Nach der Nominierung

So viel von Eintracht Frankfurt steckt in Jogis WM-Kader - und das lässt er sich entgehen

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Fußball-WM 2018: So viel von Eintracht steckt im Kader der deutschen Nationalmannschaft .

Am Dienstag war es endlich soweit: Bundestrainer Jogi Löw hat den Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die WM im Sommer in Russland bekanntgegeben. Obwohl kein aktueller Frankfurter Spieler dabei ist, steckt doch viel Eintracht in Jogis Auswahl drin.

Frankfurt - Mit wem fährt Bundestrainer Joachim Löw zur WM, wer muss zu Hause bleiben und das wichtigste Fußballturnier der Welt im Fernsehen verfolgen? Diese Fragen sind seit Dienstagmittag zumindest vorläufig geklärt. Löw hat bekanntgegeben, wer mit ins Trainingslager nach Südtirol fahren darf und damit gute Chancen hat, auch in Russland am Start zu sein.

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Aus Sicht von Eintracht Frankfurt enttäuschend: Kein Spieler hat es in den Kader von Löw geschafft, nicht einmal in der engeren Auswahl scheint eher gewesen zu sein. Doch während dennoch einige Frankfurter zur WM fahren, um für ihr Heimatland zu spielen, steckt bei genauerem Hinsehen auch viel Eintracht Frankfurt im aktuellen Kader von unserem "Bundes-Jogi". Gleichzeitig hätte Jogi die Frankfurt-Quote unter den Daheimgelassenen aber auch noch ordentlich steigern können. 

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Diese "Frankfurter" sind im vorläufigen Kader der Nationalmannschaft

  • Niklas Süle: Er gilt als einer der aufstrebenden Stars der Bundesliga und gehört bereits jetzt zur absoluten Weltspitze in Sachen Innenverteidiger. Der Spieler des FC Bayern München ist - richtig - ein waschechter Frankfurter. 1993 in der Mainmetropole geboren, spielte er von 2006 bis 2009 in der Jugend der Eintracht, ehe er nach kurzer Zwischenstation beim SV Darmstadt 98 bei der TSG 1899 Hoffenheim den Sprung in den Profifußball schaffte - und nun wohl sicher zum WM-Kader gehören wird.
  • Kevin Trapp: Welcher Eintracht-Fan kennt ihn nicht (mehr)? Torhüter Kevin Trapp ist zwar gebürtiger Pfälzer, wechselte aber 2012 zum damaligen Aufsteiger Eintracht Frankfurt. Der junge Keeper hatte erste Bundesligaerfahrung beim 1. FC Kaiserslautern gesammelt und setzte sich schnell gegen Eintracht-Torwart-Legende Oka Nikolov durch, wurde sogar unter Trainer Thomas Schaaf Kapitän der Mannschaft vom Main. Seit 2015 stülpt er sich nun die Torwarthandschuhe für den französischen Serienmeister Paris St. Germain über. Trotz guter Leistungen wird er wohl kaum an Manuel Neuer - wenn er denn fit ist - und Marc Andre ter Stegen vorbeikommen und so die WM wenn überhaupt nur von der Bank erleben.
  • Mario Gomez: Was hat Mario Gomez denn mit Eintracht Frankfurt zu tun? Er ist weder in der Stadt am Main geboren, noch hat er je für die Eintracht die Fußballschuhe geschnürt. Stimmt. Aber es gibt einen Fun-Fact über den erfahrenen Nationalstürmer, der aktuell bei seinem Heimatverein VfB Stuttgart wieder in die Erfolgsspur gefunden hat: Gomez war in seiner Jugend Eintracht-Fan. Die Spielweise von Uwe Bindewald, Jay-Jay Okocha und Co. ließen den kleine Gomez in den 1990er Jahren zum Eintracht-Fan werden. Ob er das heute noch ist?

Diese "Frankfurter" hätte Joachim Löw noch mitnehmen können

  • Emre Can: Etwas überraschend nicht einmal im vorläufigen Kader von Löw ist der England-Legionär Can. er ist nicht nur gebürtiger Frankfurter und als Sohn türkischer Einwanderer in der Nordweststadt aufgewachsen, sondern kickte in seiner Jugend von 2006 bis 2009 auch für Eintracht Frankfurt. Es folgte der Wechsel zum FC Bayern München, wo er seine ersten Profispiele bestritt, ehe er über Bayer 04 Leverkusen schließlich den Weg zum FC Liverpool fand, wo er inzwischen unter Star-Trainer Jürgen Klopp zum Stammpersonal gehört.
  • Shkodran Mustafi: Zwar weder ein gebürtiger Frankfurter noch je in Diensten der Eintracht, trotzdem gehört der Weltmeister von 2014 in den Dunstkreis, immerhin ist im osthessischen Bad Hersfeld geboren und im nahe gelegenen Bebra aufgewachsen. Doch auch der Abwehrspieler des FC Arsenal London, der seine fußballerische Ausbildung beim Hamburger SV erhielt, gehört nicht zum Kader für die WM.

Bleibt nur zu hoffen, dass es den anderen Frankfurter Spielern bei ihren Nationalmannschaften etwas besser ergeht und sie den Weg ins ehemalige Zarenreich finden, um sich beim Fußball-Großereignis des Sommers präsentieren zu können. Und vielleicht schafft es ja auch eines Tages mal wieder ein Frankfurter in die Aufstellung von Joachim Löw. Wie wäre es zum Beispiel mit Marius Wolf?

Philipp Keßler

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