Die Stadt ruft auf einen Bereich zu meiden

Achtung, Hessen: Dieses gefährliche Gift-Insekt breitet sich rasant aus 

In Fulda breitet sich der Eichen-Prozessionsspinner aus. 

Der sogenannte Eichen-Prozessionsspinner macht sich im Fuldaer Stadtgebiet breit. Sogar Wege müssen gesperrt werden. Eine Spezialfirma wurde beauftragt.

Fulda - Die durch den Klimawandel begünstigte Ausbreitung einer gesundheitsgefährdenden Raupenart, des sogenannten Eichen-Prozessionsspinners, hat jetzt das Fuldaer Stadtgebiet erreicht: Erstmals wurde ein Nest des Schädlings in der vergangenen Woche in einem Privatgarten im Stadtteil Fulda-Galerie entdeckt und fachmännisch entsorgt. Ein weiterer Verdachtsfall wurde vom Münsterfeld gemeldet, wie Lokalo24.de* zuerst berichtete. 

Am Montagmorgen entdeckten Mitarbeiter des Amts für Grünflächen und Stadtservice nach dem Hinweis eines Anwohners mehrere Nester an verschiedenen Eichen im Bereich des Haubentals am Aschenberg. Die Fundorte liegen zum Teil auf Privatgelände, zum Teil im öffentlichen Raum; vermutet werden derzeit rund 30 bis 40 Nester, die Sichtung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Voraussichtlich müssen dort einige Wegeverbindungen gesperrt werden, bis die Nester entfernt sind. Extratipp.com berichtete bereits über das gefährliche Insekt.

Die Raupen haben Brennhaare

Die Stadt ruft Anwohner, Spaziergänger und Hundebesitzer auf, den Bereich zu meiden. Denn die Raupen verfügen über sogenannte Brennhaare, die bei Berührung oder beim Einatmen eine sogenannte Raupendermatitis beziehungsweise bei Mensch und Tier erhebliche allergische Reaktionen auslösen können.

Die Entsorgung der Nester sollte durch ausgebildete Baumpfleger beziehungsweise spezialisierte Firmen erfolgen. Die Stadt Fulda hilft Grundstücksbesitzern, falls deren Bäume von einem Befall betroffenen sein sollten, und ruft dazu auf, verdächtige Veränderungen an Bäumen, vor allem Eichen, zu melden. Zu erkennen ist der Schädling an den typischen Tagnestern, die sich wie ein weißes Gespinst oder dichtes Spinnennetz um starke Äste oder Astgabeln herumlegen (ähnlich wie bei der harmlosen Gespinstmotte).

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Auch die Natur nimmt Schaden

Aus diesen Nestern steigen die Raupen in einem bestimmten Larvenstadium abends in Prozessionen (daher der Name) am Stamm des Baumes zum Fressen in die Blätterkrone. Von Mitte Juli bis Mitte August verpuppen sich die Raupen. Anschließend schlüpfen die Falter und legen ihre Eier bevorzugt in Eichenkronen ab. Im Ei überwintert die Jungraupe bis zum Frühjahr. Je milder der Winter ausfüllt, desto größer ist die Überlebensrate. Schäden für den Baum entstehen vor allem durch den wiederholten Kahlfraß, der den Baum auf längere Sicht massiv schwächen kann. Gefahren für den Menschen können auch von Altnestern ausgehen, in denen sich noch Brennhaare befinden.

Hintergrund: Im Fuldaer Stadtgebiet (ohne den Forstbereich) gibt es rund 3000 Eichen, die durch den Eichen-Prozessionsspinner potenziell gefährdet sein könnten.

Wichtig: So können Sie harmlose und gefährliche Gespinste am Baum erkennen 

*lokalo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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