Berühmter Musiker

Corona: Musik-Legende stirbt an Covid-19 - größter Hit war auf Platz 1 der Charts

Coronavirus: Der berühmte Jazz-Musiker Manu Dibango (größter Hit „Soul Makossa“) ist an Covid-19 erkrankt und an den Folgen gestorben.

  • Der berühmte Jazz-Musiker Manu Dibango ist tot
  • Der 86-Jährige hatte sich mit Covid-19* infiziert
  • Nun ist der Star-Musiker* aus Kamerun an den Folgen des Coronavirus* gestorben

Von Matthias Kernstock

Douala (Kamerun)- Die Musikwelt trauert um den toten Saxofonisten und Komponisten Manu Dibango. Die Jazz-Legende ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Alter von 86 Jahren gestorben, wie die Familie von Manu Dibango am Dienstag mitteilte. Erst vor einer Woche wurde die die Infektion des bekannten kamerunischen Künstlers bekannt. 

Coronavirus: Jazz-Legende Manu Dibango stirbt an Covid-19 - Sein Leben

Der 1933 in Douala in Kamerun geborene Dibango kam im Alter von 15 Jahren nach Frankreich. Dort wurde Manu Dibango für seinen Afro-Jazz-Stil berühmt, der die traditionelle Musik seiner Heimat mit modernen Jazz-Elementen verband. 

„Soul Makossa“ (1972) heißt das bekannteste Lied von Manu Dibango, mit dem er auch in den USA auf Platz 1 der Charts landete und auf Tour ging. Soul Makossa“ war die erste Nummer eins eines afrikanischen Künstlers in den USA. Manu Dibango arbeitete mit Größen wie Fela Kuti, Herbie Hancock oder Youssou N’Dour zusammen und wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet.

In Frankreich wurde die Leidenschaft von Manu Dibango für Musik entflammt, die Jazz-Legende ging schließlich nach Brüssel und Paris. Auch in Deutschland hatte er ein treues Publikum. Er arbeitete in den 1960er Jahren mit dem Musiker Joseph Kabasélé zusammen, wurde von Dick Rivers und Nino Ferrer engagiert. Privat fand er mit Frau Coco seine große Liebe. 

Die Jazz-Legende Manu Dibango ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Alter von 86 Jahren gestorben

Coronavirus: Jazz-Legende Manu Dibango tot - Michael Jackson klaute seinen Stil

Dibango machte den Musikstil Makossa außerhalb Kameruns bekannt. Der Musiker aus Kamerun beschuldigte sogar Superstars wie Michael Jackson (Michael Jackson: Alle Informationen zum King of Pop*, seinen Singles und Alben) und R&B-Sängerin Rihanna, dass sie sich an „Soul Makossa“ unerlaubt bedient hätten.

Besonders die gesungene Hookline des Stücks „mama-se, mama-sa, ma-ma-ko-ssa“ kennt jeder Musik-Fan der Welt - auch weil Michael Jackson 1982 die Hookline in sein Stück „Wanna Be Startin‘ Somethin’“ einbaute. Manu Dibango war allerdings mit der unerlaubten Nutzung seiner Hookline seitens Michael Jackson nicht einverstanden: Er verklagte Michael Jackson. 

Am Ende des Prozesses kam zu einer außergerichtlichen Einigung der beiden, Michael Jackson* bekannte sich zum Plagiat. Als US-Sängerin Rihanna 2007 die Passage ebenfalls übernehmen wollte, fragte sie statt bei Dibango bei Jacksons Rechteverwaltern an. Diese gestatteten Rihanna die Nutzung für ihr Stück „Don’t Stop The Music“. Die Konsequenz: Sowohl Rihanna als auch das Team von Michael Jackson wurde von Manu Dibango auf Schadensersatz verklagt. Die Klage wurde allerdings abgewiesen.

Coronavirus: Jazz-Legende Manu Dibango tot - große Anteilnahme bei Facebook

Bei Facebook ist die Anteilnahme nach dem Tod der Jazz-Legende riesig. Der Beitrag, in dem das Management und die Familie von Manu Dibango Abschied nimmt, wurde bereits über 11.000 Mal geteilt (Stand Mittwoch, 8.42 Uhr). Die offizielle Homepage der Jazz-Legende ist weitestgehend abgeschaltet, dort finden Fans des weltberühmten Musikers ebenfalls einen Abschiedsbrief. 

Coronavirus: Erste Bundesländer in Deutschland haben schon Maßnahmen getroffen. Wirken die deutschen Maßnahmen? Alle Informationen über die aktuelle Lage finden Sie n unserem Coronavirus-Ticker für Deutschland*. Auch in der TV-Branche kriselt es: "Let's Dance" nicht mehr um 20.15 Uhr - RTL verschiebt Tanzshow wegen Coronavirus*.

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Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa Daniel Karmann/dpa

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