„Wie aus einer anderen Welt“

Chernobyl: Instagram-Model schockiert mit krasser Aktion im Atomkraftwerk

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Chernobyl: Eigentlich kein Ort, um schöne Fotos zu schießen. 

Die Atomkatastrophe aus Chernobyl kostete unzähligen Menschen ihr Leben und ihr Zuhause. Über 30 Jahre später postet sich jetzt ein Social-Media-Starlett von eben jenem Ort und sorgt damit für ordentlich Aufregung im Netz. 

Chernobyl - Es war eine der schlimmsten Katastrophen der Menschheit. Am 26. April 1986 geriet Reaktorblock 4 des Atomkraftwerks von Chernobyl in Brand, erst Tage später konnte das Großfeuer gelöscht werden. Seither ist ein Leben an dem Unglücksort eigentlich nicht mehr möglich; rund 200 000 Quadratkilometer Land gelten als verseucht. Dennoch wohnen immer noch eine Reihe an Menschen auf kontaminiertem Boden - mit unvorhersehbaren Folgen für ihre Gesundheit. 

Vermutlich ist es genau die Tragik dieser Gegend, weshalb Chernobyl immer wieder das Interesse der Menschen auf sich zieht. So auch das des Social-Media-Starletts Julia Bässler. Nun reiste die Österreicherin an den Ort des Unglücks und lässt - ganz wie es sich für einen Influencer gehört - ihre Follower auf Instagram an ihren Erlebnissen Teil haben. Was die dort allerdings zu sehen bekommen, schockiert. 

Social-Media-Starlett postet sich aus Reaktorblock 4

In Schutzkleidung und mit orangefarbenem Helm postet sich das sonst so modebewusste Model aus Reaktorblock 4 des Atomkraftwerks in Chernobyl. „Diesen Ort zu betreten [...] ist etwas, das man nicht in Worte fassen kann“, kommentiert die 26-Jährige ihren Post. „Hier zu stehen ist unbeschreiblich, es ist schockierend und etwas, das ich nie vergessen werde.“

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Inside the control room of the destroyed unit 4 of the Chernobyl Nuclear Power Plant ☢️ Yesterday I had the chance to visit one of the most fascinating but also most terrible places on earth - control room number 4 ChNPP. The actions taken in this room 33 years ago led to the worlds worst nuclear disaster. Standing there is just indescribable, it’s shocking and something I will never forget Diesen Ort zu betreten, die Geschichten und Handlungen, die sich vor 33 Jahren dort abgespielt haben, in Gedanken vor sich zu sehen und zu wissen wie sehr sie ganze Welt beeinflusst haben, ist etwas das man nicht in Worte fassen kann... Ein Ort, der an Faszination aber auch an tiefer Betroffenheit kaum zu übertreffen ist ☢️ in meiner Story nehme ich euch in das Atomkraftwerk mit ☢️ #chernobyl #nuclearpowerplant #reactor4

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Noch im Vorfeld erklärt die hübsche Blondine auf ihrem Instagram-Account ihre Motivation für diese Reise. So habe sie zuvor bereits so viel über das Unglück recherchiert und gelesen, dass sie sich nun einfach ein Bild von diesem Ort machen müsse, um besser verstehen zu können, was damals geschehen sei. 

Bässler zu Chernobyl: „Eine Erfahrung wie aus einer anderen Welt“

„Als ob jeder auf dieser Welt ums Leben gekommen wäre und du der Einzige wärst, der irgendwie überlebt hat“, kommentiert Julia Bässler ihre Post. Durch die Geisterstadt in Chernobyl zu reisen sei für sei eine Erfahrung wie aus einer anderen Welt. 

Julia Bässler reist durch Chernobyl

Im Rahmen ihrer Reise besucht die junge Frau außerdem Anwohner der sonst so verlassenen Gegend, die sich geweigert haben, ihre Häuser zu verlassen. 

„Diese Frauen sind sich der Risiken nicht bewusst und können sich einen ‚unsichtbaren Feind‘ einfach nicht vorstellen“, erklärt der Social-Media-Star. Schließlich ließe sich Radioaktivität weder schmecken noch riechen. Dennoch - oder möglicherweise genau deshalb- sei das Leben dort unglaublich schwer für sie, beschreibt Bässler die komplizierten Verhältnisse. Denn an dem Ort gibt es kein fließendes Wasser und auch das nächste Krankenhaus ist meilenweit entfernt. 

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Babushkas of Chernobyl A few days ago I had the pleasure to meet these gorgeous old ladies again ☺️ They are so called ‚self settlers‘, people who refused to leave their homes or returned the year following the nuclear disaster. Nowadays there are about 200 of them living in the exclusion zone. The self settlers are wonderful people, always preparing food for me and offering home made vodka you can feel the traditional way of life there. But life for them is incredibly hard. There is no water from the tap, the nearest hospital is very far away and the ‚supermarket bus‘ only comes twice a month.. everything we might take for granted is unimaginable for them. But why did they decide to live in a contaminated area? Radiation is invisible. You can’t see, smell or taste it. The women living in the exclusion zone are unaware of the risks, they just can’t imagine an ‚invisible enemy‘. So they stayed or returned to their homes. The ladies I visited are healthy and they wouldn’t want to live elsewhere than their motherland. This is their home and this is where they want to stay for the rest of their lives ❤️ #chernobyl #exclusionzone #selfsettlers #nucleardisaster

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Julia Bässlers Chernobyl-Posts: Fans schockiert

Auch ihre Fans reagieren schockiert auf Julia Bässlers Posts. Sie sind in erster Linie entsetzt von der Dokumentation des Unglücks. „Schrecklich, was dort passiert ist“, kommentieren sie und finden es „richtig krass“, das mal zu sehen. 

Gleichzeitig loben sie Bässlers Engagement und finden ihre Stories „sehr beeindruckend“: „Du bist so ein Vorbild!“, schreiben die Follower der 26-Jährigen und freuen sich:  „Diese ganze Reihe aus Bildern, Storys und Informationen sind so unglaublich interessant und gleichzeitig so bewegend! Danke für diese tollen Einblicke“. Genauso sind sie aber besorgt um ihr Idol. „Pass bitte auf dich auf“, warnen sie und fragen, ob sie denn keine Angst vor Partikeln habe, die an ihrer Kleidung haften könnten. 

Andere, etwas profanere Fans, interessieren sich dagegen weniger für die Historie, als mehr für Bässlers Outfit, und fragen sie beispielsweise, wo sie die Schuhe her habe. Möglicherweise ist das Ausmaß der Katastrophe doch nicht allen bewusst - andererseits muss das Leben aber auch nach Chernobyl ja irgendwie weiter gehen.

Immer wieder Aufregung auf Instagram

Gleichzeitig macht auch das deutsche Topmodel Heidi Klum mit seinen Instagram-Posts von sich reden. Ihren letzten, freizügigen Schnappschuss finden Fans beispielsweise „sehr lecker“. Ebenso sehr dürften sich Fans auch über Lena Meyer-Landruts neuesten Post freuen.

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