeigt, wieso man sein Getränk niemals aus den Augen lassen sollte. 

Frankfurt/Main - Auf den ersten Blick sieht es aus, wie eins von tausenden Videos die man auf Instagram, Snapchat & co. entdecken kann: Eine junge Frau feiert ausgelassen mit ihrer Freundin und möchte die gute Stimmung auf einem Konzert mit einem Video einfangen. Doch was diesen kurzen auf imgur.com veröffentlichtem Clip von anderen unterscheidet, ist ein kleines aber pikantes Detail, das vielleicht nicht jedem beim ersten Mal auffällt. 

Keep an eye on your beverage at all times!

Kurz bevor die Frau ihre Handy Kamera schwenkt, nähert sich ihr von hinten ein Mann und macht etwas Unfassbares: Ohne nur einen Moment zu zögern, wirft er eine kleine Pille in den Becher der tanzenden Frau. Diese hatte Glück im Unglück - da sie das Video nach dem Aufnahmen nochmal ansah, konnte sie Schlimmeres und einen weiteren Schluck aus dem vergifteten Becher verhindern. 

Das Video wurde bereits über 200.000 Mal angesehen. Neben dem Video schockieren die fast 800 Kommentare - denn hier wird klar: Nicht viele Frauen haben das Glück, Verbrechen wie dieses zufällig und rechtzeitig durch einen Clip zu enttarnen. Eine Usern schreibt: "Mir wurden auch schon einmal Drogen in den Drink gemischt. Ich weiß nicht was genau es war aber ich wusste was um mich herum passiert aber hatte keinerlei Kontrolle über meinen Körper. Es war gruselig." Eine andere Frau meint: "Mir ist es auch mal passiert. Ich habe nie herausgefunden, wer es war." 

Betäubung auf einer Party durch K.o-Tropfen - leider keine Seltenheit

Immerhin ging die Geschichte gut aus, denn: Die Frau im Video konnte durch ihre Anzeige bei der Polizei zumindest einen der Verbrecher aus dem Weg schaffen und damit andere Frauen vor einer Vergewaltigung beschützen. 

Doch die aufgenommene Tat zeigt auch, wie schnell man eine Pille oder Tropfen im Glas hat - ohne es zu merken. Oft kommt die bittere Erkenntnis erst viel zu spät. Wie die Süddeutsche berichtet, gibt es alleine in Deutschland jährlich hunderte Missbrauchsfälle durch K.o.-Tropfen - die Tendenz steigt. 

Nur wenige Stunden nach der Betäubung sind die Substanzen im Blut schon meist nicht mehr sichtbar, da sie abgebaut wurden. Genau aus diesem Grund ist es sehr schwierig, den Umlauf von K.o.-Tropfen zu verhindern. Auch im Nachhinein einen Täter festzustellen, scheint viel zu oft unmöglich, da die Opfer sich am nächsten Tag an nicht mehr viel bis gar nichts erinnern können. 

Die auch "Liquid Ecstasy" genannten K.o.-Tropfen gelten als unberechenbar. Darin enthaltene Stoffe wie Gammabutyrolacton (GBL) können als Droge stimulieren oder die Aktivitäten des Gehirns und des zentralen Nervensystems verlangsamen. Der Stoff ist deshalb auch als Vergewaltigungsdroge bekannt. Die geschmacklosen Tropfen können auf Partys leicht ins Getränk gemixt werden, warnt die Polizei regelmäßig. Opfer würden dann vergewaltigt oder ausgeraubt. Eine Überdosierung kann lebensbedrohlich werden.

Diesen Artikel können Sie als nächstes lesen: Sie macht ein Urlaubs-Selfie - und im Hintergrund passiert ein tragisches Unglück

Natascha Berger/dpa

Rubriklistenbild: © Screenshot imgur

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.